Suchen und Finden

Titel

Autor/Verlag

Inhaltsverzeichnis

Nur eBooks für mein Endgerät anzeigen:

 

Newsletter

Wir sind, was wir erinnern - Wie Kindheitserinnerungen unsere Persönlichkeit bestimmen

Wir sind, was wir erinnern - Wie Kindheitserinnerungen unsere Persönlichkeit bestimmen

von: Patrick Estrade

PeP eBooks, 2009

ISBN: 9783641017651, 289 Seiten

Format: ePUB, PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 7,99 EUR

Ersparnis: 0,96 EUR

  • Wege aus dem Burnout - Möglichkeiten der nachhaltigen Veränderung
    Psychologie der sportlichen Höchstleistung (Reihe: Sportpsychologie, Bd. 3)
    Aufmerksamkeitsdefizit-/Aktivitätsstörung bei Erwachsenen
    Die Kunst der Höchstleistung - Sportpsychologie, Coaching, Selbstmanagement
    Wahn - Krankheit, Geschichte, Literatur
    Schizophrenie - die Krankheit verstehen
    Inner Game Golf
    Die beginnende Schizophrenie. Versuch einer Gestaltanalyse des Wahnsinns
  • Psychoanalyse und Psychiatrie - Geschichte, Krankheitsmodelle und Therapiepraxis
    Ratgeber Schlafstörungen
    Das Burnout-Syndrom - Theorie der inneren Erschöpfung
    Von Angst bis Zwang - Ein ABC der psychischen Störungen: Formen, Ursachen und Behandlung

     

     

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Wir sind, was wir erinnern - Wie Kindheitserinnerungen unsere Persönlichkeit bestimmen


 

Ihre Reaktion auf die Aufforderung, sich zu erinnern (S. 235-236)

Ich möchte gerne, dass Sie vor allem anderen darüber nachdenken, welche Gründe Sie dazu bewogen haben, dieses Buch zu kaufen. Haben Sie es aus Neugier erstanden, weil Sie verrückt sind nach Psychologie? Fanden Sie den Titel vielversprechend oder geheimnisvoll, sprach er Fakten oder Gefühle an, die Sie seit jeher kennen? Haben Sie es erworben, weil Sie hofften, dass Sie sich mit seiner Hilfe von einer allzu schweren Last befreien können, die Sie seit Ihrer Kindheit mit sich herumschleppen? Die zweite Frage betrifft Ihre Reaktion auf meine Bitte, Ihre Erinnerungen auf ein Blatt Papier zu schreiben.

Wenn Sie ein gutes Gedächtnis haben, dann erinnern Sie sich, dass ich sagte, wir kämen später auf die Frage zurück, weil manche von Ihnen vielleicht vor einem großen schwarzen Loch stünden oder das Gefühl hätten, Sie hätten keinerlei Erinnerung, die es wert sei, zu Papier gebracht zu werden. Fragen Sie sich also jetzt selbst: Mit welcher Einstellung habe ich mich auf diese Erinnerungen eingelassen? War ich gleich damit einverstanden, diese kleine Aufgabe, die man mir aufgetragen hat, auf mich zu nehmen? Leistete ich Widerstand? Habe ich mich gefragt, ob irgendwo eine Falle verborgen wäre, die ich vermeiden konnte?

Habe ich versucht herauszufinden, worauf das Buch hinauswollte? Die Antwort auf diese sehr allgemeinen Fragen gibt Aufschluss über Ihre allgemeine Bereitschaft zur Mitarbeit oder über Ihre Tendenz zu Misstrauen oder Widerstand. Außerdem offenbart sie Ihre generelle Einstellung gegenüber Ihren Erinnerungen. Man muss immer darauf achten, mit welcher Geisteshaltung man Dinge angeht, denn sie ist es, die Ereignissen ihren emotionalen Anstrich und ihre Färbung verleiht. In meiner Praxis achte ich sehr genau darauf, wie ein Mensch auf meine Aufforderung, sich zu erinnern, reagiert.

Für einen Psychotherapeuten stellen diese Reaktionen eine Goldgrube an Informationen dar. Zunächst einmal geben sie uns Hinweise darauf, welche Beziehung der Betreffende zu seiner Vergangenheit unterhält. Hat er wenige oder viele Erinnerungen, denkt er gerne daran, schwelgt er mit Freuden darin? Weiter gibt uns sein Verhalten Aufschluss über seine emotionale Reaktion auf unerwartete Ereignisse. Ist er überrascht, aus der Fassung gebracht, wirkt er beunruhigt, reagiert er mit Fragen auf die an ihn ergangene Aufforderung? Darüber hinaus können wir daran erkennen, wie gerne er zu geben bereit ist.

Bietet er seine Erinnerungen leicht, großzügig, auf natürliche, unkomplizierte Weise an, oder fällt es ihm im Gegenteil schwer, sie darzubieten und auszudrücken? Wieder sind es die ersten Worte, die uns Aufschluss darüber geben. Fragen im Stil von: »Eine Kindheitserinnerung? Aber was für eine?«, »Ich weiß nicht, ich habe keine Kindheitserinnerungen, die mir einfach so einfallen, ich müsste erst einmal darüber nachdenken, ich habe nie an so etwas gedacht« und so weiter, kurz, alle Arten von Argumenten, in denen eine gewisse Form von Widerstand oder Zurückhaltung zum Ausdruck kommt.