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Liebe? Nur mit dir!

Liebe? Nur mit dir!

von: Bianka Minte-König, Gwyneth Minte

PeP eBooks, 2009

ISBN: 9783641018948, 316 Seiten

Format: ePUB, PDF

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 5,99 EUR

Ersparnis: 0,96 EUR

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Liebe? Nur mit dir!


 

In die Sexfalle getappt! (S. 170-172)

Alles wäre okay gewesen, wenn Kiesling die Zeichen richtig gedeutet und von mir abgelassen hätte. Was er aber nicht getan hat. Weder verfügte er über die Erleuchtung der Auguren, welche ja bekanntlich aus dem Vogelzug die Zukunft enträtseln konnten, noch war er einfühlsam genug, um sich vorzustellen, was in einer kleinen Studentin wirklich vorging, wenn sie von ihrem Prof derart angebaggert wurde.

Als ich gezwungenermaßen, um meinen Arbeitsvertrag zu erfüllen, wie gewohnt am Lehrstuhl auflief, tat er, als wäre nichts geschehen. Er erkundigte sich jedoch nach meinem Wohlbefinden. Ja, ich befand mich wohl. Umso wohler, je weiter er von mir entfernt war. »Kommen Sie in einer Viertelstunde mal in mein Büro«, sagte er, und seine Nähe führte sofort zu unregelmäßigen Systolen meines Herzens, was vermutlich schlicht auf ein Herzklappenflattern zurückzuführen war. Das war nun wirklich kein Zustand. Meine Prüfungsangst reichte mir vollkommen, da brauchte ich nicht auch noch Stress mit einem rolligen Professor.

Ich ging zu meinem Schreibtisch und versuchte mich mental ein wenig locker zu machen. Wer war schon Kiesling? Und wenn er wirklich wieder zudringlich werden sollte, dann mussten wir eben unseren Plan durchziehen. Okay, als ich sein Büro betrat, schloss er die Tür und wurde sehr bald klebrig. Und obwohl ich mich extrem zurückhielt, schien ihn das überhaupt nicht zur Vernunft zu bringen. Im Gegenteil. Er schien es direkt zu genießen, wie ich mich auf dem Stuhl vor seinem Schreibtisch wand und krampfhaft versuchte, ihm Widerstand zu leisten. Der Mann ist eben immer noch ein steinzeitlicher Jäger.

Je schwerer das Wild zu erlegen ist, umso stärker die Adrenalinausschüttung. Es war vertrackt! Was immer ich auch tat, der Typ wurde nur noch schärfer! Ich merkte richtig, wie ihn der Jagdinstinkt befiel, wie es ihn kitzelte… Heute konnte ich es ihm nicht mal verdenken, denn da ich an einem normalen Tag in der Uni einigen Freunden und Bekannten begegnete, konnte ich schlecht mein abtörnendes Mimikry beibehalten und weiter in Sack und Asche, sprich ausgeleierten Sportklamotten, herumlaufen. Und so hatte ich mich anständig frisiert und gekleidet und trug meine natürliche Schönheit zur Schau.

Enge Klamotten sahen an mir nun mal ziemlich sexy aus. Aber sollte ich wie eine Betschwester in wallender Kutte herumrennen, nur damit Kiesling nicht gleich der Sabber im Mund zusammenlief? Das sah doch wohl jeder ein, zumindest jede Frau, dass mein Selbstbewusstsein ein anständiges Outfit und ein angemessenes Styling brauchte. Dass Kiesling sich dadurch gleich wieder angetörnt fühlte, war wirklich nicht meine Absicht. Ehrlich ge sagt, hatte ich am Morgen beim Anziehen nicht mal einen Gedanken an ihn verschwendet.

Der Lockvogeljob war für mich erledigt, und ich behielt mir lediglich vor, noch eine Weile darüber nachzudenken, wie gut oder schlecht Kiesling in meinem Bericht für UTT wegkommen sollte. Ob seine Ehe noch zu retten war oder nicht, hing letztlich von ihm selbst ab. Hm, ein bisschen allerdings auch noch von mir, denn als ich in seinem Büro die Beine übereinanderschlug und der knappe Rock kaum bis zur Mitte meiner Oberschenkel reichte, wurde mir brühheiß mein Stylingfehler bewusst. Der Rock war ja viel zu sexy, und die Sandalen mit ihren hohen Absätzen ließen meine Beine schier unendlich lang aussehen.