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Technomorphose: Die JULES VERNE im Umbau – der Raumer geht in einen neuen Einsatz (Band Nummer 2479)
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Technomorphose: Die JULES VERNE im Umbau – der Raumer geht in einen neuen Einsatz (Band Nummer 2479)
6. 20. August 1347 NGZ, 22:44 Uhr (S. 36-37)
In der Phase der Testflüge brachte Lanz Ahakin mehr Verständnis für Rhodans Argumente auf. Die Erprobung des HAWK-III-Konverters sowie die technischen Spezifi kationen des Trafi -tron-Antriebs bildeten zwei Unbekannte, sowohl in ihrer Leistung als auch in Bezug auf die ortungstechnische Erfassung.
Im Leerraum zwischen den Galaxien war eine einzige Emission genau die eine zu viel. Ein winziger Hyperimpuls reichte, um ganze Chaos-Geschwader anzulocken wie Licht die Motten. Es wäre fahrlässig gewesen und der Besatzung gegenüber unverantwortlich. Ahakin sah sich unauffällig um. In den Gesichtern der Männer und Frauen spiegelte sich die Erwartung, aber auch ein wenig Ungeduld. Mit dem HAWK III verbanden sich völlig neue Möglichkeiten, eine gezielte Bewegung innerhalb des Halbraums sowie beliebige Unterbrechungen des Linearfl ugs unter höchster Beweglichkeit des Schiffes.
In der Zwischenzeit waren auch erste Erkenntnisse hinsichtlich der Hyper-kavitation eingefl ossen, mit denen sie sich in der JULES VERNE nach ihrer Rückkehr ins Solsystem erst vertraut gemacht hatten.
Die hyperphysikalische Aufl adung des Prallschirms bewirkte eine im Standarduniversum stabilisierte Halbraumblase, in deren Wirkungsbereich es zu einer Reduzierung der Hyperimpedanz kam. Zuerst beobachtet hatte man dieses Phänomen bei der uralten lemurischen Stoßimpuls-Generator-Plattform ZEUT-80, der man vor über einem Jahr im Sternhaufen Omega-Centauri begegnet war.
Den Vorgang aktiv zu steuern brauchte zusätzliche Energie, die dank der neuen Meiler in der JULES VERNE auch vorhanden war. Im Solsystem hatte man aber nicht wissen können, dass der Hantel durch die Umbauten der Metaläufer sowieso schon ein Vielfaches der ursprünglichen Energie zur Verfügung stand und die Hyperkristallbestände dank des Tentonischen Kristall-Donators deutlich länger vorhielten. »Vier Stunden und dreißig Minuten Flugdauer!«, meldete NEMO. »Noch eine halbe Stunde bis ans Ziel. Der hyper-energetische Widerstand ist gesunken und pendelt sich bei elf Prozent ein.«
Ahakin las die übrigen Eckdaten aller Maschinen vom Holodisplay ab. Er runzelte die Stirn. Die im Holo angezeigten Werte der Maschinen bewegten sich im normalen Bereich bis auf einen.
»NEMO, was ist mit dem Reliefstrahl?«
»Eine leichte Schwankung, Lanz. Der Wert reguliert sich in ein paar Sekunden wieder. «
Er tat es nicht. Ahakin musterte das Abbild des Reliefstrahls, der das Ergebnis einer hyperschnellen Funkmessortung auf der Basis parastabiler Feldkompensation darstellte. Die Zielstern war während des Linearfl ugs ständig zu sehen, sofern er sich nicht weiter als 800 Lichtjahre entfernt befand.
Genau dieser Zielstern wanderte jetzt langsam aus der dreidimensionalen Abbildung des fünfdimensionalen Fadenkreuzes.
»Wir ändern offensichtlich unseren Kurs«, klang es aus Coltons Sessel. »Ich warte auf weitere Anweisungen.«
Ahakins Blick wanderte automatisch zum Display seiner Konsole. Als es leer blieb, ging sein Blick hinauf zum Le-vel 2, wo er Rhodan im Sessel des Expeditionsleiters wusste. Der Unsterbliche hatte seinen Platz verlassen, ein Schatten auf der Treppe zur Galerie zeigte an, dass er zu Fuß herunterkam.
»Wir fliegen weiter«, entschied Lanz. »Solange keine extreme Abweichung auftritt, führen wir das Linearmanöver zu Ende.«
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