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SilverStripe - Installation, Konfiguration, Praxis, Erweiterung, MVC nutzen, Webservices Sicherheit, i18n, Best Practices, Formulare, Scaffolding

SilverStripe - Installation, Konfiguration, Praxis, Erweiterung, MVC nutzen, Webservices Sicherheit, i18n, Best Practices, Formulare, Scaffolding

von: Steven Broschart, Ingo Schommer

Galileo Press, 2009

ISBN: 9783836212953, 441 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 34,90 EUR

Ersparnis: 5,00 EUR

  • Enterprise PHP5 - Serviceorientierte und webbasierte Anwendungen für den Unternehmenseinsatz
    Spring & Hibernate - Eine praxisbezogene Einführung
    Projektplanung realisieren mit Project 2007 - Das Praxisbuch für alle Project-Anwender
    Web 2.0 - Eine empirische Bestandsaufnahme
    IT Service Management in der Praxis mit ITIL 3 - Zielfindung, Methoden, Realisierung
    PHP Design Patterns

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

SilverStripe - Installation, Konfiguration, Praxis, Erweiterung, MVC nutzen, Webservices Sicherheit, i18n, Best Practices, Formulare, Scaffolding


 

3 Architektur (S. 61-62)
Mit dem vorherigen Kapitel haben wir alle Vorbereitungen abgeschlossen, um SilverStripe nun endlich etwas näher zu kommen. Doch halt: Damit Sie das weitere Vorgehen und die Beschreibungen besser verstehen, möchten wir Sie zunächst mit den zugrunde liegenden Paradigmen und Techniken vertraut machen. Wir werden deshalb im Folgenden Model View Controller (MVC), Object Relational Mapping (ORM) und noch einiges mehr beschreiben. Auch wenn Sie bereits erste Erfahrungen mit diesen Techniken gesammelt haben, empfehlen wir Ihnen trotzdem die Lektüre dieses Kapitels, da wir hier auch auf die genaue Art der Implementierungen innerhalb des Frameworks eingehen werden.

3.1 Einleitung
Die moderne Software- und auch Web-Applikationsentwicklung bedient sich inzwischen immer häufiger bewährter Strategien zur Lösung von geläufigen Aufgabenstellungen. Man greift also auf standardisierte Verfahren zurück, die schnell und modular einen möglichst fehlerfreien und sicheren Aufbau einer Applikation unterstützen. Solche Verfahren werden auch Entwurfsmuster oder Architekturmuster (engl.: Design Patterns) genannt.

Die Software-Entwicklung hat im Laufe der letzten Jahre eine Vielzahl von Entwurfsmustern hervorgebracht. Viele sind aus der alltäglichen Programmierarbeit nicht mehr wegzudenken.

Die Wahl des Entwurfsmusters hängt immer von der Art der zu lösenden Aufgabe ab. An erster Stelle steht also immer eine genaue Identifizierung, um ein passendes Entwurfsmuster auswählen zu können. Gerade für Web-Applikationen und die damit verbundenen typischen Eigenarten scheint das Model View Controller (MVC) Pattern eine ideale Basis für ein schnelles, produktives und übersichtliches Arbeiten darzustellen.

Konvention vor Konfiguration
Konvention vor Konfiguration (Convention over Configuration) bedeutet für den Entwickler ein Minimum an (meist lästiger) Konfiguration. Es werden nur die Eigenschaften und Verhaltensweisen konfiguriert, die von den voreingestellten Basisannahmen abweichen. Eine Basisannahme ist beispielsweise die Benennung von Datenbanktabellen anhand der Klassennamen in den PHP-Dateien. Sie definieren also nur die Klasse und müssen diese Benennung nicht explizit für die Datenbank wiederholen – das Framework setzt einfach nachvollziehbare Standardwerte.

3.2 MVC – Model View Controller
Das MVC-Entwurfsmuster haben wir schon des Öfteren erwähnt. Und in der Tat ist es die maßgebliche strukturgebende Komponente. Wir erläutern nun ausführlich, worum es sich dabei genau handelt und wie SilverStripe dieses Konzept umgesetzt hat.

3.2.1 Grundsätzliches
Wie bereits in Abschnitt 1.1.1, »Klare Trennung der Strukturen«, kurz umrissen wurde, ist MVC die Kurzschreibweise von Model View Controller. Diese drei Begriffe benennen die unterschiedlichen logischen Einheiten, die dieses Modell für eine Applikation definiert.

Eine Einheit besteht in diesem Kontext physikalisch gesehen – wie sollte es anders sein – aus einer oder mehreren Dateien. Die Inhalte und damit auch die Funktionen dieser Dateien folgen einer zweckgebundenen Aufgabenverteilung. So wird beispielsweise eine Einheit nur für die Anzeige von Inhalten eingerichtet, die ihre Daten selbst wiederum aus einer anderen Einheit erhält.

Damit haben wir bereits eine wichtige Voraussetzung des MVC-Konzeptes genannt: die Fähigkeit zur Kommunikation. Die Einheiten müssen in der Lage sein, Informationen schnell und ohne großen Aufwand austauschen zu können. Die Gründe für eine solche Aufgabenverteilung liegen auf der Hand: Eine nach globalen Aufgaben getrennte Kapselung soll eine übersichtlichere Entwicklung mit einfacher zu wartendem Code unterstützen.