freeBook
 
 

Suchen und Finden

Titel

Autor/Verlag

Inhaltsverzeichnis

Nur eBooks für mein Endgerät anzeigen:

 

Newsletter

33 Tipps für den Umgang mit Kindern der Neuen Zeit

33 Tipps für den Umgang mit Kindern der Neuen Zeit

von: Cäcilia Brodesser

Cäcilia Brodesser, 2009

ISBN: 9783939845928, 52 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 9,90 EUR

Mehr zum Inhalt

33 Tipps für den Umgang mit Kindern der Neuen Zeit


 

8. Grenzen setzen (S. 24-25)

Grenzen zu setzen ist ein schwieriges und komplexes Thema!

Jedes Kind testet sehr bald schon die Grenzen der Eltern und der übrigen Familienmitglieder gehörig aus. Da heißt es klug zu überlegen, wo lasse ich das Kind selbst entscheiden, um einen Lernprozess zu starten und wo schränke ich die Handlung ein. Fest steht auf jeden Fall, dass ich dort Grenzen setzen muss, wo das Kind andere zu verletzen beginnt, sei es mit Worten oder Taten! Jetzt fragt sich nur, ob der Erwachsene selbst gelernt hat, sich genügend gegenüber anderen abzugrenzen oder eine zu starke Kontrolle über seine Mitmenschen ausübt? Beides ist veränderbar! Stellen Sie gemeinsam mit den Familienmitgliedern Regeln auf, was erlaubt ist und was nicht! Sie können z.B. eine große Blume auf ein Packpapier zeichnen, wo in jedem Blütenblatt eine für das Kind leicht verständliche Regel steht. So kann man es danach aufmerksam machen, welche es übertreten hat. Bei kleinen Kindern, die noch nicht lesen können, verwendet man nette Sticker, die sich das Kind selbst aussucht und sich dazu die passende Regel merkt oder zeichnet.

Wenn Sie als Erwachsener immer wieder Kritik üben, können Sie sicher sein, dass ihr Kind sie dabei genau beobachtet. Sobald Sie nun einen Fehler machen, wird auch ihr Kind nun mit Kritik reagieren. Bevor Sie nun diese Situation immer wieder von Ihrem Kind gespiegelt bekommen, würde ich Ihnen raten, Ihre Gedanken und Worte genauestens zu überprüfen, bevor Sie mit dem Kind sprechen. Ihr Kind soll auch spüren, wann es bei Ihnen oder anderen Vertrauenspersonen an die Schmerzgrenze kommt, um daraus zu lernen! Beim nächsten Mal wird es sicher andere Strategien entwickeln, um diesen Kreis zu durchbrechen und positivere Verhaltensweisen zu entwickeln.

Viele Erwachsene, meistens Mütter, neigen dazu, ihren Sprösslingen alles vom Mund abzulesen und bemerken dabei gar nicht, dass sie selbst immer erschöpfter werden. Kein Wunder, wenn man Beruf, Familie und Haushalt in Schwung halten muss! Ihren Lieblingen tun Sie aber damit nichts Gutes!

Mein 7. Tipp: Erklären Sie genau, warum es Grenzen gibt, bleiben Sie konsequent und halten sie die notwendigen Regeln ein!

Von klein auf sollten Kinder Verantwortung übernehmen, z.B. für das Her- und Wegräumen ihrer Spielsachen (anfangs mit Hilfe), für kleine Handreichungen im Haushalt (wie zum Beispiel in der Küche helfen, den Tisch decken, Schuhe putzen, etc.). Weiters kann man auch schon einem kleinen Kind zutrauen, sich um ein Haustier zu kümmern, mit einem kleineren Geschwister zu spielen oder zu basteln, der Oma oder dem Opa etwas bringen, wenn sie Hilfe benötigen, gemeinsam mit größeren Kindern in der Familie einkaufen gehen, etc. Wichtig für das Kind ist es auch zu lernen, sich allein zu beschäftigen, wenn Vater oder Mutter eine wohlverdiente Pause brauchen!

Mein 8. Tipp: Übertragen Sie Ihrem Kind auch Verantwortung, denn das stärkt sein Selbstbewusstsein und seinen Selbstwert!

Wenn die Kleinen schon einiges selbst erledigen können, haben die Eltern wieder mehr Zeit für die überaus wichtige Kommunikation mit ihren Kindern. Auch wenn es uns Erwachsenen schwer fällt, auf die vielen Fragen, die Kinder stellen, um ihr Weltbild zu vergrößern, immer wieder einzugehen, sollten wir es trotzdem mit großer Geduld und Freude tun. Nehme ich mir dafür keine Zeit und ignoriere das Kind immer wieder, kann es sein, dass sich das Kind nicht angenommen fühlt, keine Fragen mehr stellt und sich in sich zurückzieht. Das wäre nicht der richtige Weg. Später werden Sie an Ihren Kindern sehen, was Sie in sie investiert haben! Mein 9. Tipp: Üben Sie Geduld und kommunizieren Sie mit ihrem Kind so oft es geht!

9. ICH- Botschaften

Welche Botschaften gebe ich weiter und wie bringe ich sie richtig meiner Tochter oder meinem Sohn näher? Vorerst haben wir alle zu lernen, aus den DU- Botschaften auszusteigen und sie zu ICH- Botschaften umzuwandeln. Bisher standen vorwiegend Befehle: Wie „du sollst, du musst,…" im Vordergrund. Die neuen Kinder fordern von uns ICH- Botschaften, wie z.B.: „Ich freue mich, wenn du deine Spielsachen allein wegräumst!" Danach haben Sie gemeinsame Freizeit, die sie sinnvoll mit Ihrem Kind nutzen können. Der Umstieg von einer befehlsartigen DU- Botschaft zu einer partnerschaftlichen und liebevollen ICH- Botschaft erfordert einen längeren und nicht so einfachen Lernprozess. Dies betrifft nicht nur Eltern sondern alle Erwachsenen, die mit dem Kind zu tun haben. Es ist nicht nur im Umgang mit Kindern ratsam, diese Art der Kommunikation anzuwenden.

Mein 10. Tipp: Geben Sie ihrem Kind ICH- Botschaften anstelle von DU- Botschaften!