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Die blaue Hand

Die blaue Hand

von: Edgar Wallace

PeP eBooks, 2004

ISBN: 9783894803063, 180 Seiten

Format: ePUB, PDF

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 2,49 EUR

  • Zwischen Formation und Transformation - Die Religionen Europas auf dem Weg des Friedens
    Totenmesse - Thriller
    Die Odyssee des Fälschers - Die abenteuerliche Geschichte des Konstantin Simonides, der Europa zum Narren hielt und nebenbei die Antike erfand
    Todesahnung - Thriller
    Sag Fuck It! - Kleines Buch, große Wirkung
    Der sterbende Detektiv - Roman
    Trenn Dich schlank - Abnehmen mit Trennkost für eine Person
    Der wunde Punkt - Roman
  • Katechetische Blätter. Zeitschrift für Religionsunterricht, Gemeindekatechese, Kirchliche Jugendarbeit, Heft 4/2004
    Die Blüte des Eukalyptus - Roman
    Eine Szene im Theater der Unendlichkeit - Max Beckmanns Dramen und ihre Bedeutung für seine Bildrhetorik
    Glaubensgenossen in Not - Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und die Hilfe für aus rassischen Gründen verfolgte Protestanten. Eine Dokumentation
    Der Hebammenkreißsaal - Ein Versorgungskonzept zur Förderung der physiologischen Geburt
    Gipfeltreffen 4 - Ein Buch zum Nachlesen und Nachgehen
    Sprachkritik in der Schule - Theoretische Grundlagen und ihre praktische Relevanz
    Migrations- und Integrationsforschung – multidisziplinäre Perspektiven - Ein Reader
 

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Die blaue Hand


 

38 (S. 146-147)

Auch Eunice hatte ihren Kakao ausgetrunken und wartete. Sie fühlte sich ein wenig wohler, nur noch sehr müde. Die Auswirkungen der Spritzen hatten ganz aufgehört. Digby schien irgendwohin vorausgefahren zu sein, und sie war froh, daß sie ihn jetzt wenigstens nicht sehen mußte. Was würde dieser Tag bringen? Villa kam herein. »Sind Sie fertig, Miss?«

Er trug einen schweren Mantel, hatte einen pelzgefütterten Helm auf und sah mit seinem Bart wie ein Russe im Winterpelz aus. Sie wunderte sich, daß er an einem so warmen Morgen so dick angezogen war, doch half er auch ihr in einen ebenso schweren Mantel. »Kommen Sie!« Er führte sie zum Flugzeug. Jim, der seinen Platz auf dem Fliegersitz schon eingenommen hatte, wandte sich halb um - Eunice! Villa führte sie am Arm. Sie sah sehr vorteilhaft aus.

»Steigen Sie ein!« Villa stützte ihr den Arm beim Einsteigen und half ihr auf einen der beiden hinteren Sitze. »Ich werde den Propeller anwerfen! « sagte er zum Piloten und ging nach vorn. Jim, dessen Gesicht die große Schutzbrille fast ganz verdeckte, nickte. Er durfte sich nicht mehr umdrehen. Die Motoren setzten mit großem Getöse ein. Als sie ruhiger liefen, schrie Jim in dem immer noch beträchtlichen Lärm: »Schnallen Sie die Dame fest!« Villa kletterte flink zu seinem Sitz hinauf. Jim wartete, bis der Lederriemen um Eunice befestigt war, dann brachte er die Motoren auf Touren. Es war eine ideale Abflugstelle. Die Maschine rollte über die Wiesen, steigerte von Sekunde zu Sekunde ihre Geschwindigkeit, Jim zog das Höhensteuer an - das Stoßen hörte auf, das Flugzeug erhob sich in die Luft.

Eunice war noch nie in ihrem Leben geflogen. Für einen Augenblick vergaß sie ihre gefährliche Lage ganz. Sie hatte das Gefühl, als ob nicht das Flugzeug sich von der Erde erhöbe, sondern die Erde unter ihr wegsänke. Sie hoben sich immer höher und höher. Villa war darüber höchst erstaunt. Bronson kannte doch den Weg nach Kennett Hall, er mußte sich nicht erst aus der Höhe orientieren. »Herrlich!« rief Eunice aus.

Doch Villa hatte kein Auge für die Schönheit der Gegend. Er konnte sich mit dem Piloten nur durch das Bordtelefon verständigen. Jim hatte den Hörer um den Kopf geschnallt. Nach einer Weile hörte er Villa fragen: »Worauf warten Sie eigentlich noch - Sie kennen doch den Weg?« Jim nickte. Den Weg nach London kannte er wohl - wenn er erst einmal die Eisenbahnlinie gesichtet hätte. Eunice schaute erstaunt auf die weite Fläche, die wie ein Schachbrett da unten lag. Weiße und blaue Linien und Bänder zogen darüber hin, es mußten Wege und Kanäle sein, und die grünen und braunen Flecke waren Felder und Weiden. Kleine Wolken, wie Schleier zwischen ihnen und der Erde ... Das Verhalten ihres Begleiters schreckte sie aus ihrer versunkenen Betrachtung auf. Sie sah ihn von der Seite an. Er war rot im Gesicht und brüllte etwas in die Muschel, das sie bei dem ohrenbetäubenden Lärm der Motoren nicht verstehen konnte. Sie sah nur, daß der Pilot nickte und die Maschine nach rechts steuerte.

Villa schien darüber befriedigt, denn er ließ sich in seinen Sitz zurücksinken. Ganz langsam wandte sich die Spitze des Flugzeugs wieder südwärts. Lange Zeit bemerkte Villa es nicht. Erst als er die Stadt vor sich sah, schrie er von neuem ins Mikrophon. »Fliegen Sie nach rechts, Bronson! Sind Sie verrückt? Haben Sie völlig den Verstand verloren?

« Das Manöver begann von vorne. Aber Villa war nun auf der Hut, sein Ton wurde drohend. »Was ist mit Ihnen los, Bronson?« »Nichts. Ich weiche nur einer gefährlichen Luftströmung aus.« Villa glaubte immer noch, daß Bronson am Steuer sitze. Jim flog jetzt konstant nach Westen. Er hätte Bronson nach dem Ziel fragen sollen. Daß aus seiner Unkenntnis Schwierigkeiten entstehen könnten, daran hatte er nicht gedacht. Er wollte unbedingt nach London fliegen. Noch einmal versuchte er abzudrehen. »Gehorchen Sie jetzt, oder ...« brüllte ihm Villa ins Ohr. Jim spürte die Pistole auf seiner Schulter. Er drehte den Kopf zurück. Eunice, die den Vorfall fassungslos beobachtete, erkannte ihn und stieß einen Schrei aus. Villa sprang auf und beugte sich vor.