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Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

von: Dieter Schlesak

Dieter Schlesak, 2009

ISBN: 9783939845898 , 279 Seiten

Format: PDF, OL

Kopierschutz: DRM

Windows PC,Mac OSX Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Windows PC,Mac OSX,Linux

Preis: 7,99 EUR

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Gibt es ein Leben nach dem Tod?


 


Dieter Schlesak ist in Transsylvanien geboren, er ist ein bekannter deutscher  Lyriker, Essayist, Romancier, Forscher, Publizist und Übersetzer. Dieter Schlesak lebt seit  1973 in der Toskana und in Stuttgart. Er ist Mitglied des deutschen P.E.N.-Zentrums und des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland (London). 

Preise/Stipendien. Er hat viele Ehrungen und Preise erhalten. Zuletzt für das Gesamtwerk die Ehrengabe der Schillerstiftung/Weimar 2001. 2005: wurde er Dr. Phil. h.c.; 2007 erheilt er den Premio Umberto Saba, “Trieste Scritture di Frontiera”.und den Maria-Ensle-Preis der Baden-württembergischen Kulturstiftung.

Dieter Schlesak hat sich sein Leben lang mit  Grenzthemen beschäftigt, auch mit Psychiatrie, Kunstpsychiatrie und Religion, mit  Buddhismus, Tantraphilosophie und Parapsychologie. In allen seinen Büchern  (es sind über dreissig) hat dieses erlebte Wissen, hat Spiritualität als Reifeprozess seinen Niederschlag gefunden.

 

„Dieter Schlesak ist ein ungeheuer vielseitiger Poet und Schriftsteller, ein poeta doctus. Er schreibt, wie von Furien getrieben, das Leben, den Tod, die Liebe, die Welt im Großen und im Kleinen zu erfassen. Er ist neugierig, skeptisch, voller Zweifel und voller Enthusiasmus - dabei immer auf Entdeckungsreisen. Der einzig feste Halt sind die Wörter, ist die Sprache, die er mit virtuoser Kunstfertigkeit und mit höchster Sorgfalt, geradezu liebevoll oder libidinös in Szene setzt, sei es in der Prosa, sei es im Gedicht. Und mit einem Gedicht möchte ich auch die Vorstellung seiner Person beginnen, denn daraus erfahren Sie etwas von der verschlungenen Befindlichkeit dieses heute zu ehrenden Schriftstellers.

 Schlesaks erstes großes Oeuvre ist der Roman  "Vaterlandstage und die Kunst des Verschwindens", erschienen 1986, 15 Jahre hat er daran geschrieben. Einen Gedankenroman hat ihn jemand genannt - es sind die verarbeiteten Erfahrungen des 20.Jahrhunderts mit allen ihren Verwerfungen und Abgründen. Eine Art  Vermächtnis der Erinnerung über allgemeine und persönliche Geschichtserfahrung, über Vertreibung, Außenseitertum, Schuld und Verantwortung - über Menschen, die zum leeren Ort verurteilt wurden.  Auch die Rückkehr ins vermeintlich Vertraute endet in der Enttäuschung. In "Vaterlandstagen" gesteht der Ich-Erzähler: "Es kam mir alles sehr weit entfernt vor, obwohl es heißt, ich sei hier zu Hause ...gewesen...ja, gewesen....eine Art Krankheit, ein Gewesener zu sein, und schien doch das Bild mit Leben zu füllen, Angehöriger einer sehr schwerblütigen Menschenart. Und hatte nie gefallen gehabt an der Gegenwart. Zukunft als Angst erlebt, wie alle meine Leute; die Vergangenheit als riesiger Raum verbrauchter Erfahrung zog mich an, als wäre ich beauftragt, diesen Berg des Verlorenen, der wächst jeden Tag, abzutragen; schwitzend; - in Zeitnot."

Ein Roman, so glaube ich, der zu früh erschienen ist und deshalb nicht die Anerkennung erhalten hat, die ihm gebührt; vielleicht nur fünf Jahre später, und er hätte höchste Aufmerksamkeit hervorgerufen, als nämlich die Sensibilität für die Ost/West-Schieflagen  durch den Fall der Mauer, durch die Aufhebung der Teilung Europas, geschärft war.

Der zweite Roman "Der Verweser" erschien im Jahr  2002, ist angelegt als Fiktion in der Fiktion. Aus der Ich-Perspektiv eines in der Toscana lebenden Schriftstellers wird eine Liebes- und Mord-Geschichte in Lucca im 16.Jahrhundert erzählt.

Zurück ins Jahr 1969 führt der Liebesroman "Romans Netz", erschienen 2004.

2006 erschien sein bewegender Dokumentarroman "Capesius, der Auschwitzapotheker" -  Schlesak hat Jahre daran gearbeitet und recherchiert - der Roman wurde hier im Literaturhaus Stuttgart im Januar vorgestellt. Aufgearbeitet wird darin die Geschichte eines Apothekers, der aus Schäßburg, der Heimatstadt von Dieter Schlesak stammt, und sein Unwesen in Auschwitz trieb - es ist die Verbrecherkarriere eines ganz normalen Spießers - noch viel mehr aber ist es die Leidensgeschichte von Menschen, die ihm ausgeliefert waren. Es geht aber auch um die Vorgeschichte in Rumänien und die unrühmliche Nachgeschichte dieser Person in der wieder erstandenen Bundesrepublik Deutschland.

Jetzt im Herbst erschien  sein jüngster Roman "VLAD, die Dracula-Korrektur",  - ein Roman, der tief nach Transsylvanien im 15. Jahrhundert zurückführt.

 Seine Erfahrungen, Ansichten und Einsichten hat Dieter Schlesak in vielen Essay-Bänden veröffentlicht. Ich möchte nur einige Titel nennen, denn sie lassen durchschimmern, worum es dem Autor geht: "Visa. Ost-West.Lekionen" (1970), "Wenn  die Dinge aus dem Namen fallen" (1991), "Stehendes Ich in laufender Zeit" (1994), "So nah, so fremd. Heimatlegenden" (1995), "Zeugen an der Grenze unserer Vorstellung" (2005)

Gedichte hat Dieter Schlesak immer geschrieben, und sie in zahlreichen Bänden veröffentlicht.  Seine biographischen wie auch die historischen Bruchlinien verdichten sich in dem Band "Weiße Gegend - Fühlt die Gewalt in diesem Traum" (1981)."Hirnsyntax" hat er einmal seine poetischen Einlassungen genannt. Das schillernde Wort 'Los'  steht über drei Gedichtbänden:  "Grenzen Los", "Namen Los" und seine Liebesgedichte "Herbst Zeit Lose"  - geschrieben in drei Substantiven. Dieter Schlesak lauscht auf die 'Wortzwischenräume', den 'Zwischensinn'. Es sind Liebes und Todesgedichte, Gedichte der Sehnsucht, Gedichte über Verlust, über Angst, über Schmerz, über Grenzerfahrungen aller Art. Vergangenheit und Gegenwart fließen in einem Mahlstrom ineinander.

 

Schreiben bedeutet für Dieter Schlesak Leben, und damit möchte ich den Stab weiterreichen zur Verleihung des Maria-Ensle Preises durch die Kunststiftung Baden-Württemberg.

 (Lerke von Saalfeld  im Literaturhaus Stuttgart  Preisrede bei der Entgegennahme des Preises der Kunststiftung Baden-Württemberg 2007 )

 

Die neuesten Bücher:

Lyrik: Heimleuchten, Gedichte, Ludwigsburg 2009; Ich liebe, also bin ich,  Hamburg, Klingenberg 2009; als e-books: Tunnelleffekt, fixpoetry, Hamburg 2008, Settanta volte sete, fixpoetry. Hamburg 2008; Heimleuchten, Shaker media, Aachen 2008; Lippe Lust, fixpoetry, Hamburg 2009. Prosa und Essay: Capesius, der Auschwitzapotheker, Dietz Verlag Bonn 2006: Übersetzungen ins Rumänische, Ungarische, Polnische, Italienische; Capesius, der Auschwitzapotheker, 2. verbeserte Auflage, Hora Verlag, Sibiu Hermannstadt, Oktober 2009

Vlad. Die Dracula-Korrektur, Ludwigsburg 2007, 2008; Der Tod und der Teufel. Materialien zu Vlad. Die Dracula-Korrektur, Ludwigsburg  2009.

Über Dieter Schlesak: Sprachheimat. Dieter Schlesak. Ein Lebenswerk in Zeiten von Diktatur und Exil. Herausgegeben von Jürgen Egyptien, George Guţu  und Maria Irod, Pop Verlag und Verlag der Universität Bukarest Dezember 2009.

Als e-books: Romans Geister. Roman, shaker media, Aachen 2008; Vlad. Die Draculakorrektur, Roman, shaker media, Aachen 2008; Der Tod und der Teufel, Materialien zu Vlad, shaker media, Aachen 2008; Romans Netz, ein Liebesroman, beams e-book, 2008; Zwischen Himmel und Erde, Gibt es ein Leben nach dem Tod, ciando, München 2009; Transsylwahnien, Roman, ciando, 2009;

 

Einige Kritikerstimmen:


Dieter Schlesak ist ein sinnierender, ein brütender Geist, der fortwährend über das Geheimnis unserer Existenz, über den, wie er sagt, "Abgrund dieser Gegenwart" sich beugt. In dieser Hinsicht ist er dem 1979 verstorbenen Ernst Meister verwandt. Das Erstaunliche dabei ist, die Kritik hat schon darauf hingewiesen, wie weit Dieter Schlesak thematisch und formal zurückgeht: Bis zur Barockzeit mit ihren metaphysischen Spekulationen. Diese Tradition kam dem Lyriker unserer Tage entgegen.

Rudolf Hartung, Sender Freies Berlin

Indien ist nicht weit; Ihr geistiger Weg mußte zu einer Form der Mystik führen. Dennoch ist die äußere Welt auch da - von Siebenbürgen bis nach Mexiko; wobei immer im Hintergrund die Suche nach einer andern Wahrheit steht, einer tiefen Wahrheit, die der Geschichte entkommt oder sie überschreitet.

E.M. Cioran, in einem Brief an den Autor

Vertiefung der Sprache zu An-Deutungen; Bilder als Spiegel innerer Vorgänge von Schau und Abwehr, von Versenkungen, ja, geistigen Andachten und Grenzahnungen, wo sich das Wort versagt. Die deutsche Sprache ist Schlesak Notbehelf im Geistigen. Seine Mystik, gespeist aus einem unmittelbaren Bezug zu uralt trächtigem Kulturboden -der Autor lebt zumeist in Italien - wendet sich in Auffächerungen unserer Identität zu.

Inge Meidinger-Geise, Die Warte

Seit Goethes und Jean Pauls Zeiten gehört Schlesak zu den beeindruckendsten Traumerzählern.
Holger Jergius, Nürnberger Zeitung


Das "Aus-Land" ist freilich mehr als nur Chiffre für ein individuelles Außenseiterdasein. Letztlich meint sie eine existentielle Sackgasse: die Fremdheit des Menschen im ,,Gefängnis" seines Körpers und der Zeit, die angesichts des Massenvernichtungspotentials auf ihr Ende zutreibt. Was bleibt, sind tastende Ausgriffe in den Bezirk der Mystik. Hans-Rüdiger Schwab, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Ausführungen von Dieter Schlesak haben den Vorzug der Klarheit. Was bei Heiner Müller bisher dunkel "deutsches Verhängnis", "Kolonisation" oder "Überfremdung, bei Volker Braun locker "das nicht Nennenswerte" hieß und von Christa Wolf als "dunkle wilde Jagd" bedichtet wird ... was also zwischen Kreuzestod und altfränkischer Schicksalsrhetorik kaum hinreichend verständlich wurde (...) ist hier plötzlich deutlich."

Iris Radisch, DIE ZEIT

Sein Ich ist sich des Zeitsprungs gewiß, sein Ich warnt den Leser vor allzu großen Erwartungen: Was wirklich wahr ist, gibts noch nicht./ Und alles andere ist vergangen./ Die schnelle Geschwindigkeit dieses Tages/ setzt du auch morgen nicht zusammen. Die enge Verbindung von gegenwärtigem Geschehen, das das Bewußtsein noch nicht aufnehmen kann, und einer eben abgelaufenen Vergangenheit, die als Traumsequenz in eine Zukunft reicht, in welcher alles erst entwickelt wird, was im Präsens zu schnell vorüberjagt - ist der Übergang, in dem das Schlesaksche Ich stehengeblieben ist, um in der Fülle des Augenblicks seine vielschichtigen Beobachtungen machen zu können. Es wählt den quälenden Weg der Offenlegung von Wunden im Zeitbewußtsein am Ende des 20. Jahrhunderts.

Wolfgang Schlott, Kommune 2


Mit seinem Band "Herbst Zeit Lose. Liebesgedichte" schließt sich Schlesak an die Tradition einer Liebeslyrik an (…) - einer Lyrik, mit der wir Namen wie Catull und Horaz verbinden, die Liebesgenuß und -erfüllung preist. Sie begegnet uns auch in Goethes "Römischen Elegien", deren Titel in einer Handschrift noch "Erotica Romana" lautet… Ein an barocke Vergänglichkeitsklagen erinnernder Ton ist Signal: das Begehren nach dem Augenblicksbegehren verstummt; wahre Liebe will Ewigkeit. "Doch die Liebe ist Leben für immer", heißt der Sammeltitel für eine der Gedichtreihen.… die poetischen Bilder leiten uns unaufdringlich, aber unausweichlich zur Frage nach unserer Endlichkeit, kurz, dies ist ein großes Gedicht. 

Walter Hink, Frankfurter Allgemeine Zeitung

(Ein Gedicht wurde in die „Frankurter Annthologie“ von Marcel-Reich Ranicki,  Band 31, aufgenommen)

 

 

Über Leben und Werk beim LiteraturportLiterarisches Colloqium: http://www.literaturport.de/index.php?id=26&no_cache=1&user_autorenlexikonpi1%5Bal_aid%5D=871&user_autorenlexikonfrontend_pi1%5Bal_opt%5D=2