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TRAUMKUNST, IRRENKUNST, PATIENTENERFAHRUNGEN UND NAHTODERLEBNISSE (S. 113-114)
Alfred Lischka war ein Pionier der ersten Stunde; ich hatte ihn in den siebziger Jahren über meinen Florentiner Freund, den Ing. Hoffmann aus Florenz, kennengelernt, mit dessen Bremer Freundin T. und einem Südtiroler Paar wir in unserem Haus sogar einmal eine Séance abgehalten hatten.
Die beiden hatten eine Unmenge Tonbandprotokolle, die Hoffmann im Schlaf und in medialen Zuständen gesprochen hatte, aufgezeichnet, wo Begegnungen mit seltsamen „Entitäten“ nicht selten waren. Lischka hatte uns dann hier in unserem Haus in Agliano besucht und viel aus seinen OBE, seinen Seelenwanderungserfahrungen, erzählt, das klang damals alles unglaublich. Leider hatte ich seine Erzählungen nicht aufgenommen.
Seine Technik der Bewusstseinskontrolle leuchtete mir ein, nämlich den Schlafzustand, der ja ein Bewusstseinsverlust ist, und in der Yoga-Meditation einer hohen Stufe des Sinneszurücknahme ähnelt, zu nützen, um in jene prämortalen Regionen des Seelenreisens zu kommen, die ja auch die Schamanen ekstatisch erreichen können, und dem OBE, den außerkörperlichen Zuständen gleichen. Doch er ließ sein Buch mit einer Widmung zurück. Und darin beschreibt er seine höchst aufschlussreiche Technik der Traumkontrolle, die mich damals dazu brachte, ein ganzes Jahr lang Traumtagebuch zu schreiben, um so ähnliche Erfahrungen zu machen, zumindest zu wissen, was ich träume. Das Notizbuch lag neben mir, ich gab mir vor dem Einschlafen Traumbefehle, aufzuwachen, um aufzuzeichnen, was passiert.
Und es gab vieles an Klarträumen, die Seelenreisen und Außerkörperlichkeit genannt werden können. Einen solchen „Traum“, meinen Flug über das Meer, habe ich hier auch aufgeschrieben. In jenen Jahren, um 1976/77 kam viel zusammen an alternativem Erleben, ich begann nach einer Initiation meine tägliche tantrische Meditation, besuchte die Heilanstalten, um die Kunst der Patienten zu studieren, verbrachte viel Zeit in der geöffneten Heilanstalt von Arezzo, und beschrieb für Rowohlt das Basaglia-Experiment einer alternativen Psychiatrie. Und was mir bei der Patientenkunst auffiel: Oft werden Landschaften und Städte aus der Flugperspektive gemalt, wie aus der Vogelschau gesehen. Hatten diese Patienten OBE-Erlebnisse?
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