dummies
 
 

Suchen und Finden

Titel

Autor/Verlag

Inhaltsverzeichnis

Nur ebooks mit Firmenlizenz anzeigen:

 

Reise Know-How CityTrip Berlin

von: Kristine Jaath

Reise Know-How Verlag Peter Rump, 2018

ISBN: 9783831746132 , 156 Seiten

9. Auflage

Format: PDF, ePUB, OL

Kopierschutz: Wasserzeichen

Windows PC,Mac OSX geeignet für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones Online-Lesen für: Windows PC,Mac OSX,Linux

Preis: 9,99 EUR

Exemplaranzahl:


Mehr zum Inhalt

Reise Know-How CityTrip Berlin


 

Berlin entdecken


Berlin, wie haste dir verändert!


Als Berlinerin wird man oft gefragt: Was ist das Typische an der Stadt? Und ich antworte: „Immerfort zu werden und nie zu sein.“ Denn treffender als mit diesem mehr als 100 Jahre alten Ausspruch von Karl Scheffler kann man die Spree-Metropole kaum beschreiben. Diese Stadt, die nie fertig wird, sondern sich immer wieder neu erfindet.

Legen Sie mal folgende Berlin-Bilder nebeneinander: Die 1980er-Jahre: Berlin ist eine geteilte Stadt, hier der eingemauerte Westteil mit Ku’damm-Glitzer und Kreuzberg-Punk, da die Hauptstadt der DDR, prachtvoll Unter den Linden, realsozialistisch das neue Zentrum und grau in grau alles drumherum. Die 1990er-Jahre: Zwischen Potsdamer Platz {79}, Hauptbahnhof und Friedrichstraße {49} entsteht eine komplett neue Stadtmitte (!), während die maroden Altbaukieze im ehemaligen Ostteil zu Abenteuerplätzen für eine kreative Subkultur werden. Gegensätze von Anarchischem und Metropolitanem, Kaputnik-Schuppen und Glaspalast bilden das neue Berlin-Programm und kulminieren in den „Nuller-Jahren“ zum berühmten Berlin-Slogan: „arm, aber sexy“. Immer mehr Kreative aus aller Welt lockt der Berlin-Spirit an. Ihnen folgen die Spekulanten und Immobilienentwickler. Die zahlreichen Zwischennutzer und Strandbaristas müssen weiterziehen, denn die letzten innerstädtischen Brachen werden teuer bebaut, Altbauten luxussaniert und Industrieruinen in Showrooms und Lofts umfunktioniert. Wer diese drei Berlin-Bilder nebeneinander legt, wird – wenn er es nicht besser wüsste – meinen, er habe es jedes Mal mit einer vollkommen anderen Stadt zu tun.

Seit dem Mauerfall sind über 3 Mio. Menschen neu nach Berlin gezogen – und 2,7 Mio. weg, fast ein kompletter Bevölkerungsaustausch! Aber auch das ist nichts Neues, sondern hat lange Tradition. Migration war schon immer ein tragendes Fundament in der Stadt. Einwanderer haben Berlin immer (mit-)gemacht, angefangen bei den Hugenotten im 17. Jahrhundert über die Juden, Polen und Russen um die Wende zum 20. Jahrhundert bis hin zu den türkischen und kurdischen „Gastarbeitern“ (Westberlin) und ­vietnamesischen oder angolanischen „Vertragsarbeitern“ (Hauptstadt der DDR) und heute jungen Menschen aus aller Welt, die mit der Spree-Metropole Freiheit und einen guten Start in die Zukunft verbinden.

Die wahren Berliner Konstanten sind deshalb der Ideenreichtum und die Experimentierfreudigkeit, die Weltoffenheit, die Wandlungsfähigkeit, die Vielfalt und Multikulturalität dieser Stadt. Alles andere verändert sich ständig und macht die deutsche Hauptstadt immer wieder von Neuem spannend. Seien Sie also herzlich willkommen in Berlin! Und mögen Sie die Spree-Metropole in allen ihren bunten Facetten entdecken und genießen.

Berlin an einem Wochenende


Die berühmtesten Sehenswürdigkeiten im Herzen der Hauptstadt lassen sich zwischen Alexanderplatz, Brandenburger Tor und Kurfürstendamm gut in zwei Tagen erwandern. ­Wahlweise bieten sich außerdem verschiedene schöne Abstecher an, um die spannendsten Sights im ein oder anderen Stadtbezirk zu ­entdecken.

1. Tag


Um sich einen ersten großartigen Überblick über Berlin zu verschaffen, empfiehlt es sich, mit einem Besuch der Reichstagskuppel {7} nahe dem Brandenburger Tor zu starten, oder – noch höher hinauf – den Fernsehturm {43} am Alexanderplatz zu erklimmen. Kaum irgendwo geht die Rundumsicht über das Häusermeer weiter in die Ferne als vom Fernsehturm aus, leider ist der Eintrittspreis recht happig. Den Regierenden hingegen kommt man kaum näher als in der gläsernen Reichstagskuppel, wo einem, während man das grandiose Hauptstadtpanorama genießt, die Bundestagsabgeordneten gewissermaßen „zu Füßen“ sitzen. Hier ist der Eintritt kostenlos, allerdings muss man sich rechtzeitig vorher anmelden (–>).

Ein anschließender Bummel auf Berlins Prachtboulevard Unter den Linden {10} vom Brandenburger Tor {1} zum Alexanderplatz {44} (siehe hierzu auch den Spaziergang 1 auf –>) führt auf kurzer Wegstrecke an zahlreichen der eindrucksvollsten Bauwerke vorbei, mit denen die Spree-Metropole aufwarten kann.

Freunde der Antike und der Kunst sollten viel Zeit für den Besuch der weltberühmten Museumsinsel {28} einplanen, während Geschichtsinteressierte gleich in der Nachbarschaft im Zeughaus mit dem Deutschen Historischen Museum {21} oder auch im DDR-Museum (–>) auf ihre Kosten kommen. Letzteres ist auch für Kinder spannend.

Abends steht in Berlin natürlich Ausgehen auf dem Programm. Für Leib und Magen bietet die Stadt vom Fünfsternerestaurant über deutsche und internationale Restaurants bis hin zu Biergärten, Kneipen und Brutzelbuden alles, was man sich kulinarisch nur wünschen kann. Eine kleine Auswahl haben wir hier zusammengestellt –>.

Für Freunde der ernsten Musik kommt vielleicht eine Aufführung in einem der Opernhäuser, im Konzerthaus Berlin/Schinkelsches Schauspielhaus {48} oder in der Philharmonie {84} in Betracht. Wer die leichte Muse bevorzugt, dem seien der Friedrichstadt-Palast {61} oder das Theater des Westens (–>) empfohlen. Das allnächtliche Konzertangebot für Jazz, Rock, Pop, Hip-Hop, Indie, Techno, Reggae, Disco, DUB oder Punk u. v. m. ist immens. Die wichtigsten Locations mit den zugehörigen Web-Adressen haben wir hier für Sie aufgelistet –>.

Und wer das gesprochene Wort präferiert: Führend unter den Berliner Sprechbühnen (–>) sind das Berliner Ensemble {59}, das Deutsche Theater {60}, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz (–>) oder das Hebbel am Ufer (–>).

2. Tag


Ging es am ersten Tag ins östliche Zentrum, führt der zweite Tag in den Westen. Dort gehören der Potsdamer Platz {79} und das Kulturforum {85} zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten, bevor man über den Tiergarten {88} die West-City mit Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche {94} und Kurfürstendamm {97} erreicht (siehe auch Spaziergang 2 auf –>).

Auch hier sollten Kunstliebhaber wieder viel Zeit mitbringen, denn die Gemäldegalerie am Kulturforum {85} zeigt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 13. bis 18. Jh. (Die Neue Nationalgalerie {86} mit herausragender Kunst des 20. Jahrhunderts ist wegen Sanierung die nächsten Jahre leider geschlossen.)

Für Berlin-Besucher mit Kindern ist der Zoologische Garten {91} ein beliebter Anziehungspunkt. Nahebei zählen am Bahnhof Zoo {92} das Museum für Fotografie (–>) und die C/O-Galerie (–>) zu den weltweit bedeutendsten Ausstellungsorten für Fotokunst.

Nur wenige Schritte davon entfernt erheben sich am Breitscheidplatz das Europa-Center {95} und die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche {94}. Hier hat man die Wahl zwischen einem Shopping-Bummel rechts zum Kurfürstendamm mit seinen Edelboutiquen oder links über die Tauentzienstraße {93}, an der sich ein Kaufhaus ans andere reiht. Höhepunkt der Waren-Parade ist das KaDeWe {96} am Wittenbergplatz mit Europas größter Schlemmer- und Feinkostabteilung in der 6. Etage.

Zum abendlichen Ausgehen prädestiniert ist neben der Spandauer Vorstadt (–>) rund um die Hackeschen Höfe {66} außerdem der Prenzlauer Berg (–>), wo es die Stadtbohème in den Kiez zwischen Kollwitzplatz {103}, Kulturbrauerei {106} und Kastanienallee zieht. Etabliert in Kunst und Kultur zeigt sich das Publikum in den Bars und Restaurants rund um den Charlottenburger Savignyplatz. Cool oder auch ballermannmäßig geht es auf der Party-Piste in Friedrichshain-Kreuzberg zu. Von der Simon-Dach-Straße und dem RAW-Gelände reicht der Party-Trail (–>) über den Kreuzberger Wrangelkiez bis nach „Kreuzkölln“ mit einer großen Auswahl an Kneipen, Klubs, Bars.

Aber vielleicht steht der Sinn mehr nach Kabarett, Kleinkunst und Brett’lbühne (–>)? Oder nach einer politischen Diskussionsveranstaltung? Oder einer Wanderung zu den Berliner Bienenweiden? Die unzähligen Veranstaltungen an einem Tag sagen vor allem eins: Berlin ist immer eine Reise wert!

Wenn noch Zeit bleibt an einem Wochenende (oder auch beim nächsten Besuch), sollte man Folgendes nicht verpassen:

> die geschichtsträchtige Friedrichstadt (–>) vom klassizistischen Gendarmenmarkt {45} über die Friedrichstraße {46} zum Checkpoint Charlie {48}

> gediegen im alten Westen: Charlottenburg zwischen Zoologischem Garten und Schloss Charlottenburg {98}

> Friedrichshain-Kreuzberg (–>): legendär für...