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Wissenstransfer in computerfachlichen Zeitschriftenartikeln - Eine linguistische Analyse der fachexternen Wissensvermittlung im multilingualen Kontext

Wissenstransfer in computerfachlichen Zeitschriftenartikeln - Eine linguistische Analyse der fachexternen Wissensvermittlung im multilingualen Kontext

von: Attila Mészáros

UVRR Universitätsverlag Rhein-Ruhr, 2009

ISBN: 9783940251381, 293 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 44,99 EUR

Ersparnis: 4,91 EUR

Mehr zum Inhalt

Wissenstransfer in computerfachlichen Zeitschriftenartikeln - Eine linguistische Analyse der fachexternen Wissensvermittlung im multilingualen Kontext


 

1 Einführung (S. 19-20)

1.1 Problemstellung

„Imagine a new century, full of promise, molded by science, shaped by technology, powered by knowledge.“
Mit diesen Worten hat 1997 Bill Clinton (1997), ehemaliger US-Präsident, seinen Aufsatz über die Rolle des Wissens im 21. Jahrhundert in der Zeitschrift Science eröffnet. Tatsache ist, dass Schlagwörter wie Informations- und Wissensgesellschaft in aller Munde sind. Der Information und dem Wissen überhaupt wird eine stets wachsende Bedeutung zugeschrieben. Das Kennzeichen dieses neuen Zeitalters ist die Wissensexplosion. Dies ist ein Phänomen, welches sowohl das Denken als auch das Handeln der modernen Gesellschaften fundamental veränderte. Durch die Vermehrung von Informationen wird das Wissen zum Allgemeingut, das nicht mehr nur der privilegierten Schicht der Experten, sondern auch dem Alltagsmenschen, d. h. dem Laien zugänglich gemacht werden soll. Das Interesse an Informationsaufnahme seitens der Laien besteht schon seit langem, sie wollen am Wissen beteiligt werden. Damit werden die Experten bzw. die in den Wissenstransfer einbezogenen Mittler unter Druck gesetzt, für Laien verständliche Inhalte zu produzieren. Sie werden gleichzeitig mit den Anforderungen konfrontiert, einerseits Fachwissen für Außenstehende adressatenspezifisch, d. h. in einer für Laien verständlichen Form zu vermitteln und andererseits dabei Expertentum zu zeigen, um glaubwürdig zu wirken (Sandig 2007:25).

Besonders charakteristisch sind diese Prozesse im Computerfachbereich. Dieses Fachgebiet zeichnet sich durch eine außergewöhnlich rasche Entwicklung aus. Man findet kaum noch einen Lebensbereich, wo Computer nicht regelmäßig zur Anwendung kommen1. Die Computerisierung avancierte somit zum Symbol des neuen, sog. digitalen Zeitalters. Sie brachte zugleich manche Anforderungen sowohl an Laien als auch an Experten mit sich, vor allem die Anhäufung des sog. Computerfachwissens. Neue Technologien generieren neues Wissen, das mit Hilfe der Sprache „veranschaulicht“ und vermittelt wird. Auf diese Kenntnisse greifen sowohl die professionellen Wissensproduzenten – die Experten – als auch die Wissenskonsumenten – die Laien – zu (Satzger 2002).