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Warum Silverlight? (S. 2-3)
Das Microsoft Windows Presentation Foundation-Framework (WPF) bietet ein reichhaltiges Modell zur Erstellung von Desktop-Benutzerschnittstellen. Im Zentrum von WPF steht die Markup-Sprache XAML, mit der Benutzerschnittstellen beschrieben werden. Der Einsatz von XAML für die Beschreibung von Benutzerschnittstellen sowie einiger Interaktionsmöglichkeiten stellt ein Modell dar, das gut für die Entwicklung von Desktop-Anwendungen geeignet ist. Das früher als WPF/E bezeichnete Silverlight nutzt XAML-Markup zur Erstellung von Benutzerschnittstellen, die als Teile von Webanwendungen verwendet werden können.
Wie Sie in diesem Tec- Feed sehen werden, können Sie die hier erworbenen Fertigkeiten zur Erstellung von Webinhalten einsetzen. Warum Silverlight? Das World Wide Web wird vor unseren Augen erwachsen. Nein. Das ist nicht ganz richtig. Es sind die Nutzer des World Wide Web, die erwachsen werden. Sie sind nicht mehr damit zufrieden, auf der Suche nach weiteren Informationshappen von einer statischen Seite zur nächsten zu fliegen. Die Nutzer von heute wollen ein besseres Web. Als ich vor vielen Jahren mein erstes Exemplar von Word- Perfect erhielt, wurde dieses von einem gewaltigen Handbuch begleitet.
Bevor ich wirklich mit dem Programm arbeiten konnte, musste ich mich damit vertraut machen, wie es funktionierte. Es war unvermeidlich, all die obskuren Tastenkombinationen auswendig zu lernen, mit denen man Wörter fett machen und Dateien speichern konnte. Während sich Betriebssysteme zu den grafischen Kraftwerken entwickelt haben, mit denen wir heute arbeiten, hat sich der Bedarf an Handbüchern zwar verringert, ist aber nicht verschwunden. Viele Anwendungen, die wir heute einsetzen (z.B. Microsoft Office, iTunes und Acrobat Reader), bieten Benutzerschnittstellen, die so intuitiv sind, dass Benutzer unmittelbar einsteigen und das meiste dessen tun können, was sie machen möchten.
Das liegt daran, dass die Maus-Tastatur-Kombination in Verbindung mit einer Gemeinsamkeit der Schnittstellen, die von unseren grafischen Benutzerschnittstellen diktiert werden, klarer macht, wie bestimmte alltägliche Aufgaben zu bewältigen sind. Als das Web begann, war HTML perfekt. Es bot ein allgemeines Markup, das man einsetzen konnte, um Inhalte zu definieren, die von einer Vielzahl von Browsern verarbeitet werden konnten. HTML war für den Erfolg des Webs entscheidend. Aber das war vor langer Zeit. Das Problem von HTML liegt heute in der Nutzung von Markup, das Text und Grafiken gut unterstützt, jedoch weniger gut ist, wenn es darum geht, Videos oder Animationen zu erzeugen oder Interaktivität zu bieten. Es gibt eine Vielzahl von Alternativen zur Erweiterung von Inhalten in HTML.
Eine dieser Alternativen sind clientseitige Skripten. Aber auch wenn man damit bestimmte Aufgaben bewältigen kann, ist es schwer, fehleranfällig und arbeitsaufwendig, will man alles mit Skripten auf dem Client erreichen. Eine weitere Alternative zur Verwendung von reinem HTML sind maßgeschneiderte Programmiertechniken wie Java- Applets oder ActiveX-Steuerelemente. Zur Erstellung von Inhalten maßgeschneiderte Programmiertechniken einzusetzen kann arbeitsintensiv werden. Die Erstellung von Java- Applets oder ActiveX-Steuerelementen ist insofern ein Allesoder- Nichts-Verfahren, als Sie die ganze Schwerarbeit für das Einbetten in eine Webseite und für den Code für die Benutzerschnittstelle selbst erledigen müssen.
Bei ActiveX-Steuerelementen bleibt Ihnen auch noch das Sicherheitsproblem überlassen. Und weil die maßgeschneiderte Entwicklung von Entwicklern abhängig ist, gibt es keine gute Stelle, an der Designer eingreifen und das Look-and-Feel der Schnittstelle verbessern können. Eine weitere beliebte Möglichkeit zur Erstellung von Inhalten waren Plugin-basierte Lösungen wie Adobes Flash-Produkte. Sie werden im Web verbreitet für die verschiedensten Aufgaben verwendet – von interaktiven Inhalten bis zu Animationen und Videos.
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