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II. Einführung in das Kapitel Studienangebote (S. 19-20)
Im folgenden Kapitel stellen wir Ihnen 325 Studienmöglichkeiten zur nachhaltigen Entwicklung vor, die an deutschen Hochschulen angeboten werden. Es werden Nachhaltigkeits-Studiengänge, Studienschwerpunkte sowie sonstige Studienangebote mit einzelnen nachhaltigkeitsbezogenen Lehrangeboten portraitiert.
II.1 Erhebung, Auswahl und Sortierung der Studienangebote
Auf der Grundlage des Hochschulkompasses der HRK (Hochschulrektorenkonferenz), der einen vollständigen Überblick der deutschen Hochschullandschaft bietet, wurden seit dem Sommer 2006 alle 337 deutschen Universitäten und Fachhochschulen angeschrieben. Sie wurden um Informationen zu ihren Studienmöglichkeiten zur nachhaltigen Entwicklung gebeten. Die Anfrage zielte darauf, sowohl Studiengänge als auch ausgewiesene Studienschwerpunkte im Kontext nachhaltiger Entwicklung zu erfassen. Parallel zu dieser bundesweiten Anfrage wurden durch Selbstrecherche entsprechende Studienangebote recherchiert und die anbietenden Hochschulen kontaktiert. Insgesamt liegen Rückmeldungen von bzw. Informationen über 314 Hochschulen vor (etwa 93 %).
Zur Darstellung ihrer relevanten Studiengänge und -schwerpunkte haben die Hochschuleinrichtungen (Institute, Fachbereiche, Fakultäten etc.) Portraitbögen ausgefüllt. Diese werden, redaktionell bearbeitet, auf den folgenden Seiten präsentiert. Entsprechend der Anfrage, die an die Hochschulen gerichtet wurde, werden in diesem Leitfaden drei Kategorien nachhaltigkeitsbezogener Studienangebote unterschieden. Die Zuordnung eines Studienangebots zu einer dieser Kategorien hängt dabei weniger von seinem Titel als vielmehr von seiner inhaltlichen Ausgestaltung ab. Entsprechend können Studiengänge z.B. des Bauingenieurwesens verschiedener Hochschulen aufgrund ihrer unterschiedlichen Profilierung jeweils einer anderen Gruppe zugeordnet sein.
Folgende Kategorien werden unterschieden: 1. Nachhaltigkeits-Studiengänge, d.h. solche Studiengänge, deren Profil ausdrücklich auf die Themen nachhaltiger Entwicklung ausgerichtet ist (Beispiel: Studiengang „Nachhaltiger Tourismus"). 2. Studiengänge mit nachhaltigkeitsbezogenen Studienschwerpunkten, also Studiengänge, die Nachhaltigkeitsthemen zu ausgewiesenen Schwerpunkten anbieten – etwa durch Wahlpflichtfächer, Studienrichtungen oder -schwerpunkte, Vertiefungsmöglichkeiten, Module etc. (Beispiel: Studiengang „Betriebswirtschaftslehre" mit der Spezialisierung „Ressourcenmanagement"). 3. Studiengänge mit einzelnen nachhaltigkeitsbezogenen Lehrangeboten: Eine Sammlung sämtlicher deutscher Studiengänge, in denen im Rahmen von einzelnen Vorlesungen, Seminaren, Exkursionen etc. Bezüge zur nachhaltigen Entwicklung hergestellt werden, war nicht das Ziel dieses Leitfadens. Es wurden jedoch über 40 solcher Angebote rückgemeldet. Damit ihr Beitrag zur Verankerung der Nachhaltigkeit an Hochschulen nicht in Vergessenheit gerät, werden sie in dieser dritten Kategorie zusammengefasst (Beispiel: der Studiengang „Betriebswirtschaftslehre" mit einer Vorlesung zur „Nachhaltigen Unternehmensführung"). Eine Schwerpunktbildung im Studiengang, die sich in der Studien- oder Prüfungsordnung niederschlagen und einen bestimmten Umfang erreichen müsste, ist den Studierenden jedoch nicht möglich.
Von den insgesamt 325 recherchierten Studienmöglichkeiten lassen sich rund 280 den beiden erstgenannten Kategorien zuordnen, d.h. sie machen das Thema Nachhaltigkeit umfassend zum Gegenstand oder bieten einen entsprechenden Studienschwerpunkt an. Auf der Grundlage der zur Verfügung stehenden Informationen wird geschätzt, dass in Deutschland rund 300 solcher Studienangebote existieren, von denen im Leitfaden über 90% erfasst werden.
Das zentrale Kriterium für die Auswahl der Studienangebote war das Selbstverständnis der Hochschulen. Sie haben entschieden, ob und, wenn ja, welche Studienangebote in welcher Form vorgestellt werden. Die Entscheidung der Hochschulen zur Aufnahme in den Leitfaden wurde jedoch um eine externe Einschätzung ergänzt. Als wesentliche Orientierung diente dabei die Berücksichtigung der integrativen Dimensionen von Nachhaltigkeit (ökologische, ökonomische, soziale, politische und kulturelle Dimension).
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