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Die Balanced Scorecard im Personalmanagement: Ein Leitfaden für Aufbau und Einführung

Die Balanced Scorecard im Personalmanagement: Ein Leitfaden für Aufbau und Einführung

von: Gunnar Kunz

Campus Verlag, 2001

ISBN: 9783593400624, 306 Seiten

Format: ePUB, PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 17,99 EUR

Ersparnis: 21,91 EUR

  • Das 360°-Feedback: Alle fragen? Alles sehen? Alles sagen?
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    Führungskräfteberatung: Grundwissen - Methoden - Praxis
    Sich und andere führen
    Einführung in die PC-Grundlagen
    Arbeitsrecht für Ihren Führungsalltag - Schwierige Situationen kompetent lösen.
    Führungsinstrument Mitarbeiterbefragung
    Mitarbeiterbefragungen - kompakt
  • Warum fällt das Schaf vom Baum? - Gedächtnistraining mit der Jugendweltmeisterin

     

     

     

     

     

     

     

     

 

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Die Balanced Scorecard im Personalmanagement: Ein Leitfaden für Aufbau und Einführung


 

Ausgewählte Ansätze des Personalmanagements und der Personalentwicklung – Ausgestaltung und Verankerung in der Balanced Scorecard (S. 108-109)

Unternehmensweite Zielvereinbarungen und Balanced Scorecard

Eine enge Verzahnung zwischen der unternehmerischen Gesamtstrategie, der BSC und den teambezogenen beziehungsweise individuellen Leistungsbeiträgen ist eine wesentliche Voraussetzung für den nachhaltigen Umsetzungserfolg des Managementsystems. Insofern interessiert in besonderem Maße, wie die BSC-Leitaussagen mit konkreten Vereinbarungen zu Zieldefinitionen in den einzelnen Units zu verknüpfen sind. Im Folgenden wird deshalb zunächst näher auf die Anforderungen an partnerschaftliche Zielvereinbarungen eingegangen, um dann im zweiten Schritt die Anbindung an die BSC zu erörtern.

Zielvereinbarungen als Voraussetzung für die intentionale Unternehmensgestaltung
Grundsätzlich sind Zielvereinbarungen zur Konkretisierung von Zielabsprachen auf allen Ebenen ein sinnvolles Instrument, um die markt- und kundenorientierte Entwicklung der Organisation zu fördern. Dabei stellt sich jedoch die Frage, wie die übergreifenden Ziele im Unternehmen mit den individuellen Wünschen, Erwartungen und Interessen der einzelnen Mitarbeiter in Einklang gebracht werden können. Die Herausforderung besteht darin, auf diese Frage eine unternehmensspezifisch sinnvolle Antwort zu liefern und damit eine erfolgreiche Gestaltung des unternehmensweiten Zielvereinbarungsprozesses zu gewährleisten.

Zunächst kann festgestellt werden, dass die unternehmerische Tätigkeit selbst immer als ein zielorientiertes Geschehen einzustufen ist: Im Mittelpunkt steht die Erwirtschaftung von Erträgen durch ein markt- und kundenorientiertes Angebot von Produkten, Verfahrensweisen und Dienstleistungen. Neben dieser primär betriebswirtschaftlichen Ausrichtung ergibt sich eine spezifische Zielorientierung durch das wertegeleitete Selbstverständnis der Organisation, die Ausrichtung auf die eigenen Kernkompetenzen und die Notwendigkeit zur existenziellen Absicherung in der langfristigen Unternehmensentwicklung. Visionen und übergreifende Schwerpunktsetzungen in der Marktbearbeitung führen zu strategischen und operativen Absichten, die im Idealfall dazu beitragen, übergeordnete Produktivitäts- und Effizienzziele zu erreichen. Hier kommt das Bindeglied der BSC zum Tragen, um den Strategiefokus klarer fassbar zu machen, Messkriterien zu verdeutlichen und durch geeignete Aktionsprogramme den nachhaltigen Erfolg in den Perspektivfeldern Finanzen, Markt, Prozesse und Innovationen abzusichern.

Ziele haben im unternehmerischen Geschehen vielfältige Steuerungsfunktionen zur Verwirklichung einer produktiven Wertschöpfung und zur Aktivierung verborgener Nutzenpotenziale für die Kunden und Leistungsabnehmer. Darüber hinaus besitzen Ziele für die Menschen in der Organisation eine wichtige Sinnstiftungsfunktion, etwa indem sie dazu beitragen, folgende Leitfragen zu beantworten:

Visions- und Wertebezug: Warum arbeite ich in diesem Unternehmen, wie stelle ich mir die erwünschte Zukunft vor, und was ist mir dabei persönlich wichtig?

Existenzsicherung: Welchen Beitrag kann ich durch meine Tätigkeit sowohl zur eigenen Zukunftssicherung als auch zu derjenigen des Unternehmens leisten?

Tätigkeitsfokus: Wo setze ich Prioritäten in der Handlungsausrichtung und wo engagiere ich mich in der nahen Zukunft in besonderem Maße?

Kooperations- und Kommunikationsanforderungen: Mit wem arbeite ich zusammen, um für das Unternehmen, den Kunden und mein eigenes Team einen optimalen Nutzen zu stiften?

Potenzialbezug: Wie kann ich mein Wissen gezielt einbringen, meine Fähigkeiten und Fertigkeiten wachstumsorientiert entfalten und meine Kompetenzen langfristig ausbauen?

Persönliche Effizienz: Woran erkenne ich, dass mein Wertbeitrag für meine Kunden, meine Kollegen und die Organisation insgesamt nützlich ist – und ich selbst mit Freude bei der Arbeit gestalterisch tätig sein kann?

Gerade die beiden letzten Fragen unterstreichen den besonderen Stellenwert von Zielen als sinnstiftende Handlungsmaßstäbe: Ziele können Hinweise dazu vermitteln, worauf sich das individuelle Handeln konzentrieren sollte und in welchem Ausmaß es zum Unternehmenserfolg beiträgt. Damit übernehmen Ziele zugleich eine sozialdynamische Orientierungsfunktion, indem sie Einzelnen, Teams und sogar gesamten Bereichen als normative Bezugsgröße für eigenes unternehmerisches Handeln dienen. Zugleich können sie helfen, die Produktivität insgesamt zu fördern, da deutlicher erkennbar wird, welche Prioritäten im gemeinsamen Handeln zu setzen sind. Ziele ermöglichen damit auch eine unmittelbare Förderung des eigenverantwortlichen Leistungshandelns, da sich Individuen und Teams bei der Zielerreichung grundsätzlich verstärkt selbst steuern müssen.