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PERRY RHODAN-Action: Das Erbe des Divestors: Raumschlacht im Wega-System - die Menschen stehen zwischen den Fronten (Band Nummer 31)
3. Thorta
11. Juli 2169, abends (S. 15-16)
Zwei Ordonnanzen begleiteten Perry Rhodan und Reginald Bull durch den Roten Palast. Seit der Landung der JUPITER’S WRATH auf Ferrol waren erst wenige Minuten vergangen.
»Warum können wir nicht mit einem Transmitter direkt in die Räumlichkeiten des Thort wechseln?« Bully war nicht damit einverstanden, dass seinem Freund wieder ein Fußmarsch aufgebürdet wurde.
»Weil es unhöfl ich wäre.«
»Aber ... fühlst du dich gut genug?«
Rhodan wandte sich seinem alten Freund zu. Es rührte ihn, dass Bully sich Sorgen um ihn machte. »Einige hundert Meter Fußmarsch werden mich nicht gleich umbringen. Ich werde mich melden, wenn es wirklich nicht mehr gehen sollte. In Ordnung? « So ganz zufrieden war Bull offensichtlich nicht.
»Die paar hundert Meter werden dich in der Tat nicht umbringen. Aber das Ding in deiner Brust vielleicht.« Kaum hatte er dies gesagt, tat ihm der Satz offensichtlich schon wieder leid. Sein Gesicht zeigte eine verlegene Miene.
»Alles zu seiner Zeit ...«
Beide versanken in Schweigen. Weiter folgten sie den beiden Ordonnanzen in ihren perfekt sitzenden Uniformen, die sie vom Transmitter im Empfangsbereich bis zum Zielort zu begleiten hatten.
Rhodan ließ seinen Blick umherschweifen. Es war unstrittig: Der Thort hatte ein Gefühl für Luxus. Die ersten Schritte waren sie noch im Empfangsbereich des Roten Palastes unterwegs gewesen.
Der Palast war eher ein Stadtteil, wenn nicht gar eine eigene Stadt denn ein einzelnes Gebäude. Auf der Erde gab es nichts, was damit an Alter zu vergleichen war. Die Ferronen hatten schon Raumschiffe gebaut, da waren die Pyramiden noch nicht einmal in Planung gewesen.
Rhodans Kurzatmigkeit machte sich wieder bemerkbar. Er musste darüber nachdenken, dass Bully mit seinen Worten vielleicht nicht ganz unrecht gehabt hatte. Es war kein weiter Weg, trotzdem ging ihm schon die Puste aus. Der Thort hatte Rücksicht genommen und ihnen einen großen Teil des diplomatischen Prozedere erspart. Die Ferronen waren nicht nur großartige Bürokraten, sie hatten auch einen damit verbundenen Hang zum Protokoll samt der Neigung zu einem weitverbreiteten Das haben wir schon immer so gemacht. So schwankte ihre Wirkung auf Terraner irgendwo zwischen Konservatismus, Langsamkeit und unfreiwilliger Komik.
Die Umgebung, durch die sie geleitet wurden, änderte langsam ihren Charakter. Dieser Teil des Roten Palastes war eine Übergangszone zwischen den öffentlichen Räumlichkeiten und dem privaten Trakt des amtierenden Thort. Immer noch waren die Werke von bedeutenden ferronischen Künstlern an den Wänden zu sehen. Der Terraner erkannte eine Büste der Staab Pa-Usch; ein Fresko zeigte den ersten Thort Fer-sayia bei der Entdeckung des Transmitternetzes; einige Bilder waren den terranischen Malern des Impressionismus nicht unähnlich, andere waren rein fi gürlich und zeigten Szenen aus der ferronischen Vergangenheit. Bull wies auf eine Serie von Wandfresken, die in mehreren Sprachen mit Operation Stein der Weisen bezeichnet waren. Er deutete auf einen rosa Fleck. »Erkennst du dich?«
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