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Fragekompetenz für Führungskräfte

Fragekompetenz für Führungskräfte

von: Andreas Patrzek

Rosenberger Fachverlag, 2010

ISBN: 9783931085414, 377 Seiten

5. Auflage

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 38,10 EUR

Ersparnis: 6,70 EUR

  • IT-Revision - Leitfaden zur Durchführung von Prüfungen der Informationsverarbeitung
    Verhaltenstherapie des Hundes
    Das Grundlagenbuch zu Macromedia Dreamweaver MX
    Projekte budgetieren und planen
    Körpersprache im Verkauf
    Six Sigma umsetzen - Die neue Qualitätsstrategie für Unternehmen
    Handbuch Führung - Der Werkzeugkasten für Vorgesetzte
    Mentale Marathon-Vorbereitung - Praktisches Arbeitsbuch für Laufeinsteiger & Fortgeschrittene
  • Rechtsformen und Rechtsformwahl

     

     

     

     

     

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Fragekompetenz für Führungskräfte


 

7 Die Bedeutung der Körpersprache und Stimme (S. 237-238)

Nicht was man sagt, sondern wie man es sagt, ist für die Kommunikation von zentraler Bedeutung! Denn das „Was" ist ohne das „Wie" nicht zu haben! Der reine Inhalt einer Kommunikationsbotschaft, also die aneinander gereihten Worte und deren Bedeutung sind für die empfangene Botschaft beim Sender zwar wichtig, doch, wesentlicher ist das „Wie".

Wenn jemand mit uns spricht, legen wir das Hauptaugenmerk auf seine Stimme: Wie spricht denn der andere zu mir? Höre ich da Wohlwollen, Freundlichkeit, oder spüre ich Herablassung und Oberlehrerhaftigkeit? Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Körpersprache im engeren Sinne, d. h. wie bewegt sich der Sender, wie nah ist er bei mir, durch welche Geste unterstreicht er die Botschaft, wie ist sein Mienenspiel etc. (vgl. dazu Abb. 7, S. 39).

Zwei Faktoren lassen sich also unterscheiden.

1. Körpersprache im engeren Sinne, nonverbales Verhalten, d. h. Mimik, Gesik, Haltung (sprachbegleitendes bzw. -unterstützendes Verhalten).

2. Körpersprache im weiteren Sinne, also das stimmliche Sprechen, die akustische und lautbildende Formung des gesprochenen Wortes. Zur Abgrenzung möchte ich hierfür das Wort paraverbales Verhalten nutzen (sprachformendes Verhalten).

Noch eine Vorbemerkung zu diesem Thema:

- Gerade bei der Körpersprache sind kulturelle Unterschiede sehr groß – und führen oft zu Missverständnissen.

- Wichtiger als Einzelinterpretationen bestimmter Details (z. B. Mimik) ist die Einbeziehung des ganzen Körpers, der ganzen Person (Haltung, Kleidung, Anmutung, Stimme)

- Menschen mit künstlich antrainierter Körpersprache erkennt man oft an der Dissonanz zwischen Armbewegung/ Armstellung und Bein- bzw. Fußposition.

- Sympathisch finden wir besonders Personen, deren Körpersprache unserer ähnlich ist.

- Viele körpersprachliche Signale haben wir noch aus unserer „wilden" menschlichen Urzeit mitgebracht. Damals hatten sie einen direkten Sinn und signalisierten auch dem Gegenüber schnell (ohne die nicht vorhandene Sprache), was gerade in uns vorgeht.

- Gesteuert wird die Körpersprache von unseren (bewussten und unbewussten) Gefühlen und unserem Denken. Gleichzeitig wirkt unsere Körpersprache wieder auf unsere Gedanken und Gefühle zurück.

- Da sie weitgehend unbewusst gesteuert sind, gestalten sich Veränderung körpersprachlicher Merkmale als sehr schwer und langwierig.

Ist die Tragweite der non- und paraverbalen Signale bereits beim gewöhnlichen Gespräch groß, so gilt dies in besonderem Maße für die Fragesituation. Warum? Nun, wie wir in Kap. 8 noch sehen werden, spielen die subjektiv wahrgenommenen Machtverhältnisse eine entscheidende Rolle für das Antwortverhalten des Befragten.