dummies
 
 

Suchen und Finden

Titel

Autor/Verlag

Inhaltsverzeichnis

Nur ebooks mit Firmenlizenz anzeigen:

 

Süß, sexy - skandalös ...

Süß, sexy - skandalös ...

von: Katherine Garbera

CORA Verlag, 2011

ISBN: 9783862955916 , 144 Seiten

Format: ePUB

Kopierschutz: DRM

Windows PC,Mac OSX geeignet für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 2,49 EUR

Exemplaranzahl:


  • Kooperative Bildungsverantwortung - Sozialethische und pädagogische Perspektiven auf 'Educational Governance
    Abschlussorientierte Nachqualifizierung - Praxiserfahrungen der regionalen und betrieblichen Umsetzung
    Determinanten der Angst vor und nach Herzoperation
    Der Mentor - Rolle, Erwartungen, Realität - Standortbestimmung des Mentoring aus Sicht der Mentoren
    Hypertension and Cardiovascular Aspects of Dialysis Treatment - Clinical management of volume control
    Zukunftsfähig im demografischen Wandel - Herausforderungen für die Pflegewirtschaft
    Anti-Gewalt-Training Magdeburg - Ein sozialtherapeutisches Gruppenprogramm der Gewaltprävention
    Der Luftikurs für Kinder mit Asthma - Ein fröhliches Lern- und Lesebuch für Kinder und ihre Eltern
  • Die (Un)sterblichkeit der Menscheit: dem Geheimnis auf der Spur
    Hot Summer
    Dirty
    Tanz mit dem Tod - Roman
    Traumjob Wissenschaft? - Karrierewege in Hochschule und Forschung
    Qualifikationsreserven durch Quereinstieg nutzen - Studium ohne Abitur, Berufsabschluss ohne Ausbildung
    Qualifikation + Leiharbeit = Klebeeffekt? - Die (Wieder-)Eingliederung benachteiligter Jugendlicher in den Arbeitsmarkt

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Süß, sexy - skandalös ...


 

1. KAPITEL

Die Veranstaltung an diesem Abend war extrem langweilig – die Art von Wohltätigkeitsessen, die Geoff am liebsten mied. Doch er war ein Devonshire und zudem ein Mitglied der königlichen Familie, also gab es Dinge, die ließen sich einfach nicht umgehen. Zumindest bot der William-Kent-Saal im Hotel Ritz einen äußerst ansprechenden Rahmen.

Mary Werner, Tochter eines Milliardärs, war an diesem Abend seine Begleiterin. Sie kam aus angesehenen Kreisen und würde eine gute Ehefrau für ihn abgeben, wenn er darauf aus wäre. Er vermutete, dass ihre Familie insgeheim darauf wartete, dass er ihr einen Antrag machte.

Seine Halbschwestern, die dreiundzwanzigjährige Gemma und die zwei Jahre jüngere Caroline, nannten sie seine jungfräuliche Braut. Er tat dann immer so, als wäre er empört, wusste aber, dass sie recht hatten. Mary, so hübsch und nett sie auch war, war etwas zu zahm für ihn.

Am Eingang zum Ballsaal klickten auf einmal die Kameras. Geoff blickte über die Schulter und sah, dass Amelia Munroe den Fotografen ein Lächeln schenkte. Sie trug ein eng geschnittenes rotes Kleid, das ihre üppigen Kurven besonders gut zur Geltung brachte, und hielt einen kleinen Hund auf dem Arm. Das Tier bellte jedes Mal, wenn ein Blitzlicht aufleuchtete.

Gespräche wurden unterbrochen, als sämtliche Gäste die Köpfe zu ihr umwandten. Sie sagte etwas, wobei man deutlich den amerikanischen Akzent heraushören konnte, und lachte dann. Plötzlich störte es Geoff gar nicht mehr so sehr, dass er hier sein musste.

„Oh, es ist Amelia“, sagte Mary leise.

„Tatsächlich. Sie liebt große Auftritte.“

„Stimmt. Alle beobachten sie. Ich frage mich, wie sie das macht“, meinte Mary.

Geoff wusste genau, wie sie es machte. Sie zog die Aufmerksamkeit mit ihrer Figur, mit ihrer Ausstrahlung und mit ihrem Lachen auf sich. Sie bewegte sich wie eine Frau, der es an Selbstbewusstsein nicht mangelte. Ihr lockiges schwarzes Haar hatte sie hochgesteckt, nur einzelne Strähnen umschmeichelten ihr herzförmiges Gesicht. Von seinem Platz aus konnte Geoff ihre Augen nicht sehen, aber er wusste, dass sie strahlend blau waren. Männer begehrten sie – er eingeschlossen. Und wenn er Marys Reaktion richtig deutete, beneideten Frauen sie.

Obwohl die Paparazzi am Eingang aufgehalten wurden, schienen die Menschen im Saal nun nervöser zu sein, als Amelia hereinkam.

„Ich vermute, dass das internationale Kinderhilfswerk in diesem Jahr einer ihrer Lieblingswohltätigkeitsvereine ist“, sagte Mary.

„Scheint so“, erwiderte Geoff. Hubert Grace, ein Freund der Familie, entschuldigte sich hastig bei den Gästen am Tisch, und Geoff schüttelte den Kopf, als Hubert zielstrebig auf Amelia zuging.

„Was hat Hubert vor?“, fragte Mary.

„Keine Ahnung, aber wir sollten unser Gespräch fortsetzen“, meinte Geoff.

Er mochte sich zu Amelia hingezogen fühlen, doch aus Erfahrung hatte er gelernt, dass die Dinge, die er sich am meisten wünschte, für ihn die gefährlichsten waren. Und die, die ihn am ehesten seine innere Ruhe kosteten. Und dieser Wettstreit, den Malcolm ausgeschrieben hatte, erforderte seine ganze Konzentration und vorbildliches Verhalten – etwas, was ihn immer ein bisschen unruhig machte.

„Gute Idee. Ich frage mich, ob ihr bewusst ist, wie sehr sie die Leute ablenkt“, sagte Mary.

„Fühlst du dich von ihr gestört?“

Mary zuckte mit den Schultern. „Nicht wirklich.“

Mary war eine gut aussehende Frau – eine echte englische Rose mit heller Haut und glatten dichten Haaren. Ihre Augen waren blau und zeugten von ihrer Intelligenz. Aber sie war zahm. Sie befolgte die Regeln – so wie er auch, jedenfalls meistens. Die Stellung, die sie in der Gesellschaft einnahmen, erforderte das.

Noch einmal blickte er zu Amelia hinüber, die Hof hielt. Er wäre gern dort bei ihr gewesen, allerdings nicht als einer von vielen Anbetern. Er gab sich selten damit zufrieden, nur einer von vielen zu sein, und in diesem Fall war es nicht anders.

„Nicht wirklich?“, hakte er nach. „Gibt es etwas, worum du sie beneidest, Mary?“

Mary trank einen Schluck Wein und drehte sich dann zu Amelia um, die in eine Unterhaltung mit Hubert vertieft war. „Jeder beobachtet sie und spricht über sie, sogar ich. Na ja, ich wünschte, ich könnte in einen Raum kommen und sämtliche Frauen dazu bringen, sich zu wünschen, sie wären ich.“

Geoff musterte die Amerikanerin. Mit ihrem Mund, der wie geschaffen war zum Küssen, und ihrem kurvenreichen Körper sah sie fantastisch aus. Aber vor allem war es ihre Lebensfreude, die so anziehend wirkte. Sie kam aus einer wohlhabenden Familie, und ihr Bild erschien häufig in der Klatschpresse. Auf YouTube kursierte ein Video von ihr, das sie auf ihrer Jacht im Mittelmeer zeigte. Sie hatte schon so manches Mal für Skandale gesorgt, doch sie scheute niemals die Öffentlichkeit. Und Geoff musste zugeben, dass Amelia ihn faszinierte.

„Ich glaube, es liegt daran, dass sie nicht unbedingt den gesellschaftlichen Regeln folgt und sich nicht um das schert, was andere denken“, überlegte Geoff laut.

„Stimmt“, sagte seine Schwester Caroline, die wieder an den Tisch gekommen war. „Ihr redet über Amelia, oder?“

„Ja“, sagte Mary. „Ich beneide sie.“

Caroline lachte. „Ich bin auch eifersüchtig darauf, wie sie alle in ihren Bann zieht. Ich wünschte, ich könnte das auch.“

„Das kannst du, Caro, dir ist es nur noch nicht bewusst.“

„Ich glaube, da bist du der Einzige, der so denkt“, erwiderte sie und lächelte ihn an. Geoff vergötterte seine beiden Schwestern, die er mit großgezogen hatte, weil sein Stiefvater gestorben war, als die beiden vier und sechs gewesen waren.

„Der richtige Mann wird das auch erkennen“, sagte er.

„Und wann kommt der vorbei?“, wollte Caroline wissen.

„Wenn du dreißig bist“, antwortete Geoff.

„Na, dann werde ich mich bis dahin wohl mit dem Falschen vergnügen.“

„Nicht, wenn ich etwas dazu zu sagen habe.“

„Hast du ja zum Glück nicht“, meinte sie kichernd. „Du wirst viel zu sehr damit beschäftigt sein, Everest-Airlines zu leiten.“

Er verzog das Gesicht. Malcolms „Geschenk“ anzunehmen entpuppte sich als schwieriger denn gedacht. Die steigenden Ölpreise und die Wirtschaftskrise wirkten sich auch auf die Fluggesellschaften aus. Geoff hatte inzwischen schon ein paar Ideen entwickelt, wie er wieder schwarze Zahlen schreiben konnte, doch es würde sicherlich sehr viel mehr Zeit erfordern, als er diesem Job hatte widmen wollen.

Trotzdem entschied er, dass es an der Zeit war, nicht nur hart zu arbeiten, sondern sich auch ein bisschen Vergnügen zu gönnen.

„Das stimmt leider, Caro“, sagte er.

Mary schwieg während des Gesprächs, und Geoff vermutete, dass es damit zusammenhing, dass sie einen Heiratsantrag von ihm erwartete. Doch so sehr er Mary auch schätzte, konnte er sich beim besten Willen nicht vorstellen, den Rest seines Lebens mit ihr zu verbringen. Genau das war der Grund, warum er die Beziehung zu ihr nicht vertieft hatte. Sie war einfach zu ruhig. Er hatte weit mehr Spaß, wenn er sich mit seinen Schwestern unterhielt. Er konnte sie nicht heiraten, das wäre weder Mary noch sich selbst gegenüber fair. Sie verdienten beide etwas Besseres.

Er führte ein Leben, das von Pflichten bestimmt wurde, und daher wollte er, dass wenigstens seine Ehe mehr war als nur der Zusammenschluss von Familiennamen und Titeln. Er sehnte sich nach wahrer Zuneigung und einer wirklichen Ehe – nicht das, was er bei seinen Eltern erlebt hatte.

Die Affäre mit Malcolm hatte seine Mutter entscheidend verändert. In einer ihrer depressiven Phasen hatte sie ihm das einmal gestanden. Und die Ehe mit Carolines und Gemmas Vater war sie nur eingegangen, um ihren Ruf, den sie mit der Affäre beschädigt hatte, wiederherzustellen.

Geoff kannte also Vernunftgründe, die auch zu einer Ehe führen konnten, und die Vorstellung, nicht aus Liebe zu heiraten, vermittelte ihm ein Gefühl der Leere. Als er noch jünger war, hatte er häufig genug mitbekommen, wie seine sonst so strahlende Mutter verfiel, wann immer sie einen Artikel über Malcolm las, bis sie immer mehr Zeit zu Hause verbrachte, statt wie früher am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Für Geoff war klar, dass er etwas anderes wollte. Er wollte eine Frau, die seine Leidenschaft entfachte. Als er das perlende Lachen einer Frau hörte, drehte er sich zu Amelia um, die inmitten von mehreren eifrigen Verehrern stand. Er wollte sie.

Sie stand meist im Rampenlicht, etwas, was Geoff schon als junger Mann gelernt hatte zu meiden. Doch selbst das würde er in Kauf nehmen, wenn er damit seinem Ziel, Amelia Munroe zu erobern, näher kommen konnte. Schließlich war er es gewöhnt, sich das zu nehmen, was er wollte.

Während der Conférencier redete und redete, trank Geoff einen Schluck Martini und dachte an die Reise nach Botswana, die er zusammen mit Amelia für das Kinderhilfswerk unternommen hatte. Mit Bewunderung erinnerte er sich daran, wie mitfühlend und aufopfernd sie dort gewesen war. Nicht die verwöhnte Erbin, die auf Schritt und Tritt von der Presse begleitet wurde, sondern eine Frau, die im Schmutz gesessen und ein...