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Der Zeitdieb - Ein Scheibenwelt-Roman

von: Terry Pratchett

Goldmann, 2011

ISBN: 9783641066758 , 384 Seiten

Format: ePUB

Kopierschutz: Wasserzeichen

Windows PC,Mac OSX geeignet für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 8,99 EUR

Exemplaranzahl:


  • Das Mitternachtskleid - Ein Märchen von der Scheibenwelt
    Kabbalah - Die innersten Gesetze des Universums erkennen, beherrschen, nutzen
    Leonardo da Vinci - Die Lebensgeschichte
    Pablo Picasso - Die Lebensgeschichte
    Die Vier Lektionen des Lebens
    Verfallen - Thriller
    Jenseits des Meeres liegt die ganze Welt - Roman
    Gustav Klimt - Die Lebensgeschichte
  • Frida Kahlo - Die Lebensgeschichte
    Sonea 2 - Die Heilerin - Roman
    100 Dinge, die Sie einmal im Leben gegessen haben sollten
    Gottesentrümplung - Warum es nicht verrückt ist, heute religiös zu sein
    Alles Bluff! - Wie wir zu Hochstaplern werden, ohne es zu wollen. Oder vielleicht doch?
    Die Feuerkämpferin - Tochter des Blutes - Roman
    Die Nacht in mir - Roman
    Das Flammenzeichen - SIGMA Force - Thriller
 

Mehr zum Inhalt

Der Zeitdieb - Ein Scheibenwelt-Roman


 

"(S. 5-6)

Nach der Ersten Schriftrolle des ewig überraschten Wen trat Wen aus der Höhle, in der er Erleuchtung erfuhr, in die Morgendämmerung des ersten Tags vom Rest seines Lebens. Eine Zeit lang beobachtete er die aufgehende Sonne, denn er hatte sie noch nie zuvor gesehen. Mit der Sandale stieß er seinen dösenden Schüler Tolpatsch an und sagte: »Ich habe gesehen. Jetzt verstehe ich.« Dann zögerte er und betrachtete das Etwas neben Tolpatsch. »Was ist das für ein erstaunliches Ding?«, fragte er. »Äh … äh … das ist ein Baum, Meister«, erwiderte Tolpatsch, der noch nicht richtig wach war.

»Erinnerst du dich? Er war gestern auch hier.« »Es gab kein Gestern.« »Äh … äh … ich glaube doch, Meister«, sagte Tolpatsch und stand mühsam auf. »Weißt du noch? Wir kamen hierher, und ich habe eine Mahlzeit zubereitet, und ich habe die Rinde von deinem Sklang gelöst, weil du sie nicht wolltest.« »Ich erinnere mich an gestern«, murmelte Wen nachdenklich. »Aber die Erinnerung steckt jetzt in meinem Kopf. Existierte das Gestern wirklich? Oder ist nur die Erinnerung daran real? Wahrlich, ich wurde nicht gestern geboren.« Tolpatschs Gesicht verwandelte sich in eine Grimasse, die schmerzliches Unverständnis zum Ausdruck brachte.

»Lieber dummer Tolpatsch, ich habe alles gelernt«, sagte Wen. »In der hohlen Hand gibt es weder Vergangenheit noch Zukunft. Es existiert nur das Jetzt. Es gibt keine andere Zeit als die Gegenwart. Wir haben viel zu tun.« Tolpatsch zögerte. Sein Meister hatte etwas Seltsames an sich. In seinen Augen glühte es, und wenn er sich bewegte, leuchtete die Luft um ihn sonderbar silbrig-blau, als reflektierten flüssige Spiegel. »Sie hat mir alles gesagt«, fuhr Wen fort.

»Ich weiß, dass die Zeit für die Menschen geschaffen wurde, nicht umgekehrt. Ich habe gelernt, sie zu formen und zu biegen. Ich weiß, wie man einen Moment ewig währen lassen kann, denn das ist bereits geschehen. Und ich kann diese Fähigkeiten selbst dir beibringen, Tolpatsch. Ich habe den Herzschlag des Universums gehört. Ich kenne die Antworten auf viele Fragen. Frag mich etwas.« Der Schüler sah ihn verschlafen an. Es war zu früh am Morgen, um früh am Morgen zu sein. Nur das wusste er mit absoluter Gewissheit.

»Äh … was möchte der Meister zum Frühstück?«, fragte er. Wen blickte von ihrem Lager über die Schneefelder und purpurnen Berge zum goldenen Tageslicht, das die Welt formte, und dachte dabei über gewisse Aspekte des menschlichen Wesens nach. »Ah«, sagte er. »Eine der schweren Fragen.« Damit etwas existiert, muss es beobachtet werden. Damit etwas existiert, muss es eine Position in Raum und Zeit haben. Das erklärt, warum neun Zehntel der Masse des Universums unbekannt sind.

Neun Zehntel des letzten Zehntels. Jedes Atom hat seine Biographie, jeder Stern seine Akte, jede chemische Wechselwirkung ihr Äquivalent eines Inspektors mit einem Klemmbrett in der Hand. Sie alle sind deshalb unbekannt, weil sie für die Verwaltung des Rests zuständig sind, schließlich kann man nicht die Rückseite des eigenen Kopfes sehen."