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Ich mag dich wie du bist - Es passt ... oder eben nicht.

von: Francesco Gungui

Bastei Lübbe AG, 2011

ISBN: 9783838708416 , 349 Seiten

Format: ePUB

Kopierschutz: Wasserzeichen

Windows PC,Mac OSX geeignet für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 9,99 EUR

Exemplaranzahl:


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Mehr zum Inhalt

Ich mag dich wie du bist - Es passt ... oder eben nicht.


 

"Sechsunddreißig (S. 129-130)

Es ist schon nach Mitternacht, als ich den Campingplatz erreiche. Auf dem Tisch vor dem Wohnwagen liegt eine Plastiktüte mit der Videokamera. Von meinen Eltern ist nichts zu sehen, deshalb schicke ich meiner Mutter eine SMS, dass ich mich nicht wohlgefühlt habe. Im Zelt finde ich einen zusammengerollten Zettel, den eine rote Schleife zusammenhält und obwohl ich versucht bin, ihn gleich ungeöffnet wegzuwerfen (ich weiß nämlich genau, von wem er ist), entschließe ich mich doch, ihn zu lesen. »Verzeih mir, ich habe mich schrecklich benommen, Alice. Du hast die Videokamera auf dem Tisch gefunden?

Ich habe den Teil, wo ich zu hören war, gelöscht. Schade, dass man im Leben nicht das Gleiche tun kann: aufwachen, sich den vergangenen Tag noch einmal ansehen und all die zu viel gesagten Worte, alles, was man eigentlich nicht tun wollte, sämtliche Fehler eben einfach rauslöschen. Und nur die Träume, die Gefühle drinlassen. Dann wäre alles viel schöner. Entschuldige, Alice, du weißt doch, dass du für mich etwas ganz Besonderes bist. Ich hab dich lieb.« Offensichtlich ist dies der Abend der Enthüllungen. Ich bin immer noch dabei, alles in Frage zu stellen, was ich bislang über Martina gedacht habe, und da entdecke ich, dass der Animateur sich in gewisser Weise bewusst ist, dass er sich die meiste Zeit wie ein Idiot aufführt.

Denn genau das soll seine Nachricht ausdrücken und es tut mir leid, dass ich nicht in der richtigen Stimmung bin, um davon gerührt zu sein. Aber die Wahrheit ist, dass mich sein so grundlegendes Geständnis nicht von meiner Meinung abbringen kann, es lässt mich nicht vergessen, was für ein Mensch er ist. Und selbst wenn sich unter der Maske des Idioten eine sensible Seele verbirgt, ändert das nichts an meiner Meinung über ihn, da ich auf dem Campingplatz immer nur die Maske zu Gesicht bekomme. Eine seltsame Wärme steigt mir in den Kopf, und gleichzeitig läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. Ich strecke mich im Zelt aus, wobei ich den Kopf draußen lasse, damit ich die Sterne betrachten kann, und denke über den vergangenen Tag nach.

Denke an meine Eltern, an meinen Bruder, an Martina, an Mary, an Daniele, an Luca, und in meinem Kopf nimmt ein nicht gerade origineller Gedanke Gestalt an: Alle tragen irgendwie eine Maske, das kann eine einfache Augenmaske sein oder eine, die man an einem Stab vors Gesicht hält, oder eine Gummimaske, die den ganzen Kopf bedeckt, sie kann auffällig oder beinahe unsichtbar sein. Manche Leute haben gleich mehrere, je nach Gelegenheit, und manche tragen noch eine Verkleidung dazu. Und während ich diesem Gedankengang folge, werde ich unausweichlich Opfer meiner eigenen Überlegungen: Welche Maske trage ich eigentlich?

Am nächsten Tag wache ich mit dem deutlichen Gefühl auf, dass ich im Schlaf geweint habe. Meine Augen sind geschwollen, aber ich fühle mich auch erleichtert. Ich kenne dieses Gefühl, diese seltsame Nachwirkung nächtlicher Tränen. Man weiß nicht mehr, warum man geweint hat, nur die Folgen sind noch spürbar. Meine Eltern haben schon gefrühstückt und machen sich am Wagen zu schaffen. Fede sitzt noch am Tisch. »Hallo, Bruder.« »Hallo, Schwester.« Ab und zu machen wir solche Spielchen. »Und?« »Und was?« »Hast du getanzt?« »Nein.« »Gut gemacht.« »Und wo warst du?« »Ich bin hierher zurückgegangen und habe gelernt.«"