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Stigma - Thriller

Stigma - Thriller

von: Michael Hübner

Goldmann, 2011

ISBN: 9783641057855 , 448 Seiten

Format: ePUB

Kopierschutz: Wasserzeichen

Windows PC,Mac OSX geeignet für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 4,99 EUR

Exemplaranzahl:


  • Küss mich, küss mich nicht - Roman
    Honky Tonk Pirates - Zurück in der Hölle - Band 3
    Ernährung im Kontext der bariatrischen Chirurgie - Ein diättherapeutischer Leitfaden für die Betreuung und Beratung von adipösen Erwachsenen im Rahmen der interdisziplinären prä- und postoperativen Versorgung bei adipositas-chirurgischen Eingriffen
    Dicker Hals und kalte Füße - Was Redensarten über Körper und Seele verraten - Eine heitere Einführung in die Psychosomatik
    Vererbte Wunden - Traumata des Zweiten Weltkriegs - die Folgen für Familie, Gesellschaft und Kultur
    Erwerbslosigkeit: Handlungsansätze zur Gesundheitsförderung
    Sozialpsychologie, Sozialisation und Schule
    Psychotherapie der Sucht - Methoden, Komorbidität und klinische Praxis
  • Muttersöhnchen - Vom Schaden weiblicher Erziehung
    Das Grab des Herkules - Roman
    Freiwild - Die Odenwaldschule - Ein Lehrstück von Opfern und Tätern
    Schreien nützt nichts - Mittendrin statt still dabei
    Justin Bieber - Die ganze Geschichte

     

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Stigma - Thriller


 

TEIL DREI (S. 228-229)

Zeit des Erwachens Am selben Tag

Gegen 22:30 Uhr

Die Stimmen, die er hörte, hielt er zunächst für die aus seinem Kopf. Sie waren ohne Substanz, so flüchtig wie Benzindämpfe. Dann festigte sich ihr Ton, und sie nahmen Gestalt an. Es waren zwei. Die eine war eine Männerstimme, herb und frech. Sie klang lässig und jugendlich unverbraucht. Die andere Stimme gehörte einer Frau. Ihr Klang war reifer, sensibler und gleichzeitig gebildet, ohne altklug zu wirken. Beide Stimmen unterhielten sich angeregt.

Als Tom die Augen öffnete und sich die Dunkelheit des Abgrunds verflüchtigte, blickte er auf eine hell getäfelte Decke. Sie gehörte zu einem lang gezogenen Raum, an dessen hinterem Ende er vor einer Bücherwand undeutlich einen Schreibtisch ausmachen konnte. Die Stimmen kamen von dort. Etwas zu schnell stemmte er sich von dem cremefarbenen Sofa hoch, auf dem er gelegen hatte, und wurde abermals von jenem Schwindelgefühl heimgesucht, das die Welt um ihn herum zu einem rotierenden Kreisel werden ließ. Stöhnend ließ er sich wieder auf das Sofa sinken. Das Gemurmel im Hintergrund verstummte schlagartig. »Tom?«, hörte er die Frauenstimme sagen. »Sieht aus, als wäre er zu sich gekommen.« »Alles klar, Kumpel?« Fanta klang plötzlich so nah, dass Tom erschrak. »Hast mir ziemliche Sorgen gemacht, Alter.« Tom krächzte seine belegten Stimmbänder frei. »Wo … wo sind wir?«

»In meiner Wohnung, über der Praxis«, antwortete Dr. Westphal, und Tom sah, wie sie sich über ihn beugte. Sie trug noch immer das dunkelbraune Kostüm. Auf ihrer Stirn prangte ein handtellergroßes Pflaster. »Sie hatten einen Zusammenbruch. Ich habe Ihnen etwas zur Beruhigung gegeben, deshalb fühlen Sie sich vielleicht ein bisschen schwach.« Tom starrte sie unsicher an. Immer wieder suchte sein Blick nach Fanta, kehrte dann aber wieder zu der Ärztin zurück. Wieder versuchte er aufzustehen, doch es gelang ihm lediglich, sich aufrecht hinzusetzen. »Wie lange war ich weg?«

»Ein paar Stunden.« Ihre Stimme klang wie immer besonnen. Für seinen Geschmack etwas zu besonnen, nach allem, was geschehen war. »Ganz ruhig, Tom. Es ist alles in Ordnung.« »Was …? Wie bin ich hierhergekommen?« »Na ja«, meinte Fanta mit seiner üblichen Gelassenheit, »nachdem du wie eine aufgescheuchte Wildsau durch diesen Garten getobt bist, den Leuten dort eine Heidenangst eingejagt und schließlich mit verdrehten Augen vor ihnen den Abgang gemacht hast, hat es mich einiges an Überredungskunst gekostet, sie davon zu überzeugen, dass du kein völlig durchgeknallter Serienmörder bist. Ich konnte sie schließlich davon abhalten, einen Krankenwagen zu rufen, indem ich behauptet habe, du hättest nur einen über den Durst getrunken. Dann habe ich dich ins Auto verfrachtet und bin zurückgefahren.«