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Religiöse Bildung im öffentlichen Interesse - Analysen zum Verhältnis von Pädagogik und Religion

von: Henning Schluß

VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV), 2011

ISBN: 9783531921365 , 215 Seiten

Format: PDF, OL

Kopierschutz: Wasserzeichen

Windows PC,Mac OSX Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Windows PC,Mac OSX,Linux

Preis: 36,99 EUR

Exemplaranzahl:


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  • Theorie der Sozialen Demokratie
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    Medialität und Realität - Zur konstitutiven Kraft der Medien
 

Mehr zum Inhalt

Religiöse Bildung im öffentlichen Interesse - Analysen zum Verhältnis von Pädagogik und Religion


 

'Was ich selbst bereitwillig eingestanden habe als tief im Charakter der Religion liegend, das Bestreben, Proselyten machen zu wollen aus den Ungläubigen, das ist es doch nicht, was mich jetzt antreibt, auch über die Bildung der Menschen zu dieser erhabenen Anlage und über ihre Bedingungen zu Euch zu reden' (Schleiermacher 1799/1983, S. 121). Daniel Friedrich Ernst Schleiermacher beschreibt zu Beginn seiner dritten Rede über die Religion, die er an die 'Gebildeten unter ihren Verächtern' richtet und die die Bildung zur Religion zum Thema hat, ein Problem, das für die Thema- sierung der Religion im säkularen Zusammenhang charakteristisch ist. Beim Thema der Bildung zur Religion ist aus der religiösen Binnenperspektive ein- gestehen, dass es im 'Charakter der Religion' liegt, Proselyten machen zu w- len. Eine solche Perspektive, die aus einer Religion heraus eingenommen wird, kann jedoch kaum allgemeingültige Gründe hervorbringen - so die implizite Befürchtung. Vielmehr wird sie unter dem Vorbehalt stehen, Predigt zu sein, die der Erbauung der Gläubigen dient oder aber der Mission, die die Ungläubigen auf ihre Seite zu ziehen sucht. Schleiermacher sucht deshalb einen anderen Ausgangspunkt, den er sich für seine Reden wählt. Er nimmt selbst einen säkularen, nämlich bildungstheore- schen Standpunkt ein, von dem aus er für die Bildung zur Religion argumentiert. Allerdings ist die Scheidung in den Theologen und den Bildungstheoretiker Schleiermacher in dieser Rede längst nicht so eindeutig, wie es der einleitend zitierte Satz nahelegen könnte. Immer wieder treten Argumentationslinien her- 1 vor, die eine deutlich religiöse Einfärbung aufweisen.

Dr. Henning Schluß ist Oberkonsistorialrat für Religionsunterricht in Brandenburg und Privatdozent am Institut für Erziehungswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin