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Die Goldinsel - Roman

Die Goldinsel - Roman

von: Einar Kárason

btb, 2011

ISBN: 9783641067830 , 256 Seiten

Format: ePUB

Kopierschutz: Wasserzeichen

Windows PC,Mac OSX geeignet für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 7,99 EUR

Exemplaranzahl:


  • Your First Foal - Horse breeding for beginners
    The Invisible Link to Your Dog - A new way of achiveing harmony between dogs and humans
    Trick Training for Cats - Smart fun with the clicker
    Snooping Around! - Train your dog to be an expert sniffer
    How Horses Feel and Think - Understanding behaviour, emotions and intelligence
    Das Gelobte Land - Roman
    Trust Instead of Dominance - Working towards a new form of ethical horsemanship
    Quest - Roman
  • Spaghetti mit Schokosoße
    Männer sind schmutzig, Frauen auch - Die nackte Wahrheit über mein Leben als Frau
    Der Zauderberg - Warum wir immer alles auf morgen verschieben und wie wir damit aufhören
    Marie - Roman
    The Pack Concept - The simple truth about living with dogs
    Clicker Training for Clever Cats - Learning can be fun!
    Trick School for Dogs - Fun games to challenge and bond

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Die Goldinsel - Roman


 

"III Haus unterm Galgen (S. 132-133)

Es war, als fiele Feuer und Schwefel über die Familie. Nichts blieb ihr. Das Alte Haus verschwand. Das ganze Viertel wurde in Trümmer gelegt. Und alles das, nachdem Frank Daniel Levine Tomasson nicht mehr unter den Lebenden weilte.

… als ich von seinem Tod erfuhr, dort, in mehr als zweitausend Meter Höhe, wo die Maschine abstürzte und verbrannte, auf dem höchsten Gipfel des Landes. Er war nämlich einer der besten Menschen, denen ich je begegnet bin, klug, ein hervorragendes Gedächtnis, rasche Auffassungsgabe, und was es auch war, es geriet ihm zum Besten. Ich habe diesen jungen Flugschüler kennengelernt wie selten einen, manche Stunde hat er bei uns zugebracht, draußen auf dem Flugplatz oder bei mir zu Haus, in meiner Familie, wo er jederzeit willkommen war. Frank war oft in sich gekehrt und ernst, aber nie stumpf; er war wissbegierig und interessiert an den letzten Wahrheiten des Lebens und Daseins, an Mystik und an Psychologie. Darüber hinaus verstand er etwas von Lyrik und liebte sie.

Und die Tatsache, dass er nicht, wie so viele andere, überheblich lächelte, wenn er Monolog des Starkad von Einar Benediktsson vortrug, beschreibt ihn vielleicht besser als manches andere. Er besaß alle Eigenschaften, die einen guten Piloten ausmachen, Genauigkeit, Energie und Überblick. Überdies führte er einen untadeligen Lebenswandel. In meinen langen Gesprächen mit diesem jungen Mann konnte ich immer wieder feststellen, wie sehr er im tiefsten Innern davon überzeugt war, dass wir uns am Ende unserer irdischen Tage auf eine höhere Ebene der Existenz begeben. Für mich, der ich in die Jahre gekommen bin, ist es ein Trost zu wissen, dass ich, wenn ich unser aller Schicksal erleide, die Hoffnung habe, diesem wirklich guten Menschen wiederzubegegnen. Im Namen der Fliegerschule / KG drücke ich allen Anverwandten mein Beileid aus.

Man brachte Tommi die Zeitung mit dem Nachruf ans Bett; er hatte zu allem anderen auch noch eine Grippe bekommen und konnte kaum sprechen. In dieser Krankheit alterte er um ein halbes Jahrhundert. Als er endlich wieder aufstehen konnte, war er ein Bild des Jammers. Er, der immer darauf geachtet hatte, sich gerade zu halten und aufrecht, hing jetzt im Sessel wie eine Puppe, die jemand fortgeworfen hat. Er konnte sich nicht aufraffen, an der Sarglegung teilzunehmen, also ging Lina allein, diese stahlharte Frau.

Doch selbst sie war danach so erschüttert, dass man kein Wort aus ihr herausbrachte; erst am folgenden Tag, als die Kaufleute Gundi und Gisli anriefen und nach Tommi fragten, sich über die geschäftliche Situation des Ladens Sorgen machten. Da nahm die Wahrsagerin den Hörer und fand die Sprache wieder: Ob die Zöllner und Pharisäer nicht einmal Achtung vor dem Tod hätten.

Ob man einen alten, gramgebeugten Mann in solcher Stunde nicht in Frieden lassen könne. Und die Kaufleute, rot angelaufen wie Rotbarsch, entschuldigten sich und baten, zu grüßen und die Nachricht zu übermitteln, sie hätten einen Mann an der Hand, der sich erboten hätte, den Laden eine Weile zu führen. Doch die Wahrsagerin legte auf, bissig und trocken, fragte nicht einmal, wer dieser Mann wäre …"