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Die Hauptpersonen des Romans: (S. 1)
Roi Danton – Perry Rhodans Sohn will einen Chaotender in die Hände der Menschheit bringen.
Senego Trainz – Der Anführer der Mikro-Bestien geht auf der Welt der hundert künstlichen Sonnen in den Einsatz.
Kirmizz – Der Pilot von VULTAPHER muss seinen Chaotender funktionsfähig machen und seinen ersten Einsatz bewältigen.
Zaubilski und Gessounin – Zwei Posbis benutzen die Hintertür.
Prolog
Kirmizz hatte lange gewartet. Seine zornige Erinnerung an den Mann mit der Maske lag mittlerweile unter sehr viel Ballast verschüttet. Vergessen hatte er jenen Friedensfahrer aber nie.
Nun spürte er erneut die Nähe des Gegners.
Es war Zeit für ihn, den Zweikampf zu Ende zu führen und herauszufinden, was sich unter der Maske verbarg. Ein zweites Mal würde ihn diese aggressive Kreatur jedenfalls nicht überraschen.
Der Maskenträger selbst war Kirmizz egal – ein Terraner, der für ihn nicht mehr als ein namenloser Schatten bleiben würde. Der Pilot des Chaotenders VULTAPHER wusste, dass kaum noch Terraner in diesem Universum lebten. Sie hatten ihre eigene Stärke überschätzt, und daran waren sie zugrunde gegangen.
Ihre Heimatwelt – nach dem Angriff des Chaotenders und der Traitanks im Atombrand verglüht.
Ihre Sonne – bald eine Nova, deren Explosion das Achtplanetensystem für immer auslöschen würde.
Viele Millionen Lichtjahre entfernt bestanden noch kleinere terranische Kolonien. Nur weil sie nie besondere Bedeutung erlangt hatten, existierten sie bis heute. Der Mahlstrom der Sterne, Alashan in der Galaxis DaGlausch ... Beides vielleicht eines Tages Ziele für VULTAPHER. Vorerst aber unerheblich, denn vorrangig blieb die Fertigstellung des Chaotenders.
Kirmizz wandte sich wieder seinem Gefangenen zu.
»Wo finde ich den Maskenträger?«, fragte er.
Das warzenhäutige Wesen wechselte seine Farbe in dumpfes Rot. Die Mehrzahl seiner dünnen Pseudopodien verschmolz wieder mit dem Zentralkörper. Zugleich sonderte die Kreatur Botenstoffe in rauer Menge ab. Es blieb ein untauglicher Versuch, denn Kirmizz reagierte nicht auf die biochemische Attacke.
»Ich werde diesen Terraner aufspüren«, stellte er fest. »Wie viele Friedensfahrer haben die Verfolgung durch die Kolonne überlebt? Keinesfalls mehr als zwanzig ...«
Eine Aura aus Schwefelwasserstoff stieg von dem Gefangenen auf. Kirmizz deutete die expandierende Wolke der Geruchsmoleküle als Ausdruck von Furcht. Zudem fand sein Gegenüber langsam zur festen Gestalt zurück.
Kirmizz’ Versuch der mentalen Beeinflussung hatte den symmetrischen Körper geschädigt. Es hätte ihn nicht überrascht, wäre das blütenförmige Wesen in einer zweiten heftigen Reaktion in kleinere Exemplare zerfallen. Vermehrung durch Teilung war in diesem Bereich des Universums weit verbreitet, das hatte er während seiner Ausbildung in der XIX. Kosmität erfahren.
Sein eigener Körper ...
Denk nicht darüber nach!, meldete sich das Untha-Myrre-Restbewusstsein. Das ist nicht dein Kör...
Schweig!, fuhr Kirmizz auf.
Er erinnerte sich nicht an seine eigene Existenzform und fragte sich sogar, ob er jemals einen Körper besessen hatte. Sein Bewusstsein war verpflanzt worden.
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