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Versuch’s, bevor Du’s verurteilst... (S. 31-32)
Wer Recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben. (Aristoteles)
Als ich das erste Mal über diese Lebensweise las, waren meine Gedanken: „Toll, wieder mal jemand, der keine Ahnung davon hat, wie es einem Dicken geht!”, und legte diese Methode erst einmal zur Seite. Es erschien mir unmöglich und viel zu einfach gestrickt, als dass es funktionieren könnte!
Das erste Mal, dass ich wieder daran dachte, war sechs Monate später, nach den Feiertagen, nachdem ich wieder unglaubliche sieben Kilo zugelegt hatte und mich nicht mehr ausstehen konnte. Ich kann nicht genau sagen warum, aber ich fing wieder an zu forschen und mich umzusehen, wie die Schlanken unter uns so leben und vor allem wie und was sie essen. Ich nahm mir vor, zuerst einfach einmal zu schauen und mir dann, wenn ich genug Infomaterial habe zu überlegen, ob und ab wann ich damit beginne.
Ich sah es ja als eine Diät an und wollte damit so verfahren wie mit all den anderen Schlankheitskuren bisher. Doch bevor ich mich darauf einließ, musste ich mehr wissen. So kam ich schließlich auf die Idee, schlanke Menschen zu interviewen. Heute verteile ich noch immer die Fragebögen, deren Ergebnisse Du in diesem Buch lesen kannst.
Hier kurz angemerkt: Falls Du die Möglichkeit bekommst, eine/n gesunde/n Schlanke/n zu fragen, ob Er/Sie so einen Bogen ausfüllt, dann wäre das einfach fantastisch. Leider sind diese „ungestörten” Schlanken immer seltener zu finden und jeder, dem wir sein Wissen entlocken können, ist kostbar. Wenn Du also einem solchen Menschen begegnest und er sich bereit erklärt, sein Wissen mit uns zu teilen, dann schreib einfach kurz an kontakt@wissen-ist-gesund.de und ich sende Dir den Fragebogen zu. Nach meinen ersten Gesprächen mit Schlanken machte ich eine interessante Entdeckung:
Diese Leute haben überhaupt keine Ahnung, was in uns Dicken vorgeht!
Für sie ist das Essen ein Genuss, oder dermaßen uninteressant, dass sie kaum etwas darüber sagen können, wie ihr eigenes Essverhalten gestrickt ist. Erstaunlich! Nicht wie für mich!
Das Essen war ein Problem, eine Sucht, ein gewissenloses Monstrum, ein unangefochtener Liebhaber, der mich ständig in die Falle lockte!
Und es passierte noch etwas Ungewöhnliches, denn eines Tages, im Laufe meiner Nachforschungen, wurde mir bewusst: „Mensch, Du bist bereits mittendrin! Du beginnst nicht morgen oder nächste Woche mit der „Diät” - Du hast bereits begonnen und es nicht einmal bemerkt!” In diesem Augenblick knurrte nämlich mein Magen und ich nahm es ohne Angst wahr. Ja, ich freute mich ganz ehrlich darauf, etwas Tolles zu essen.
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