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Windows XP Professional. Installation, Konfiguration und Betrieb für Einzelplatz und Netzwerk

Windows XP Professional. Installation, Konfiguration und Betrieb für Einzelplatz und Netzwerk

von: Michaela Zocholl

Addison-Wesley Verlag, 2003

ISBN: 9783827320568, 646 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 19,95 EUR

Ersparnis: 20,00 EUR

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Windows XP Professional. Installation, Konfiguration und Betrieb für Einzelplatz und Netzwerk


 

10 Datenträger und Dateisysteme (S. 313-314)

Bei der Datenträgerverwaltung und dem Einsatz von Dateisystemen setzt Windows XP auf die Neuerungen, die mit Windows 2000 eingeführt wurden. Wer bis dato mit den Vorteilen des Dateisystems NTFS und des neuen Volume Managements noch keine Erfahrung gemacht hat, hat mit Windows XP die Chance, sich damit vertraut zu machen. In diesem Kapitel lesen Sie alles über die Datenträgerverwaltung und die Wartung von Datenträgern, Sie lernen das Volume Management kennen, erfahren, was die Unterschiede zwischen Basisfestplatten und dynamischen Festplatten sind, wie sich die verschiedenen Dateisysteme unterscheiden und für welches Sie sich wann entscheiden sollten.

10.1 Das Volume Management

Mit Windows 2000 wurde ein neues so genanntes Volume Management eingeführt, das die alte Technologie der Festplattenverwaltung nach und nach ersetzen wird. Seit DOS-Zeiten, was in der PC-Historie nun wirklich Steinzeit bedeutet, war es üblich, Festplatten in so genannte Partitionen einzuteilen, die über eine Partitionstabelle im Bootsektor der Festplatte verwaltet wurden. Partitionen wurden ein für allemal eingerichtet und konnten nachträglich schwer – und nur mit spezieller Zusatzsoftware – verändert werden. In Windows 2000 konnte erstmals unter Windows ein Verfahren verwendet werden, bei dem die Einteilung von Datenträgern nicht mehr endgültig feststeht, sondern im laufenden Betrieb flexibel gehandhabt werden kann.

10.1.1 Basisdisks und Partitionen

Die klassische Festplattenverwaltung benutzt eine Partitionstabelle im Masterbootrecord (MBR), in der die Aufteilung des gesamt zur Verfügung stehenden Speicherplatzes gespeichert wird. Die Partitionstabelle bietet Platz für vier primäre Partitionen. Um Festplatten weiter einzuteilen, können anstelle von weiteren primären Partitionen erweiterte Partitionen definiert werden. Eine erweiterte Partition enthält selbst keine Daten, sondern dient als Container für so genannte Logische Laufwerke. Im MBR werden Partitionen und Laufwerke durch eine einfache Typkennung unterschieden. Die Einteilung steht fest und kann später nicht ohne Aufwand verändert werden. Eine solchermaßen strukturierte Festplatte wird in Windows XP Basisdisk genannt.

Innerhalb einer erweiterten Partition können bis zu 23 logische Laufwerke definiert werden. Da Laufwerke mit Buchstaben bezeichnet werden, bleiben nach A, B und C, die bereits für Diskettenlaufwerke reserviert bzw. von der primären Partition in Anspruch genommen wird, maximal 23 Buchstaben übrig – wenn diese nicht bereits anderweitig für andere Wechseldatenträger oder primäre Partitionen verbraucht sind. Partitionen und logische Laufwerke erscheinen im Windows Explorer gleichermaßen mit Laufwerkbuchstaben, können an dieser Stelle also nicht unterschieden werden. Die Datenträgerverwaltung, die in Abschnitt 10.3 beschrieben wird, ermöglicht es, Partitionen, erweiterte Partitionen und logische Laufwerke zu erkennen und gegebenenfalls zu konvertieren.

10.1.2 Dynamische Disks und Volumes

Wesentlich flexibler als die klassischen Basisdisks sind Dynamische Disks, die in Windows 2000 und Windows XP für Festplatten zur Verfügung stehen, die mit NTFS formatiert wurden. Die Informationen über die Struktur des Datenträgers wird hier nicht in eine Partitionstabelle, sondern in eine Datenträgerdatenbank geschrieben. Die Einheiten, in die eine dynamische Disk aufgeteilt wird, werden nicht Partitionen, sondern Volumes genannt, denn sie sind nicht auf einen bestimmten Ort auf einem physischen Datenträger festgelegt, sondern können nachträglich vergrößert werden, ohne dass die darauf gespeicherten Daten verloren gehen.

Ein Volume kann sich sogar über mehrere Festplatten erstrecken und bietet damit die Möglichkeit, einen Datenträger durch den Einbau einer weiteren Festplatte nachträglich zu erweitern. Selbstverständlich wird nicht die physische Festplatte vergrößert, aber für die BenutzerInnen, die das Volume unter dem gewohnten Laufwerkbuchstaben ansteuern, steht einfach mehr Platz zur Verfügung, ohne dass Sie die zusätzlich eingebaute Platte auch nur zur Kenntnis nehmen müssen. Basisdisks können nachträglich ohne Datenverlust in dynamische Disks konvertiert werden, umgekehrt ist dies nicht ohne weiteres möglich (mehr dazu in Abschnitt 10.3.3).

Nicht dynamisch verwaltet werden kann das Systemvolume, selbst wenn Sie die Festplatte, auf der Sie Windows XP installiert haben, in einen dynamischen Datenträger konvertieren. Die Systempartition bleibt immer fest und kann nicht nachträglich verändert werden. In manchen Fällen ist es nicht möglich, dynamische Datenträger zu verwenden: