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Nur diese eine Nacht - Roman

von: Gayle Forman

Blanvalet, 2011

ISBN: 9783641060756 , 272 Seiten

Format: ePUB

Kopierschutz: Wasserzeichen

Windows PC,Mac OSX geeignet für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 7,99 EUR

Exemplaranzahl:


  • Haftpflichtversicherung
    Ratgeber Geschäftsführer-Haftung
    Die Kfz-Versicherung
    Die Begutachtung für die private Berufsunfähigkeitsversicherung - Ein Leitfaden für medizinische Gutachter und Sachbearbeiter in den Leistungsabteilungen privater Versicherer
    Umweltschadensgesetz und Umweltschadensversicherung - Ein Handbuch für die Praxis
    Recht und Praxis des Versicherungsmaklers
    Das neue VVG- Eine synoptische Gegenüberstellung mit der alten Gesetzeslage
    Rechtsprechungssammlung zur Kasko-Versicherung
  • Versicherungsvertragsrecht 2008
    Produktinnovationen in der deutschen Versicherungswirtschaft - Theoretische Analyse aktueller Preisentwicklungen
    Grundlagen der Kalkulation von Versicherungsprodukten in der Schaden- und Unfallversicherung
    Praxisratgeber Umwelt- und Produkthaftung - Strafrecht - Haftungsrecht - Gefahrenabwehrrecht

     

     

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Nur diese eine Nacht - Roman


 

"15 (S. 133-134)

Ich bin überzeugt, dass, wenn in Oregon ein Baby zur Welt kommt, es das Krankenhaus mit einer Geburtsurkunde und mit einem winzigen kleinen Schlafsack verlässt. Denn jeder, der in diesem Staat lebt, steht total auf Camping. Die linken Hippies wie die konservativen Rednecks gleichermaßen. Jäger wie Tierschützer. Reiche Leute. Arme Leute. Sogar Rockmusiker. Ja, gerade Rockmusiker. Unsere Band hat die Kunst des hohen Punkrock-Campings tatsächlich bis zur Perfektion getrieben, indem wir einfach irgendwelchen Müll in den Van schmissen und losdüsten, irgendwo in die Berge, wo wir dann Bier tranken, unser Essen verkohlen ließen, um ein Lagerfeuer herumsaßen und ein bisschen auf unseren Instrumenten herumklimperten und dann unter freiem Himmel pennten. Manchmal, wenn wir auf Tour waren, in der frühen, schwierigen Anfangsphase, da haben wir sogar gecampt, wenn wir nicht schon wieder in irgendeiner Rock-’n’-Roll-Absteige übernachten wollten, die voller Leute und voller Kakerlaken war. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass, egal wo man wohnt, die Wildnis nie besonders weit ist, aber in Oregon scheint jedenfalls so gut wie jeder auf Campen zu stehen.

Das heißt, jeder außer Mia Hall. »Ich schlafe nur in Betten«, hatte Mia erwidert, als ich sie das erste Mal auf ein Campingwochenende einlud. Woraufhin ich vorschlug, dass wir ja eine Luftmatratze für sie mitnehmen könnten. Sie hatte sich trotzdem geweigert. Kat hatte zufällig mitbekommen, wie ich versuchte, Mia zu überreden, und hatte angefangen zu lachen. »Na, dann viel Glück, Adam«, meinte sie. »Denny und ich sind mit Mia mal campen gegangen, als sie noch ein Baby war. Wir hatten geplant, eine ganze Woche an der Küste zu verbringen, doch sie hat zwei Tage lang nur gebrüllt, bis wir aufgaben und nach Hause fuhren. Sie reagiert allergisch aufs Campen.« »Das stimmt«, bestätigte Mia. »Ich komm mit«, schlug Teddy vor.

»Ich darf immer nur hinten im Garten zelten.« »Gramps zeltet doch jeden Monat mit dir«, erwiderte Denny. »Und ich auch. Du hast bloß noch nie mit deiner ganzen Familie gecampt.« Er warf Mia einen vorwurfsvollen Blick zu. Doch sie verdrehte nur die Augen. Deshalb war ich auch verblüfft, als Mia sich einverstanden erklärte, mit mir campen zu gehen. Es war im Sommer vor ihrem letzten Jahr an der Highschool und vor meinem ersten Jahr am College. Wir hatten uns in der Zeit davor kaum gesehen. Die Sache mit der Band begann langsam abzugehen, deswegen war ich den Großteil des Sommers auf Tour, und Mia hatte erst an diesem Musik-Camp teilgenommen und dann noch Verwandte besucht. Sie muss mich echt vermisst haben.

Das war die einzige Erklärung, die ich dafür fand, dass sie nachgab. Aber natürlich konnte ich ihr nicht die Punkrock-Version zumuten. Deshalb borgte ich mir ein Zelt. Und eine von diesen Isomatten zum Draufliegen. Und ich hab eine ganze Kühltasche voll mit Essen mitgenommen. Ich wollte, dass alles perfekt ist. Obwohl, wenn ich ehrlich sein soll, war mir nicht so ganz klar, warum Mia überhaupt so eine Abneigung gegen das Campen hatte – sie war ja keins von diesen zimperlichen Mädchen, nicht im Entferntesten –; daher hatte ich keinen blassen Dunst, ob es half, dass für das leibliche Wohl gesorgt war.

Als ich sie abholte, kam die ganze Familie zusammen, um sich von uns zu verabschieden, so als würden wir auf eine längere Reise quer durchs Land gehen und nicht auf einen Kurztrip. Kat winkte mich zu sich. »Was hast du denn essenstechnisch so eingepackt?«, erkundigte sie sich. »Sandwiches. Obst. Und für heute Abend Hamburger und Baked Beans und S’mores. Ich will ihr das ultimative, absolut authentische Camp-Feeling vermitteln.« Kat nickte, vollkommen ernst."