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Jetzt lerne ich Visual Basic - Komplettes Starterkit.

Jetzt lerne ich Visual Basic - Komplettes Starterkit.

von: Peter Monadjemi

Markt +Technik Verlag, 2003

ISBN: 9783827265692, 505 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 7,50 EUR

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Jetzt lerne ich Visual Basic - Komplettes Starterkit.


 

Abspeichern von Daten in Dateien (S. 305-306)

Alle Variablen behalten ihre Werte nur so lange, wie das Programm aktiv und die Variable innerhalb des Programms gültig ist. Wird das Programm beendet, geht der Inhalt sämtlicher Variablen zwangsläufig verloren. Damit die Werte beim nächsten Start des Programms wieder zur Verfügung stehen, müssen sie »irgendwo« gespeichert werden. Dieses Irgendwo kann bei Windows entweder die Konfigurationsdatenbank (Registry), eine INI-Datei (Textdatei) oder eine vom Programm unabhängige »normale« Datei sein. Letztere Alternative bietet sich immer dann an, wenn entweder relativ viele Daten gespeichert werden müssen (auch wenn es theoretisch möglich ist, sollte man die Konfigurationsdatenbank nicht mit Daten überladen) oder wenn die Daten als eigenständige Einheit weitergegeben werden sollen.

Sie lernen in diesem Kapitel etwas über:

- Den Begriff Datei
- Das Prinzip des Dateizugriffs
- Abspeichern und Einlesen von Texten
- Abspeichern und Einlesen von Zahlen


Das Abspeichern von Datensätzen (Random-Zugriff) wird in diesem Buch nicht behandelt, da auch die damit verbundenen benutzerdefinierten Datentypen nicht vorgestellt wurden. Entsprechende Erläuterungen finden Sie sowohl auf der »Jetzt lerne ich Visual Basic«-Webseite als auch natürlich in der Visual-Basic-Hilfe. Bedingt durch den Umstand, dass Visual Basic in der Profiund Enterprise-Edition mit der Jet-Engine über ein eigenes Datenbanksystem verfügt, ist die Notwendigkeit für die Abspeicherung von Datensätzen in Random- Dateien relativ begrenzt.

9.1 Das Prinzip des Dateizugriffs

Was ist eigentlich eine Datei? Ganz einfach, ein Behälter für Daten, der über einen Namen angesprochen wird. Diese Definition ist etwas vage. Hier die technischere Variante. Ein Betriebssystem wie Windows verteilt die Daten auf der Festplatte (sowie auf Diskette und allen anderen beschreibbaren Medien) in gleichgroße Portionen, die als Zuordnungseinheiten (engl. »cluster«) bezeichnet werden. Jede Zuordnungseinheit besitzt eine Größe (bei Windows 98 zum Beispiel 4096 Byte bei Partitionen von bis zu 8 Gbyte). Speichern Sie daher einen Brief mit 10000 Zeichen, so belegt dieser mindestens fünf solcher Zuordnungseinheiten. Allerdings, diese Zuordnungseinheiten können über die ganze Festplatte (genauer gesagt, die Partition einer Festplatte) verteilt sein.

Das Betriebssystem muss sich also merken, wo die einzelnen Zuordnungseinheiten lokalisiert sind. Dafür benutzt es eine interne »Merktabelle«, die als File Allocation Table (FAT) bezeichnet wird. Die FAT (oder FAT32 bei Windows 98) wird sozusagen als Inhaltsverzeichnis eines Laufwerks auf diesem gespeichert und ist etwas, das in den Tiefen des Betriebssystems verborgen ist und mit dem weder Anwender noch Programmierer jemals konfrontiert werden. Oder haben Sie beim Abspeichern eines Dokuments oder eines Visual-Basic-Programms jemals die Nummern von Zuordnungseinheiten angeben müssen? Natürlich nicht, denn dafür gibt es die Dateinamen.

Sie kopieren nicht die Zuordnungseinheiten 10, 17 und 321 auf Laufwerk A:, Sie kopieren die Datei ROCKME.TXT auf Laufwerk A:. Intern werden aber diese Zuordnungseinheiten kopiert und die FAT des Laufwerks A: so aktualisiert, dass sich eine Datei ROCKME.TXT auf diesem Laufwerk befindet und das Laden der Datei die damit verbundenen Zuordnungseinheiten lädt. Hätte man das nicht einfacher erklären können? Klar, eine Datei ist ein »Behälter« für Daten auf einem Laufwerk. Intern besteht eine Datei aus einer Aneinanderreihung von Bytes.

Wenn Sie sich – was mit einigen Hilfsprogrammen, wie einem DiskDoctor oder dem MS-DOS-Hilfsprogramm Debug, möglich ist – den Inhalt einer beliebigen Datei anschauen, sehen Sie nichts anderes als aneinander gereihte Hexadezimalzahlen, die für die einzelnen Bytes der Datei stehen. Welche Bedeutung diese Bytes besitzen, ist dem Betriebssystem, salopp gesprochen, egal. Sie erhalten erst dann eine Bedeutung, wenn die Datei von einem Programm »eingelesen « und interpretiert wird. Erst dann stellt es sich heraus, ob es sich um Maschinenbefehle oder um sankrillische Schriftzeichen handelt. Ein Dateiname ist nichts anderes als der Name für eine Gruppe von Zuordnungseinheiten, die das beinhalten, was als Datei bezeichnet wird.