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Fachtrainings erfolgreich gestalten - Praxishandbuch für Trainer, Führungskräfte und Experten
Ziele und Inhalte bestimmen (S. 43-44)
Zwei Aspekte sind es, die für die Wahl und Eingrenzung des Lerngegenstands von Bedeutung sind: Zum einen ist natürlich zu bestimmen, welche Lernziele es im Rahmen eines Trainings zu erreichen gilt. Zum anderen ist aber auch von Bedeutung,welche Lernmöglichkeiten ein bestimmtes Thema in sich birgt. Die wechselseitige Bearbeitung dieser beiden Aspekte ist eine wesentliche Bedingung für ein erfolgreiches Training.
Mit den beiden im Folgenden vorgestellten Werkzeugen richten Sie Ihr Augenmerk auf die Ziele und Inhalte eines Trainings. Die Drei-Z-Formel hält zur Bestimmung der Lernziele vor dem Hintergrund einer spezifischen Zielgruppe und der verfügbaren Zeit an. Die didaktische Analyse unterstützt den Trainer dabei, das Potenzial eines bestimmten Themas herauszuarbeiten.
Die Drei-Z-Formel
Hinter der Drei-Z-Formel verbergen sich die drei Begriffe Zielgruppe, Zeit und (Lern-)Ziele (s. Abb. 15). Sinnvoll ist es, wenn Sie zunächst die Zielgruppe des Trainings und die zur Verfügung stehende Zeit – quasi als Rahmenbedingungen des Trainings – ermitteln. Im Anschluss daran können Sie dann die Lernziele festlegen.
Wollen Sie die Zielgruppe beschreiben, so empfiehlt es sich, Auskünfte über die berufliche Entwicklung der Teilnehmer, ihren biografischen Hintergrund und ihre aktuellen beruflichen oder privaten Erwartungen und Ziele einzuholen. Danach stellt sich heraus, ob die Trainingsgruppe als eher homogen oder heterogen einzuschätzen ist. Im letzteren Fall müssen Sie die Lernziele besonders sorgsam ausarbeiten und eventuell noch Rücksprache mit dem Auftraggeber nehmen.
Die Lernziele sind auf einem mittleren Abstraktionsniveau zu formulieren. Ziele, die entweder auf einer unverbindlichen hohen Ebene oder auf einer mit Details überfrachteten niedrigen Ebene angesiedelt sind, gilt es zu vermeiden. Im Einzelfall ist eine Zieldetaillierung allerdings durchaus erwünscht, um die erforderlichen Lernaktivitäten der Teilnehmer besser ermitteln zu können.
Lernziele sollten so formuliert sein, dass dem bezeichneten Lerninhalt stets ein Verb folgt. Das Verb hilft dabei, die erwünschte Tätigkeit des Teilnehmers genauer zu fixieren. Das Lernziel «Die Teilnehmer sind in der Lage, den kooperativen Führungsstil zu erläutern» nimmt eine andere Gestalt an, wenn anstelle von «erläutern» «anwenden» tritt.
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