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Bleiben Sie stets flexibel (S. 192-193)
»Wenn ich endlich entschieden habe, dass ein Ergebnis der Mühe wert ist, dann mache ich mich an die Arbeit und versuche es so lange, bis es klappt.«
(Thomas Edison)
Es liegt in der Natur der Sache, dass manche Menschen erfolgreicher und glücklicher sind als andere. Manche Menschen verdienen mehr Geld, leben ein schöneres Leben, sind erfüllter und zufriedener, führen glücklichere Beziehungen und tragen mehr zur Gemeinschaft bei als andere.
Das Menninger-Institut in Kansas City führte vor kurzem eine Studie darüber durch, welche Eigenschaften im 21. Jahrhundert besonders wichtig sind als Voraussetzung für Erfolg und Glück. Die Auswertung der Ergebnisse ergab, dass in Zeiten des raschen Wandels Flexibilität die wichtigste Eigenschaft ist, die man sich aneignen kann.
Das Gegenteil von Flexibilität ist Starrheit. Das Gegenteil von flexiblem Denken ist starres oder mechanisches Denken. Das Gegenteil einer unvoreingenommenen Lebenseinstellung sind unreflektierte, vorhersagbare Reaktionen auf jede Situation. Das Gegenteil von Flexibilität ist die mangelnde Bereitschaft, sich angesichts veränderter Informationen oder Umstände anzupassen. Flexibilität ist die Eigenschaft, die daher wesentlich ist, wenn man mehr sein, tun und haben will als der Durchschnittsmensch.
Das Tempo des Wandels
Der Faktor, der unser Leben heutzutage möglicherweise am stärksten prägt, ist das Tempo, in dem sich der Wandel vollzieht. Wir leben in der schnelllebigsten Zeit der Menschheitsgeschichte. Nie haben sich die Dinge so schnell verändert, und die Geschwindigkeit, in der sich die Umstände ändern, nimmt von Jahr zu Jahr zu.
Veränderungen vollziehen sich heute nicht nur schneller, sondern auch ruckartig. Sie entwickeln sich nicht kontinuierlich, sondern finden statt, setzen aus und setzen wieder ein, und das in unberechenbare Richtungen. Veränderungen strömen von allen Seiten auf uns ein – auf so unterschiedliche Art und Weise, dass es oft ganz unmöglich ist vorherzusehen, was als Nächstes passieren wird. Veränderungen sind wesensbedingt unberechenbar. Sie zwingen uns häufig, unsere mühsam ersonnenen Pläne und Ideen über Nacht über Bord zu werfen, weil sich eine ganz neue, unerwartete Wendung in eine neue, unerwartete Richtung ergeben hat. Infolgedessen müssen wir unbedingt flexibel denken und auch handeln.
Eine Hauptursache für Stress
Veränderungen setzen Menschen mit festen oder starren Überzeugungen davon, wie die die Dinge »sein sollten«, ungeheuer unter Stress. Solche Menschen hängen an dem, was sie tun, an ihren Methoden und Vorgehensweisen, und wollen sich auch wider besseres Wissen nicht anpassen.
Die einzige Frage, die Sie sich im Hinblick auf das, was Sie tun, eigentlich stellen sollten, ist: Funktioniert es? Führt es zum erwünschten Ergebnis? Ist es in der augenblicklichen Situation die beste Lösung? Der einzige Maßstab für die Richtigkeit einer bestimmten Entscheidung oder Handlungsweise ist ihre Wirksamkeit im Hinblick auf das angestrebte Ergebnis oder das gesteckte Ziel. Fragen Sie sich immer wieder: Funktioniert es?
Die drei Triebkräfte des Wandels
Wandel wird heute von drei Faktoren bestimmt, die sich potenzieren und so das Tempo der Veränderungen steigern. Der erste Faktor des Wandels ist die explosive Vermehrung von Informationen und Wissen in jedem Lebensbereich. Eine neue Entdeckung oder eine Information kann in einem Wettbewerbsmarkt von heute auf morgen die Geschäftsdynamik vollkommen verändern. Ein eben noch beliebtes Produkt, eine gefragte Dienstleistung oder eine maßgebliche Branche kann durch ein neues Produkt oder einen neuen Service veralten, wenn dadurch dasselbe Ergebnis schneller, besser, billiger oder leichter erreicht wird.
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