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1 Prüfungserfahrungen nutzen, Erwartungen klären und Fachwissen umsetzen! (Seite 3)
Ausnahmslos alle, die dieses Heft in die Hand nehmen, haben bereits vielfältige Erfahrungen mit Prüfungen gesammelt und diese erfolgreich absolviert. Unabhängig davon, ob Sie Ihr Examen in Psychologie, Pädagogik oder Sozialpädagogik abgelegt haben, sind Sie Expertin oder Experte für Prüfungen! Nicht nur, dass Sie bereits in der Schule Tests und Klassenarbeiten bewältigen mussten, auch das Studium bietet mit Klausuren, Vordiplom- und Diplomprüfungen vielfältige Möglichkeiten, Erfahrungen in Sachen Examen zu sammeln. Nun haben Sie außerdem in Ihrer Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten oder zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten bereits erfolgreich eine Zwischenprüfung abgelegt. Sie wissen von sich also inzwischen am allerbesten, ob Sie ein eher akustischer oder visueller Lerntyp sind, wie Sie auf Zeitdruck reagieren, ob es für Sie hilfreich ist, sich in einer Lerngruppe auf die Prüfung vorzubereiten, ob Sie sich „bis zum letzten Augenblick“ vorbereiten sollten oder eine Lernpause kurz vor der Prüfung brauchen etc. Setzen Sie solche „Selbsterfahrungen“ in der Vorbereitung gezielt ein! Im Vorfeld der Prüfung sollten Sie sich darüber klar werden, welche Erwartungen Sie an sich stellen: Genügt es Ihnen „nur“ zu bestehen oder spielt die Note für Sie eine Rolle? Welche Gefühle haben Sie in Zusammenhang mit der Prüfung: Erleben Sie sie eher als lästig, als ängstigend oder als herausfordernd? Welche kleineren oder größeren Belohnungen können Sie für sich als Motivationshilfe während der Prüfungsvorbereitung nutzen? Wie stellen Sie sich den Prüfungstag vor? Wie werden Sie sich voraussichtlich an diesem Tag fühlen und was kann Ihnen helfen, den Tag gut zu überstehen? Welche Entspannungstechnik könnten Sie z.B. gegen den Stress einsetzen? Überlegungen und Fantasien dieser Art stimmen auf die Prüfungssituation ein und können Sicherheit vermitteln.
Außerdem haben Sie in Ihrer Ausbildung Fachwissen über das Lernen an sich erworben: Sie wissen z.B., dass das „verteilte Lernen“ zu besseren Ergebnissen führt als das „massierte Lernen“. Sie kennen die Bedeutung eines „mittleren Angstniveaus“ für die erfolgreiche Prüfungsvorbereitung und Sie haben sich mit Theorien über Selbstkontrolltechniken zur Steigerung der Frustrationstoleranz auseinander gesetzt. Nutzen Sie dieses Wissen auch für Ihre eigene Prüfungsvorbereitung!
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