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Perry Rhodan:
Tabu (Seite 4)
Nichts und niemand konnte dem Vormarsch der Zuchtsoldaten der Frequenz- Monarchie Einhalt gebieten. Das wusste Perry Rhodan genau. Dennoch gab er nicht auf.Die Erfahrung lehrte ihn, dass sich Dinge oft anders entwickelten, als es zunächst den Anschein erweckte – im positiven wie im negativen Sinne. Solange auch nur ein einziger Halbspur-Changeur am Leben war, gab es Hoffnung. Hoffnung, dass sich alles zum Besseren wendete.
Hoffnung, dass die gewaltige Kaverne unterhalb der Endlosen Stadt, die fast das gesamte Meer des Planeten Markanu bedeckte, nicht das Ende eines Volkes markierte, das seit langer Zeit eine zentrale Rolle im kosmischen Geschehen spielte. Und das Ende eines Terraners namens Perry Rhodan samt seinen Begleitern Mondra Diamond und Icho Tolot.
Sie verließen den in Erdfarben gekachelten Korridor, durch den sie einen Weg von einigen Kilometern Länge unter der Endlosen Stadt zurückgelegt hatten. Eine unterirdische Kaverne lag vor ihnen, eine gewaltige Halle, deren Durchmesser Rhodan auf mindestens dreihundert Meter schätzte.
Ein Blick auf die Messgeräte seines SERUNS bestätigte diesen Eindruck. Die Kaverne besaß eine ovale Grundform von maximal zweihundert Metern Breite und der doppelten Länge sowie einer Höhe von einhundertachtzig Metern: ein gewaltiges Ei.
Ariel Motrifi s, ihr Führer durch diese unterirdische Welt der Endlosen Stadt, ging zuerst die Treppe hinab, die zu einem der zahlreichen Böden der Kaverne führte. Auf Säulen stehende Plattformen, Verstrebungen und Brücken füllten als kompliziertes Gefl echt den Hohlraum aus. Insgesamt entstanden so etliche Dutzend ineinander verschachtelte Stockwerke.
Perry und Mondra folgten dem Halbspur-Changeur. Icho Tolot hielt sich dicht hinter ihnen. Die Treppenstufen boten dem halutischen Koloss kaum Halt, obwohl sie für den nur einen Meter großen Halbspur-Changeur so groß waren, dass er Mühe hatte, mit einem einzigen Schritt die jeweils nächste zu erreichen. Diese Treppe schien eher für Wesen von der Größe eines Terraners gedacht denn für die Changeure, das passte zu Motrifi s’ Aussage, dass sie die Endlose Stadt vor 80.000 Jahren nicht etwa selbst erbaut, sondern vorgefunden und bezogen hatten. Über den Sinn dieses komplizierten unterirdischen Gebildes konnte Rhodan nur Vermutungen anstellen, wahrscheinlich wussten nicht einmal die Halbspur-Changeure etwas dazu zu sagen.
Auf den verschiedenen Plattformen irrten vereinzelte Changeure umher. Motrifi s’ Hoffnung, dass sich einige aus seinem Volk vor den Klonkriegern hatten in Sicherheit bringen können, hatte sich also erfüllt. Dennoch schien er alles andere als zuversichtlich. Zwischen den kleinen Humanoiden trieben Nebelschwaden, die teils in düsterem Rot leuchteten, ohne dass eine Lichtquelle zu erkennen war, die sie anstrahlte. Nebel, dachte Rhodan. Ein ungewöhnlicher Anblick in einer unterirdischen Kaverne.
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