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Aktuarielle Methoden der Tarifgestaltung in der Schaden-/Unfallversicherung

von: Deutsche Gesellschaft für Versicherungs- u. Finanzmathematik (Hrsg.)

VVW GmbH, 2011

ISBN: 9783862980642 , 201 Seiten

Format: PDF, OL

Kopierschutz: Wasserzeichen

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Preis: 32,99 EUR

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Mehr zum Inhalt

Aktuarielle Methoden der Tarifgestaltung in der Schaden-/Unfallversicherung


 

5 Globales Niveau (S. 137-138)

5.1 Ziel


Grundlegendes Ziel des Aktuars im Rahmen der Tarifkalkulation ist die risiko- und verursachungsgerechte Bestimmung der Versicherungsprämien. Damit gewährleistet er die langfristige Erfüllbarkeit des Leistungsversprechens aus den vertriebenen Versicherungsprodukten. Der Umfang und der Zeitpunkt zukünftiger Leistungen sind mit sehr unterschiedlichen Unsicherheiten versehen. Diese sind unter anderem vom Produkt, dem Risiko und der Bestandszusammensetzung abhängig.

Die dauerhafte Erfüllbarkeit erfordert Entscheidungen der Leitung des Versicherungsunternehmens zur adäquaten Vorsorge in Form von ausreichend Kapitalunterlegung3 und/oder Transfer von entsprechend übernommenen Risiken in nachgelagerte Märkte. Unabhängig vom Niveau der dadurch festgestellten Risikobereitschaft sind diese Produktionsfaktoren in der Prämienfixierung vollständig zu berücksichtigen.

Das Versicherungsunternehmen ist eingebunden in ein komplexes und vielfach zyklisches Marktumfeld. Alle Entscheidungen, auch strategischer Art, sich in diesem Geflecht durch preisliche Variabilität auszuzeichnen, haben, abgesehen von eventuellen strukturellen Verschiebungen in der Risikozusammensetzung des Bestandes, keinen Einfluss auf das global vom Aktuar zu fixierende Preisniveau des Tarifmodells. Inwiefern zyklische Bewegungen in nachgelagerten Finanzmärkten (Rückversicherung/ Kapitalmarkt) mit entsprechenden Abweichungen in der Höhe der dorthin abzuführenden Preise vom Aktuar bei der Preisgestaltung berücksichtigt werden sollen, wird unter anderem in diesem Kapitel diskutiert.

Im Unterschied zu Umlageverfahren ist der hierbei einzunehmende Blickwinkel nicht darauf ausgerichtet, mit der in einer Periode vereinnahmten Versicherungsprämie genau die in diesem spezifischen Zeitraum anfallenden Schäden (auch aus Leistungsversprechen früherer Perioden) auszugleichen. Vielmehr ist die Prämie nach dem Äquivalenzprinzip so zu bemessen, dass alle zukünftig aus dem übernommenen Risiko sich realisierenden Belastungen (Spätschäden) finanziert werden können und der Geschäftsbetrieb dabei im Rahmen des unternehmensindividuell und aufsichtsrechtlich bestimmten Sicherheitsrahmens gewährleistet werden kann. Die somit abgegrenzte und als auskömmlich definierte Versicherungsprämie (Bruttoprämie: BP) umfasst danach in der Regel folgende Komponenten: