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Mensch sein unter Menschen
Sich selbst sein
Im Umgang mit anderen Menschen spielen wir eine Vielzahl von Rollen. Einmal sind wir Erzieher, dann Mitarbeiter, Vereinskollege oder Freund. Unser Verhalten ändert sich mit der Rolle, die wir gelernt und entwickelt haben. Wenn wir Rollen annehmen, setzen wir eine Maske auf, weil wir von der Funktion eine bestimmte Vorstellung besitzen. Dadurch verfälschen wir unseren Auftritt und gaukeln den Menschen etwas vor, was wir nicht sind. Wenn wir uns hingegen verhalten, wie wir uns fühlen, sind wir wir selbst. Vielleicht kann man die Maske nie ganz ablegen, aber wir sollten uns bemühen, so authentisch wie möglich zu sein.
Wir wirken auf andere echt, wenn wir uns für sie interessieren. Haben wir den Namen bereits nach Sekunden vergessen, so waren wir abwesend. Bringen wir anderen unsere Gefühle entgegen, so entsteht eine Verbindung, die wirkt. Was wir sagen, ist gefühlsbetont und strahlt Menschlichkeit aus. Es vermittelt anderen die Gewissheit, dass wir meinen, was wir sagen. Wenn wir uns nach dem Befinden erkundigen, geschieht es nicht stereotyp, sondern mit Interesse. Das entsteht aus einer Grundhaltung heraus, Menschen in unserem Umfeld zu fördern. Das klingt paradox, öffnet uns aber viele Türen.
Menschen zu fördern, das beginnt mit ehrlichem Interesse, mit Wertschätzung und Anerkennung. Die Menschen sollen spüren, dass sie auf uns zählen können. Wir sind bereit, ihnen zuzuhören, ihnen eine Gefälligkeit zu erweisen (ohne uns allerdings ausnutzen zu lassen). Indem wir bewusst Freundlichkeit zeigen, öffnen wir uns gegenüber anderen. Wir behandeln sie (aber auch uns selbst) mit Achtung.
Gehen Sie freundlich auf die Menschen zu und zeigen Sie Interesse. Sie überwinden dadurch eine allfällig negative Stimmung in sich. Sie wirken dadurch, wie Sie wirklich sind.
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