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10 Netzwerk (S. 243-244)
Ein Netzwerk ist eigentlich nichts anderes als der physikalische Verbund von Rechnern mittels spezieller Hard- und Softwarekomponenten über ein drahtgebundenes oder unksendendes Medium. Dank der Verbindung mehrerer Rechner miteinander können diese etwa Daten miteinander austauschen, oder zentrale Komponenten im Netzwerk (Drucker, Modems, ISDN-Karten etc.) nutzen.
Netzwerke beeinflussen unser aller Leben – und zwar 24 Stunden rund um die Uhr. Netzwerke finden Sie überall, angefangen beim kleinen Netzwerk für fünf Mitarbeiter beim Steuerberater um die Ecke, über die Ihnen vertrauten Geldautomaten bis hin zum international agierenden Konzern, der die Rechner vieler Mitarbeiter selbst über Ländergrenzen hinweg miteinander verbindet. Die Verbindung einzelner Computer miteinander geschieht über Netzwerkkarten und einem entsprechenden Kabel.
Ein Rechner im Netzwerk übernimmt dabei zentrale Steuerungs- und Verwaltungsaufgaben. Einen derartigen Rechner nennt man »Server«. Davon kann es mehrere in einem Netzwerk geben. Der Server ist beispielsweise für die Zuweisung von zentralen Netzwerk-Ressourcen (Drucker, Modems, Verzeichnisse auf Festplatten etc.) verantwortlich. Rechner, die mit einem Server verbunden sind und auf dessen Ressourcen zurückgreifen, heißen im Allgemeinen Arbeitsstationen oder »Workstations«.
10.1 Vorteile einer Netzwerk-Umgebung
Ein wesentlicher Vorteil eines Netzwerks, auch LAN (Local Area Network) genannt, besteht in der Möglichkeit der so genannten Programmzentralisierung. Dies heißt, dass beim Einsatz eines zentralen Server-Systems im LAN Anwendungsprogramme zentral auf dem Server abgelegt werden können. Der Vorteil liegt klar auf der Hand:
Der Betreiber eines Netzwerks muss nicht mehr das entsprechende Programm (Textverarbeitung, Grafikprogramme, Kommunikationsprogramme etc.) auf sämtlichen Rechnern im Unternehmen installieren. Die Installation erfolgt nun zentral auf einem Server. Besonders geplagte Netzwerkverwalter profitieren von dieser zentralisierten Installation, da diese nicht mehr zum wiederholten Male mit CD-ROMs oder gar Disketten hantieren müssen. Dies spart Zeit und natürlich eine Menge Geld.
Geld ist überhaupt im Netzwerk ein wichtiger Faktor. Der Unternehmer muss nun nicht mehr für jeden Rechner in der Firma eine Vollversion des eingesetzten Programms kaufen. Er erwirbt vielmehr eine so genannte Netzwerk-Lizenz, die im direkten Vergleich zur Einzelplatzversion wesentlich preiswerter ist.
Ein weiterer Vorteil der Programmzentralisierung wird ebenfalls beim Einspielen von Updates sichtbar. Diese werden nur noch zentral an einer Stelle (auf dem Netzwerk-Server) eingespielt; es entfällt die Installation auf jedem einzelnen Computer im Netzwerk. Der Anwender profitiert in einem Netzwerk weiterhin von gemeinsamen Datenbeständen, die an zentraler Stelle auf dem Server liegen. Anwender mit den erforderlichen Rechten sind in der Lage, von Ihrer Netzwerkstation aus auf denselben Datenpool zuzugreifen. Da alle Datenbestände auf einem zentralen Rechner im Netzwerk liegen, arbeiten alle Mitarbeiter eines Unternehmens immer mit demselben Datenbestand, sodass es nicht zu Problemen mit verschiedenen Versionen eines Dokuments kommt.
Ein weiterer Vorteil eines Netzwerks liegt in der zentralen Ressourcen-Verteilung. Dabei kann es sich beispielsweise um Drucker, CD-ROM-Laufwerke, Fax-Server oder Scanner handeln, die jedem Anwender im Netzwerk zur Verfügung stehen. Auch hier steht die Kostenersparnis an erster Stelle. Da die Peripheriegeräte von jedem Netzwerkanwender genutzt werden können, spart der Unternehmer eine Menge Geld, da alle entsprechenden Geräte nur jeweils einmal angeschafft werden müssen. Die im LAN verfügbaren Peripheriegeräte können entweder am Server oder direkt am Netzwerk angeschlossen werden. Viele der für ein LAN verfügbaren Peripheriegeräte, wie etwa Drucker oder CDROM- Server, verfügen über eigene Netzwerkschnittstellen, sodass diese Geräte nicht mehr räumlich von einem Server abhängig sind und da installiert werden können, wo es der Bedarf gerade notwendig macht. Einen immer stärker werdenden Rang im Unternehmen nimmt heutzutage die elektronische Kommunikation mit Kunden oder Geschäftspartnern ein. Auch in diesem Bereich leistet ein Netzwerk wertvolle Dienste.
Ein zentral am Server angeschlossenes Modem oder eine ISDN-Karte kann für jedermann im LAN zugänglich gemacht werden, um wiederum die Anschaffung von jeweils einem Modem pro Arbeitsplatz zu vermeiden. Außerdem hat der Netzwerkverwalter die Kontrolle darüber, wann und zu welchem Zweck ein Mitarbeiter beispielsweise im Internet surft oder Faxe versendet. Besonders angenehm und mittlerweile sehr verbreitet ist die elektronische Post, auch E-Mail genannt. Hier versendet ein Netzwerkteilnehmer elektronische Nachrichten an andere Kollegen im eigenen Netzwerk, aber auch über Ländergrenzen hinweg.
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