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3.4. Hautkrankheiten (S. 352-353)
Hautausschläge haben in der Homöopathie eine besondere Bedeutung. Akute Ausschläge sind wie andere akute Krankheiten (z.B. Fieber, Durchfall, Erbrechen) im Allgemeinen eine recht harmlose Möglichkeit für den Organismus, "Unstimmigkeiten" auszudrücken und Krankheitserreger oder Gifte auszuscheiden.
Hahnemann hat zu seiner Zeit herausgefunden, dass vor Beginn vieler chronischer Krankheiten ein Hautausschlag bestand, der mit Medikamenten unterdrückt worden war. In der Folge bildete sich eine tiefer liegende Krankheit, etwa Asthma oder ein Krampfleiden. Diesen Zusammenhang hat er mit vielen Beispielen belegt und dabei festgestellt, dass der jeweilige Hautausschlag in der Heilungsphase von chronischen Krankheiten häufig noch einmal auftrat, bevor die Patienten ganz gesund wurden.
Bei Hautausschlägen ist es besonders wichtig, konstitutionell zu behandeln. Der Hautausschlag soll nach Möglichkeit erst dann verschwinden, wenn alle anderen Probleme behoben sind und das Kind von innen heraus ganz gesund ist.
Durch die Spezialisierung im modernen medizinischen Betrieb sieht ein Hautarzt natürlich nur selten, was mit den Kindern geschieht, nachdem der Ausschlag mithilfe von Zinklotion, Cortison oder einem Pilzmittel verschwunden ist. Denn beim Auftreten einer anderen Krankheit wie Asthma würden die Eltern ja einen Lungenarzt aufsuchen, bei übermäßiger Nervosität und Unruhe einen Psychologen. So werden die fachübergreifenden Zusammenhänge heute häufig nicht wahrgenommen.
Bläschenausschlag (Herpes) Lippenherpes tritt häufig im Zusammenhang mit fieberhaften Infekten auf. Wenn er sehr schmerzhaft ist, kann man mit einer Natrium muriaticum (D4)-Creme äußerlich behandeln. Bei immer wiederkehrendem Lippenherpes oder Herpes an anderen Körperstellen sollte konstitutionell behandelt werden.
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