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Problemsituationen (S. 107-108)
Hindernisse
Auf einem Trail gibt es Hindernisse in Hülle und Fülle. Ich werde hier, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, einige aufzählen:
• Bäume: Gerade nach nassen Neuschneefällen und nach Stürmen sollte man damit rechnen, dass ein Baum den Trail versperrt. Oftmals kann man diesen umfahren oder ihn unterhalb oder oberhalb überwinden. Unterhalb braucht man viel Platz, damit der Schlitten oder Wagen hindurch kommt. Für die Hunde reicht der Platz meist aus, für den Schlitten oder Wagen nicht immer – und schlimmstenfalls bleibt man stecken. Kann man das Team dann nicht zurückziehen (was meist der Fall sein dürfte), so bleibt einem nur Folgendes übrig: Sicherungsleine oder Anker am Baum befestigen, Schlitten oder Wagen abhängen, das Team hängt in der Sicherungsleine. Nun den Schlitten über oder um den Baum herumschleppen und wieder anhängen. Sicherungsleine bzw. Anker lösen und weiterfahren. Dies setzt natürlich voraus, dass man Sicherungsleine und Anker am Schlitten/Wagen immer mitführt und dass diese direkt mit dem Team verbunden sind, sodass das Gefährt abgehängt werden kann. Eine elegante Methode verbirgt sich hinter dem Kommando „Allez hop". Dies bedeutet, dass der Hund über den Baum hinwegspringen soll. Folgt jeder Hund diesem Kommando und zieht man den Schlitten rechtzeitig hoch, so kommt man damit elegant über viele Bäume hinweg. Eine weitere Lösung wäre eine Motorsäge, nur gehört die vermutlich nicht zur Standardausrüstung.
• Bäche/offene Wasserstellen: Es kann vorkommen, dass mitten im Winter Wasser über den Weg rauscht. Auch hier kann man außen herum fahren, was bei echten Bächen jedoch etwas schwierig sein dürfte. Bei offenen Wasserstellen, macht dies aber durchaus Sinn. Ist das Wasser nicht allzu hoch, fährt man einfach hindurch. Will man dabei keine kalten Füße bekommen, so stützt man sich etwas auf den Handlebar. Was die Bachüberquerungen schwierig macht, ist der Umstand, dass es je nach Schneehöhe etwas steil in den Bach hinab- und wieder hinausgehen kann. Hier braucht man einfach nur etwas Mut, Engagement und Dynamik (und einen guten Leithund!).
In unseren Breiten weniger häufig sind offene Wasserstellen. Diese bilden sich in den nördlichen Ländern Lappland und Alaska des Öfteren auf den Highways der Huskys, den Flüssen. Man nennt sie „Overflow". Gerade wenn es sehr kalt ist, nimmt das Eis an Stärke und damit an Gewicht zu und presst das darunter liegende Wasser zusammen. Dies lässt sich bekanntlich nicht komprimieren und so kommt es an der schwächsten Stelle wieder hervor. Dumm, wenn hier der Trail entlang läuft! Diese Stellen können durchaus Seegröße erreichen und mannshoch tief sein. In diesem Fall obliegt es oft allein dem Leithund, den Weg außen herum zu finden. Das Kernproblem liegt darin, dass Leithunde oftmals auf den Trail fixiert sind, komme, was da wolle. Und nicht immer kann man ein Gespann stoppen ...
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