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mySAP SCM Materialwirtschaft

mySAP SCM Materialwirtschaft

von: Gisela Gratzl, Andrea Bauer

Addison-Wesley Verlag, 2004

ISBN: 9783827320995, 414 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 29,95 EUR

Ersparnis: 10,00 EUR

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mySAP SCM Materialwirtschaft


 

Stammdaten der Materialwirtschaft (S. 131-132)

Stammdaten werden in R/3 Enterprise in Form von Stammsätzen hinterlegt. Das System greift bei der Bearbeitung der Geschäftsprozesse auf die benötigten Stammsätze zu. Stammdaten werden nur einmal zentral im System gespeichert und in allen Anwendungskomponenten verwendet.

Man unterscheidet folgende Stammdaten:

• Materialstammdaten

Sie enthalten Informationen über Rohstoffe, Handelswaren, Halbfabrikate und Fertigerzeugnisse. Alle Daten werden fachbereichsübergreifend und redundanzfrei geführt.

• Lieferantenstammdaten

Alle Daten zu einem Lieferanten oder Kreditor werden in einem Lieferantenstammsatz hinterlegt. Einkaufs- und Buchhaltungsdaten werden in einem gemeinsamen Objekt gespeichert.

• Einkaufsinformationssatz

Der Einkaufsinformationssatz stellt die Beziehung zwischen Material und Lieferant dar. Es sind z.B. Informationen über laufende Bestellungen eines Materials abrufbar, und es können lieferantenspezifische Daten zu einem Material erfasst werden (beispielsweise Lieferantenmaterialnummer, Sonderkonditionen etc.)

• Konditionen

Konditionen werden zur Preisfindung herangezogen und enthalten Preise, Zu- und Abschläge sowie Bezugsnebenkosten.

• Absprachen

In Absprachen werden die Konditionen für eine nachträgliche Abrechnung (mengen- bzw. umsatzabhängiger Bonus) mit einem Lieferanten erfasst. Ein Bonus kann beispielsweise monatlich, quartalsweise oder jährlich verrechnet werden.

• Leistungsstamm

Im Leistungsstamm werden die Beschreibungen der zu beschaffenden Dienstleistungen hinterlegt. Über die Leistungskonditionen können die zugehörigen Preise und Konditionen erfasst werden. Dienstleistungen werden über eigene Funktionen in Einkauf und Bestandsführung abgewickelt.

• Orderbuch

Im Orderbuch werden die zulässigen bzw. gesperrten nicht zulässigen Bezugsquellen für ein Material erfasst.

• Quotierung

Mithilfe der Quotierung können den verschiedenen Lieferanten eines Materials Quoten zugeordnet werden, falls das Material abwechselnd von diesen Lieferanten bezogen werden soll.

3.1 Darstellung organisatorischer Strukturen

Im R/3 Enterprise-System lassen sich die firmenspezifischen Organisationsstrukturen modellieren. Dabei kann der Aufbau eines Unternehmens aus unterschiedlichen Blickwinkeln dargestellt werden. In der Materialwirtschaft sind zum Teil andere organisatorische Einheiten relevant als im Bereich der Buchhaltung oder des Vertriebs. Durch Verknüpfen der einzelnen Organisationseinheiten wird der Aufbau des Gesamtunternehmens in Form einer hierarchischen Struktur abgebildet.

Im Bereich der Materialwirtschaft sind folgende Organisationseinheiten von Bedeutung:

• Mandant

Unter Mandant versteht man die Gruppierung bzw. den Zusammenschluss von mehreren rechtlich selbständigen Einheiten, die einen gemeinsamen Zweck verfolgen (z.B. Konzern). Der Mandant ist die oberste Stufe in der Organisationsstruktur. Auf dieser Ebene werden zentrale Steuertabellen gepflegt.

• Buchungskreis

Der Buchungskreis stellt die Ebene der rechtlich selbständigen, bilanzierenden Gesellschaft dar.

• Einkaufsorganisation

Die Einkaufsorganisation ist für die Beschaffung von Materialien und Dienstleistungen sowie für das Aushandeln von Einkaufskonditionen mit den Lieferanten für ein oder mehrere Werke zuständig. Eine Einkaufsorganisation kann für mehrere Werke zuständig sein, und ein Werk kann von mehreren Einkaufsorganisationen versorgt werden. Dabei können die Werke auch unterschiedlichen Buchungskreisen angehören. Innerhalb einer Einkaufsorganisation können die einzelnen Einkaufstätigkeiten mehreren Einkäufergruppen oder Einkäufern zugeordnet werden.

• Werk

Das Werk ist ein zentrales Element der Materialwirtschaft. Es ist die disponierende und bestandsführende Einheit. Einem Buchungskreis können mehrere Werke zugeordnet werden. Werke müssen über alle Buchungskreise eindeutig und fortlaufend nummeriert sein.