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Eichmanns Memoiren - Ein kritisches Essay

Eichmanns Memoiren - Ein kritisches Essay

von: Irmtrud Wojak

Campus Verlag, 2001

ISBN: 9783593363813, 279 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 22,10 EUR

Ersparnis: 3,40 EUR

  • Elfenkind
    Herbst - Läuterung
    Den Himmel gibt´s echt
    Herbst - Zerfall
    Der Bankräuber
    Bleib cool, Papa
    Du gibst das Leben
    Mein Herz kennt die Antwort
  • Kopfschuss
    Die Zehn Gebote
    Das Feenorakel
    Zeit der Vergebung
    Alphavampir
    Der Geschmack des Wassers
    Succubus Shadows
    Hurentaten
 

Mehr zum Inhalt

Eichmanns Memoiren - Ein kritisches Essay


 

Wer war Adolf Eichmann? Typologie eines NS-Täters

Adolf Eichmann hat umfangreiche autobiografische Texte hinterlassen. Irmtrud Wojak stellt Genese und Wirkung der »Memoiren« Adolf Eichmanns erstmals quellenkritisch dar und zeichnet das Psychogramm eines NS-Täters, der sowohl perfekter Bürokrat als auch rabiater Nazi war und dadurch zum »gewissenhaften Werkzeug der Gewissenlosigkeit« werden konnte.

Die »Memoiren« von Adolf Eichmann haben immer wiedewr die Weltpresse beschäftigt. Der ehemalige SS-Obersturmbandführer gilt als der Hauptverantwortliche für die Durchführung der »Endlösung«, der die Deportationen Hunderttausender Menschen in die nationalsozialistischen Vernichtungslager organisiert und vorangetrieben hat. »Memoiren« hat er jedoch nie geschrieben.

Die 1961 im Gefängnis in Israel verfassten Aufzeichnungen – seit kurzem im israelischen Staatsarchiv zugänglich – sind unter dem Galgen geschriebene Rechtfertigungsschriften: 1200 Seiten in Vorbereitung seines Kreuzverhörs vor dem israelischen Gerichtshof. Hinzu kommt noch ein vergesseenes, 67 Tonbänder umfassendes Interview, das Eichmann 1956 bis 1959 in seinem argentinischen Versteck dem niederländischen Journalisten und ehemaligen SS-Offizier Willem Sassen gab.

Auf dieser Grundlage zeichnet die Autorin ein detailliertes und lebendiges Bild der Persönlichkeit und Mentalität Eichmanns. Sie analysiert seine Rechtfertigungsstrategien und seinen fortschreitenden Prozess der Verdrängung beim Versuch, die unermessliche Schuld von sich abzuweisen. Eichmanns Sichtweise fand zum Teil Eingang in die Holocaust-Forschung. Dies wird hier aufgedeckt und relativiert.

Darüber hinaus geht es der Autorin nicht nur um die individuelle Biographie – vielmehr soll sie dazu dienen, die Mechanisen der Kollektivverbrechen aufzudecken, die den Holocaust ermöglicht haben.

Die Autorin

Irmtrud Wojak, Dr. phil., ist Stellvertretende Leiterin des Fritz Bauer Instituts, Frankfurt am Main. Von ihr liegen zahlreiche Veröffentlichen zur Exilforschung und Verfolgung im Dritten Reich sowie zur juristischen Zeitgeschichte vor.