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Zentralasien – Trekking entlang der Seidenstraße (S. 78-79)
Trekking in Zentralasien bedeutet, sich in eine Region zu wagen, die mit den Segnungen des Tourismus erst seit wenigen Jahren konfrontiert wird. Unberührte Landschaften, bewohnt von Menschen, die noch ihre alten Lebensformen bewahrt haben. Für den Trekking-Reisenden, der weitestgehend unerschlossene Zielgebiete sucht, dürften die Zielgebiete Zentralasiens erste Wahl sein. Wer hier auf eigene Faust Trekking-Touren unternimmt, muss mit deutlich erschwerten Bedingungen rechnen. Das beginnt mit der Verfügbarkeit von Kartenmaterial und endet mit den kaum vorhandenen Organisationsstrukturen, sowohl von Agenturen als auch Bergführern vor Ort. Dafür bekommt der Besucher am Rande seiner Trekking-Touren Kulturgüter präsentiert, die ihn in die Zeit von „1001 Nacht" zurückversetzen. Die Seidenstraße als einstige Lebensader der Region ist die Schnur, an der sich diese Perlen aufreihen.
Reisen in Zentralasien
Eine Reise in die zentralasiatischen Republiken ist heute ohne größere Probleme möglich. Usbekistan bildet dabei den eigentlichen touristischen Kernpunkt dieser Region, denn Städte wie Samarkand oder Buchara waren seit je her von weltweitem touristischen Interesse. Der Weg der alten Seidenstraße durch diese Region bestimmt traditionell ihre Bedeutung als Handels- und heute Tourismusregion. Wenn auch die Spuren der ehemaligen Sowjetunion bei weitem noch nicht weggewischt wurden, so ist das Reisen in diesen Ländern doch relativ problemlos möglich. Fixierte Wechselkurse, militärische Kontrollen oder alte Meldeformalitäten bergen noch immer die eine oder andere Schwierigkeit, im Großen und Ganzen kann man aber von erträglichen Reisebedingungen sprechen.
Die eigentlichen Trekking-Länder Kasachstan und Kirgisistan sind neben ihren landschaftlichen Schönheiten kaum mit nennenswerten Attraktionen ausgestattet. Die Hauptstädte Bishkek (früher Frunse) und Almaty (früher Alma-Ata) werden von moderner russisch-sozialistischer Architektur geprägt. Auch sonst sind im Land kaum kulturelle Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Wer in dieser Ecke unseres Planeten kulturelle Highlights sucht, kommt um das Nachbarland Usbekistan nicht herum. An erster Stelle steht dort die Stadt Samarkand. Als Ursprung der Märchen von „1001 Nacht" verbirgt sich in dieser Stadt eine Vielzahl an Moscheen, Koranschulen und anderen Bauwerken aus der Blütezeit der Seidenstraße. Auch das wenige 100 Kilometer entfernt gelegene Buchara erweckt im anreisenden Besucher beim Anblick der Altstadt das Gefühl, in orientalischer Märchenpracht zu versinken – es fehlt eigentlich nur, dass man sich mit einer schaukelnden Kamelkarawane nähert. Zu guter Letzt ist da noch Khiva, das sich einer Museumsstadt gleich herausgeputzt hat.
Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit für Zentralasien ist unser Sommer. Für die Tieflandbereiche der Region, vor allem die kulturell interessanten Bereiche Usbekistans, sind die Monate des Frühsommers ideal, denn im Hochsommer werden extrem hohe Temperaturen erreicht. August und September sind die idealen Monate für Bergtouren, im Oktober muss bereits mit Schneefall in höheren Gebieten gerechnet werden.
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