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Sprache und Identität im frühen Mittelalter

Sprache und Identität im frühen Mittelalter

von: Walter Pohl, Bernhard Zeller

Österreichische Akademie der Wissenschaften Verlag, 2012

ISBN: 9783700172536, 305 Seiten

Format: PDF, OL

Kopierschutz: DRM

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 47,00 EUR



  • 33 Colour Charts Parquet - Soft-, Hard-, Exotic Woods before and after UV-Exposure
    Mehr Erfolg im Umgang mit Kunden - Der erste Knigge für Handwerker
    33 Farbtafeln 'Parkett' - Nadel-, Laub-, Exotenhölzer vor und nach UV-Einstrahlung
    Hedgefonds - Wunderwaffe oder Teufelszeug?
    Kopf Geld Jagd - Wie ich in Venezuela niedergeschossen wurde, während ich versuchte, Borussia Dortmund zu retten.
    Nullnummer - Nichts ist erregender als die Lüge
    Ich mach doch nur Spaß!
    Route 666 - Höllische Geschichten
  • Nur in der Hölle kann man den Himmel sehen - Der Weg einer jungen Mutter aus der Heroinsucht
    Sielmann - (Auszug)
    Der digitale Dämon
    Die Jagd
    Unliebsame Wahrheiten - Was Politik, Wirtschaft und Medien uns verschweigen
    Stimme und Stimmhygiene - Ein Ratgeber zum Umgang mit der Stimme

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Sprache und Identität im frühen Mittelalter


 

Dass jedes Volk seine Sprache hat, scheint aus dem Blickwinkel unserer Kultur zunächst selbstverständlich. Seit der Antike gilt Sprache als ein, ja zuweilen als das Definitionsmerkmal des Volkes. Der moderne Nationalismus ging noch weiter und hat in der Sprache den Ausdruck der innersten ‚Seele‘ eines Volkes gesehen; oft wurde davon ein politischer Auftrag abgeleitet.
Gerade die Geschichte des Frühmittelalters gibt gute Voraussetzungen, das Verhältnis zwischen Sprache und ethnischer Identität über lange Dauer hinweg zu verfolgen. In der Epoche zwischen etwa 400 und 1000 werden in Europa sowohl eine Vielzahl neuer Völker und Staaten als auch zahlreiche neue Sprachen greifbar.
Doch wie sollen ,Völker‘ und ‚Sprachen‘ methodisch abgegrenzt werden? Was macht eine ethnische Gruppe zu einem eigenen Volk, und wodurch wird ein Dialekt innerhalb eines Sprachkontinuums zu einer distinkten Sprache? Wann wird etwa aus dem Lateinischen das Altfranzösische? Sind sprachliche Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede markant genug gewesen, um Distanz- wie Zusammengehörigkeitsbewusstsein zu begründen? Muss eine identitätswirksame Sprache zugleich die Umgangssprache sein? Welche Auswirkungen hatte Mehrsprachigkeit auf das Identitätsbewußtsein?
Diesen und ähnlichen Fragestellungen gingen HistorikerInnen und PhilologInnen im Rahmen der internationalen Tagung ,Sprache und Identität‘ 2009 in Wien nach. Für das Frühmittelalter wurden sie bisher noch nie in derart breitem Vergleich erörtert. Deshalb bietet der vorliegende Tagungsband, der im Rahmen des Wittgenstein-Preis-Projektes „Ethnische Identitäten im frühmittelalterlichen Europa“ entstanden ist, einen einzigartigen Überblick; seine Ergebnisse sind weit über die behandelte Epoche hinaus von Interesse.