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Urknall, Evolution - Schöpfung: Glaube contra Wissenschaft?

Urknall, Evolution - Schöpfung: Glaube contra Wissenschaft?

von: Tonke Dennebaum

Echter Verlag GmbH, 2001

ISBN: 9783429031985, 193 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 12,99 EUR

Ersparnis: 1,81 EUR

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Urknall, Evolution - Schöpfung: Glaube contra Wissenschaft?


 

Glaube contra Wissenschaft: Ein Dialog ohne Zukunft? (S.13)

Kein Raum mehr für Gott?

„Wo wäre dann noch Raum für einen Schöpfer?" – Der Mann, der diese Frage stellt, heißt Stephen Hawking, und er ist weder Theologe noch Philosoph. Er zeigt kein besonders großes Interesse an den Schöpfungsberichten der Bibel. Die moderne Diskussion über das Verhältnis von Glaube und Naturwissenschaft spricht er zwar immer wieder kurz an – aber die Zeit für eine ausführliche Untersuchung nimmt er sich nicht.

Stephen Hawking, britischer Astrophysiker und Nachfolger von Isaac Newton auf dem Lukasischen Lehrstuhl an der Universität Cambridge, stellt die Frage nach dem Schöpfer der Welt – und bietet Antworten, die nichts mit Religion, dafür aber sehr viel mit Mathematik, Physik und Kosmologie zu tun haben.

Die Suche nach dem Grund und Ursprung allen Lebens gehört seit Beginn der Menschheitsgeschichte zu den wichtigsten Themen menschlichen Denkens und Fragens. Die Ergebnisse dieser Suche könnten unterschiedlicher kaum sein. Vom Schöpfungsmythos der Babylonier bis zur Urknalltheorie reicht die Bandbreite der Antworten, die Menschen im Laufe der Jahrtausende gegeben haben.

Es liegt auf der Hand, dass es auch heute für den Glauben an Gott eminent wichtig ist, wie diese Antworten aussehen. Lassen die Vorschläge Hawkings und seiner Kollegen Raum für einen Gott? Sind sie plausibel und wissenschaftlich gut fundiert oder bleibt vieles vage und ohne Begründung?

Das Ringen um gute und verlässliche Antworten scheint umso wichtiger zu sein, als Hawking eben kein studierter Philosoph ist, von dem man erwarten könnte, dass er von Berufs wegen solche Fragen stellt. Hawking ist einer der populärsten Naturwissenschaftler unserer Zeit, und wie es aussieht, gehen von seinen Erkenntnissen fundamentale Anfragen an die Grundlagen des Glaubens aus.

Dabei erweist er sich als echter Gentleman. Er hält keine simplen und endgültigen Antworten parat, sondern macht nach seinen kurzen Aus. ügen in die Religionsphilosophie immer wieder einen raschen Schwenk zurück zu Relativitätstheorie oder Quantenmechanik.

Er überlässt es seinen Lesern, die richtigen Schlussfolgerungen und Konsequenzen zu ziehen. Dennoch gilt, unabhängig davon, wie diskret Hawking seine populären Thesen präsentiert: Für die Leser seiner Kurzen Geschichte der Zeit, eines der erfolgreichsten Sachbücher überhaupt, bietet sich im Grunde nur eine sinnvolle Deutung der Zusammenhänge an.

Der Nachfolger Newtons, Stephen Hawking, hat ein Modell von der Entstehung der Welt entwickelt, das wissenschaftlich ist, das brillant zu sein scheint – und das ohne Gott auskommt.

Wenn dieses Modell unsere Welt korrekt beschreibt, dann gäbe es nichts mehr zu tun für einen Schöpfer. Das Universum wäre sich selbst genug. Die Antworten auf die großen Fragen nach der Entstehung des Lebens könnten keine Antworten des Glaubens oder der Religion mehr sein, sondern ausschließlich der modernen Wissenschaften.

Kein Gespräch mehr möglich?

Damit scheint sich zu bestätigen, wovon die Vertreter des wissenschaftlichen Naturalismus schon lange überzeugt sind: Die wahre Erkenntnis und Einsicht über die Grundlagen der Welt und unseres Daseins kann man nicht gewinnen, wenn man die biblische Überlieferung in den Blick nimmt oder nach theologischen Antworten sucht.

Der Naturalismus geht davon aus, dass die jahrtausendealten religiösen Überlieferungen und Mythen in der Welt des 21. Jahrhunderts allenfalls von kulturgeschichtlicher Bedeutung sind.

Echte Erklärungen über unsere Welt würden hingegen nur noch die nüchternen und wissenschaftlichen Erkenntnisse liefern, die von Fachleuten in den Laboratorien, Instituten und Sternwarten gewonnen werden.