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4 Die Sprache UML 2 (S. 83-84)
4.1 Strukturbeschreibungen und Klassifikationen
In Kapitel 2 befassten wir uns mit den Grundlagen der objektorientierten Modellierung. Als Grundkonzepte haben wir Klassen und Objekte, Generalisierung und Spezialisierung sowie Assoziationen und Links kennen gelernt. Sie erfuhren, dass alle diese Konzepte Bestandteile der Sprache UML 2 sind und der Beschreibung der Struktur von zu untersuchenden oder zu entwickelnden Systemen dienen. In Kapitel 2 wurden nur die grundlegenden Eigenschaften dieser Konzepte untersucht, jedoch noch nicht alle Einzelheiten diskutiert, und einige wichtige Facetten wurden nicht berücksichtigt. Andere für die strukturelle Beschreibung essentielle Konzepte – wie beispielsweise der Komponentenbegriff – fanden bisher gar keine Erwähnung.
Nachdem Sie sich in Kapitel 2 das notwendige Rüstzeug zum Verständnis der UML-2- Sprachdefinition (Metamodell) angeeignet haben, wollen wir dieses nun anwenden, um alle offen gebliebenen Details der Strukturmodellierung sowie die unerwähnten Konzepte kennen zu lernen. Wir beginnen unseren Exkurs noch einmal mit dem Klassenbegriff, lernen dann das Konzept Interface als wichtiges Element zur Beschreibung von Verträgen in verteilten Systemen kennen und untersuchen den Komponentenbegriff als essentielles Konzept zur Kapselung und Modularisierung der Systementwicklung. Beschließen werden wir die Untersuchung struktureller Konzepte mit der in UML 2 neu eingeführten Möglichkeit zur hierarchischen Strukturierung von Classifiers (Parts) und ihrer Konfiguration mittels referenzierbarer Kommunikationsendpunkte (Ports).
4.1.1 Noch einmal Klassen
Klassen bilden eines der grundlegenden Konzepte der strukturellen Modellierung. Wir haben bereits erfahren, dass Klassen Attribute und Operationen besitzen dürfen. Ebenso ist uns bewusst, dass wir über Instanzen (Objekte) von Klassen sprechen können. Als Beziehungen zwischen Klassen hatten wir die Generalisierungsbeziehung und allgemeine Assoziationen diskutiert. Außerdem hatten Sie grundlegende Analogien zwischen Attributen und navigierbaren Assoziationsenden kennen gelernt. Diese Aspekte sollen nun noch einmal detaillierter behandelt werden, wobei Sie Ihre inzwi schen erworbenen Kenntnisse über die Sprachdefinition von UML 2 nutzen werden und sich die Details dieser Aspekte anhand des UML-2-Metamodells verdeutlichen können.
Attribute und Assoziationsenden
Beginnen wir mit Attributen und Assoziationsenden und werfen zunächst einmal einen Blick in das Metamodell, um dort die genaue Definition von Attributen im Kontext von Klassen zu untersuchen und deren Gemeinsamkeit mit Assoziationsenden auch anhand der Sprachdefinition nachvollziehen zu können.
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