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Schuld und Schuldgefühl - Zur Psychoanalyse von Trauma und Introjekt

Schuld und Schuldgefühl - Zur Psychoanalyse von Trauma und Introjekt

von: Mathias Hirsch

Vandenhoeck & Ruprecht, 2012

ISBN: 9783647014357, 341 Seiten

5. Auflage

Format: PDF, OL

Kopierschutz: DRM

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 39,99 EUR



  • Der Prophet - in der meisterhaften Übersetzung von Hans Christian Meiser
    Seelenasche - Roman
    Schäden am Flachdach
    Ari heißt Löwe - Erinnerungen
    Wärmebrücken - erkennen - optimieren - berechnen - vermeiden
    Die Unzertrennlichen - Roman
    Bücher, Literaten und Leser am Vorabend der Revolution - Auszüge aus dem ´´Tableau de Paris´´
    Der Europäische Landbote - Die Wut der Bürger und der Friede Europas oder Warum die geschenkte Demokratie einer erkämpften weichen muss
  • Denkumsturz - Hugo Ball. Eine intellektuelle Biographie
    Der Engel und das schwarze Herz
    Herrn Kaufmanns Begegnungen mit dem Ende des Seins
    Die Dunkelheit in den Bergen - Roman
    Männer und andere Fleischwaren - Eine Liebesgeschichte
    Guideline for Applied Hygiene in Dialysis Units
    Sweet & Sexy: Komm her, Kleiner - Erotische Phantasien
    Der 21. Juli - Roman
 

Mehr zum Inhalt

Schuld und Schuldgefühl - Zur Psychoanalyse von Trauma und Introjekt


 

Seit biblischen Zeiten sind Schuld und das Gefühl von Schuld ein zentraler Topos der menschlichen Existenz. In der Mythologie, in der Dramatik, im täglichen Umgang zwischen Menschen - überall gilt Schuld wie ein Kompass für das Verhalten. Selbstverständlich hat sich Sigmund Freud beim Entwurf seiner Tiefenpsychologie von Anfang an der Schuld und des Schuldgefühls angenommen und in dieser Differenzierung bereits die Dialektik von Schuld und Schuldgefühl deutlich gemacht: Schuldgefühl ist nicht nur ein Problem des Täters, sondern, im Ödipus-Konflikt etwa, das untätige Fühlen und Wünschen allein bringt das Gefühl von Schuld hervor. Das Gewissen, bei Freud das über-Ich, konstituiert sich aus Schuldgefühlen und macht so den Menschen erst schuldfähig, aber dadurch auch fähig zu reifen.

In der psychoanalytischen Objektbeziehungstheorie kann die Schuld des Täters als eine Seite des Traumas gesehen werden, das durch Gewalttätigkeit gegen das Opfer, ihrer Annahme und Introjektion und schließlich Identifikation zum Schuldgefühl des Opfers geworden ist. Wenn die Psychoanalyse die so beschaffene Schuld des einstigen Opfers erkennt, muss sie in der Therapie zwischen Schuld und Schuldgefühl sorgfältig unterscheiden. Mathias Hirsch stellt in diesem grundlegenden Werk erstmalig eine Systematik des Schuldgefühls vor, die ein differenziertes Feld erschließt:

ein Basisschuldgefühl (aufgrund der bloßen unerwünschten Existenz),

- ein Vitalitätsschuldgefühl (aufgrund behinderter vitaler Bedürfnisse),

- ein Trennungsschuldgefühl (wegen verspäteter Autonomiebestrebungen),

- ein traumatisches Schuldgefühl (aufgrund der Internalisierung traumatischer Gewalt).