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Grenzgängerin des Schleiers (Perry Rhodan Bd. 2520)

Grenzgängerin des Schleiers (Perry Rhodan Bd. 2520)

von: Hubert Haensel

Pabel-Moewig Verlag, 2009

ISBN: perh2520ebook, 66 Seiten

Format: ePUB, PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 1,35 EUR

Ersparnis: 0,50 EUR

  • Ein Fall für das Galaktikum (Band Nummer 2514)
    Das Monokosmium (Band Nummer: 2497)
    Die Falle von Dhogar (Band Nummer: 2503)
    Chaotender gegen Sol (Band Nummer: 2496)
    Der Polyport-Markt (Band Nummer: 2505)
    Koltorocs Feuer (Band Nummer: 2495)
    Solo für Mondra Diamond (Band Nummer: 2506)
    Die Duale Metropole (Band Nummer: 2498)
  • In der Halbspur-Domäne (Band Nummer: 2507)
    Das Opfer (Band Nummer: 2499)
    Insel im Nebel (Band Nummer: 2509)
    Die Frequenz-Monarchie (Band Nummer: 2501)
    Die Whistler-Legende (Band Nummer: 2510)
    Im Museumsraumer (Band Nummer: 2502)
    Die TRAITOR-Marodeure (Band Nummer: 2512)
    Die Tauben von Thirdal (Perry Rhodan Band 2516)
 

Mehr zum Inhalt

Grenzgängerin des Schleiers (Perry Rhodan Bd. 2520)


 

1. Grenzgängerstation Sionis (S. 4-5)

Die Sterne waren da.

Conail Skali blinzelte, doch das Bild blieb. Das Ortungsholo zeigte Milliarden Sonnen, und mit jeder Sekunde wurden es mehr – ein ganzes Universum, wie es prächtiger kaum sein konnte.
Skali genoss das Bild der Sterne.
Bisher war ihre Welt sehr überschaubar gewesen: die Sonne Stardust mit zweiundzwanzig Planeten und die Sterne von Far Away. Darüber hinaus – nichts. Der Rand des Kugelsternhaufens zugleich das Ende dieser kleinen Welt. Endlich stand der Stardust-Menschheit das Universum offen. Conail Skali, die Grenzgängerin, war mittendrin. Ihr Herzschlag raste, ein fl aues Gefühl breitete sich in ihrer Magengegend aus.
Sie blinzelte gegen den Schweiß an, der in ihren Augen brannte.
Ungläubig und fasziniert zugleich schüttelte sie den Kopf.
Schrei, Conail! Verschaff dir endlich Luft! Lass es dieses Universum hören, dass du da bist!
Die Abgeschiedenheit von Far Away endete. Die unheimliche Barriere löste sich auf und ein neues Zeitalter brach herein ...

Der Frau, die Zeugin all dessen wurde, kam nicht einmal ein Krächzen über die Lippen.
Dicht gedrängt standen die fremden Sonnen. Zwischen ihnen brodelten die Emissionen von ionisiertem Wasserstoff.
Eine riesige Galaxis, erkannte die Grenzgängerin. Die Frage ist nur: Wo liegt dieses Meer aus Sternen?
Endlich zeigten die Holos intergalaktischen Leerraum. Und sofort wieder junge Sonnen und verklumpte Strukturen, die für Sternentstehungsgebiete typisch waren.
Hat ES uns tief in die Vergangenheit geführt? In eine Zeit, als die Galaxien noch jung ...? Skali erschrak. Nicht weiterdenken! Das sind verrückte Spekulationen.

*

»Die Ortung wird deutlicher ...«
»Sie zeigt einen Ring aus Sternen. Das müssen einige hundert Milliarden Sonnenmassen sein.«
Die Stimmen hinter den Aggregaten, nur wenige Meter von Skali entfernt, verstummten wieder.
Der markante Bass gehörte Bertom Snookes, dem Astrophysiker. Und die andere?
Sie war unschwer als jene Wake DaFurs zu identifi zieren, dessen Berufung der eher abstrakte Fachbereich der Sextadim-Theorie war und der sich in seinen sonstigen Ansichten ebenso abstrakt präsentierte. In den letzten Wochen hatte Skali eine gewisse Geschicklichkeit entwickelt, DaFur aus dem Weg zu gehen. Ihre Zusammentreffen arteten regelmäßig zu Streitgesprächen aus, und sie schätzte das ganz und gar nicht.
Skali ignorierte die Nähe der beiden Männer. Allein, nur mit der Positronik als Partner, arbeitete sie effektiv. Das hatte sie mit DaFur gemeinsam; in dieser Hinsicht waren sie einander sehr ähnlich. Nur ihre Ansichten liefen konträr. Der Theoretiker behauptete seit jeher, jenseits der Schleier-Barriere müsse ein unüberschaubares Sternenmeer liegen, erfüllt von pulsierendem, überraschend fremdartigem Leben. Achtunddreißig Wissenschaftler und Hilfskräfte arbeiteten derzeit in der Station auf Sionis, nur dreieinhalb Lichtwochen von der Barriere entfernt. Dreizehn Frauen, fünfundzwanzig Männer, darunter zwei Jülziish. Die Einsamkeit am Ende der bisherigen Welt war allgegenwärtig. »Eine Ringgalaxis! Sieh dir das an, Bertom – es kann gar nicht anders sein.«
DaFur wusste wieder einmal alles. Jedes Detail kannte er wie üblich im Voraus, oder er bildete sich wenigstens ein, es zu kennen. Skali versuchte, seine Stimme zu ignorieren. Allerdings ertappte sie sich dabei, dass sie plötzlich sogar angespannt lauschte. »Die Wiedergabe ist eindeutig«, behauptete DaFur. »Far Away befi ndet sich knapp am Rand der Ringstruktur, aus unserer Sicht unterhalb der galaktischen Hauptebene. «

Die Positronik blendete Falschfarben ein, um die räumliche Darstellung zu verbessern.
»Offenbar bereitet die Unterscheidung zwischen dem Ring als solchem und einzelnen Hintergrundobjekten noch Schwierigkeiten«, sagte Snookes in seinem sonoren Tonfall. »Ich vermute, dass viele bisherige Messungen Fehler aufweisen. Mag sein, dass die Barriere zwar zusammenbricht, aber noch nicht in jeder Hinsicht durchlässig ist. Dadurch werden die Ortungen beeinfl usst, Materie kann womöglich erst später passieren.«
»Trotzdem werden wir die Position von Far Away bald berechnen können.« »Eine Ringgalaxis ...«, dozierte der Astrophysiker. »Sonderfall nach einer Kollision, wenn eine Spiralgalaxis zentrumsnah von einer anderen durchstoßen wurde.
Die Schwerkraft beider Zentrumsbereiche addiert sich und übt eine starke Anziehung auf die äußere Materie aus. Sobald sich der Eindringling nach der Kollision ausreichend weit entfernt hat, erlischt die zum Mittelpunkt hin gerichtete zusätzliche Kraft. Doch alle beschleunigten Masseanteile – Sonnensysteme, Nebel, Wolken – sind für ihre bisherigen Umlaufbahnen zu schnell geworden.
Zwangsläufige Folge ist eine nach außen gerichtete Verdichtungswelle.«
Conail Skali kaute auf ihrer Unterlippe. Ein Ring aus Sternen also, irgendwo im All. Sie fragte sich, wie viele solcher Objekte in den terranischen Katalogen aufgeführt sein mochten.
»Der Ring weitet sich konzentrisch aus«, hörte sie Snookes reden. »Dabei geht die Verdichtung des interstellaren Gases einher mit verstärkter Neubildung von Sternen.
Die Ausdehnung endet erst, sobald der Bewegungsimpuls durch die Schwerkraftwirkung aufgezehrt wird. Dieser Prozess nimmt im Allgemeinen Hunderte von Jahrmillionen in Anspruch.«