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Die Gespenster von Gleam (Perry Rhodan Bd. 2526)

Die Gespenster von Gleam (Perry Rhodan Bd. 2526)

von: Michael Marcus Thurner

Pabel-Moewig Verlag, 2010

ISBN: perh2526ebook, 61 Seiten

Format: ePUB, PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 1,35 EUR

Ersparnis: 0,50 EUR

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Die Gespenster von Gleam (Perry Rhodan Bd. 2526)


 

1. Der Kommandant (S.4-5)
28. Februar 1463 NGZ. Stunde eins

Major Lethem Shettle saß in einem Sessel und rührte sich nicht. Nur seine Blicke zuckten durch die Zentrale, so ruckartig bewegten sich die Pupillen.
»Kontakt!« Tristos Kammerland sprach mit der für ihn charakteristischen ruhigen, stets gelangweilt klingenden Stimme. »Eine Transition. Ausgangspunkt Tri- System, Rematerialisation nach drei Komma sechs-fünf Lichtjahren – ein Hüpfer sozusagen. Und das mit ei-nem der primitivsten energetischen Ortungsbilder, die mir seit Jahren untergekommen sind.«
»Sehr aufschlussreich, Tristos. Geht es auch ein wenig genauer?« Oberstleutnant Urban Quaty, Kommandant der JESSE OWENS, wandte sich der Holo-Galerie vor seinem Arbeitsplatz zu.
»Bin an der Arbeit. – Nachschub, bitte!«
Die JESSE OWENS, ein schneller Kreuzer der MARS-Klasse, hatte noch im Kraltmock- System die Andockbucht ihres Mutterschiffs RICHARD BURTON verlassen und fl og der langsameren Galaktikumsflotte voraus über die fast 68.000 Lichtjahre lange Gesamtdistanz.
Ein Roboter schwebte zum Orter, öffnete seinen Bauchladen und goss heißen, dampfenden Chylon-Tee, der von den Südhängen des marsianischen Olympus Mons stammte, in die ungewaschene Tasse des pferdegesichtigen Mannes. Tristos war für seinen Spleen weithin bekannt. Wer auch immer seine Gunst erringen wollte, benötigte Grundkenntnisse über altbritische Tee-Kultur.
Lethem Shettle scherte sich weder um Tee noch um das Gehabe anderer Leute. Er mochte Tristos und dessen Spleens nicht, wie er ganz allgemein mit der Zentralebesatzung der JESSE OWENS nur wenig anfangen konnte. Er war ein Außen-seiter. Einer der-jenigen, die manchmal etwas scheel, manchmal besorgt angeblickt wurden – denn Lethem stand für Kampf und Tod.
In Gedanken trat er einen Schritt zurück und betrachtete die Zentrale als lebenden Organismus. Er verfolgte konzentriert das Ineinandergreifen der Leitstellen. Es funktionierte reibungslos. Ortung und Funk, das unzertrennbare Pärchen, waren räumlich ohnedies miteinander verbunden, die Waffenleitzentrale direkt benachbart. Triebwerke, Bordmaschinen, Wissenschaft, Logistik und Positronik bildeten einen eigenen Cluster, während Schiffssteuerung und Kommando-Ebene einen dritten, großen Block im Gefüge des Schiffes ausmachten.
Auf zwei Leitstellen wurde so selten wie möglich zurückgegriffen. Sie waren an den Rand gedrängt und isoliert. Lethems Befehlsstand der Raumlandetruppen stand ebenso für Leid und Tod wie die Medizinische Abteilung, die von der Mantikor- Schimäre Ulustun geleitet wurde.
»Weitere Transitionen«, meldete Tristos. »Drei hintereinander, ebenfalls über geringe Distanzen. Das Schiff verschwindet aus unserem Ortungsbereich.« Er schob die Zunge in die Teetasse und kostete misstrauisch. »Es ist offenbar in den Schutz einer Sonne eingetaucht.«
»Gibt es Grund zur Besorgnis?«, hakte Urban Quaty nach, der wie immer großzügig über das Gehabe des Offi ziers hinwegsah. »Können die Unbekannten uns anmessen? «
»Kaum. Sie verwenden Primitiv-Technik.«
Sie hatten viel Zeit, fand Lethem, dessen steinerne Ruhe ihn beinahe mit der Umgebung verschmelzen ließ. Sie fanden blumige Vergleiche, sie unterhielten sich in einem Tonfall, der genauso gut zu einem Abendessen mit Freunden gepasst hätte. Dabei wusste Lethem, dass sich das Arbeitstempo im Ernstfall gehörig steigern würde. Allerdings genügte ihm dies nicht, schlussendlich war es keinesfalls mit jener Hektik zu vergleichen, der er und seinesgleichen ausgesetzt waren, sobald es in den Einsatz ging.
Quaty drehte sich im Kreis, begutachtete offenbar die anwesenden Offi ziere einen nach dem anderen. Er nahm sich Zeit für eine Entscheidung, wie so oft.
»Wir bleiben vorsichtig«, sagte er bedächtig, »Ab nun gilt Alarmstufe zwei. Die Mission ist allzu heikel.«
Lange, intensive Blicke galten Lethem Shettle und Ulustun. Die Frau, von der LFT-Welt Vaolinh stammend, leckte sich nachdenklich über die hochsensiblen Tatzen. Sie war eine fantastische Chirurgin und Internistin – und sie hasste ihre Arbeit. Genau wie Lethem.