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Jungen und Mädchen: wie sie lernen

Jungen und Mädchen: wie sie lernen

von: Vera F. Birkenbihl

Walhalla und Praetoria Verlag GmbH & Co. KG, 2009

ISBN: 9783802928437, 144 Seiten

4. Auflage

Format: ePUB, PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 5,99 EUR

Ersparnis: 3,96 EUR

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Mehr zum Inhalt

Jungen und Mädchen: wie sie lernen


 

ABC-Modul (S. 80-81)

Architektur des GehirnsDiese etwas eigenartige Formulierung soll daran erinnern, daß das Gehirn in der Zeit der Reifung im Mutterleib systematisch „aufgebaut“ wird (s. auch „V“, Seite 116). Dabei ist der Bauplan für beide Geschlechter zunächst gleich. So wölbt sich z. B. über der weißen Zellmasse ein vielfach gefaltetes Rindenhirn, der sogenannte Cortex, dem man intelligente Prozesse zuerkennt – das sind die berühmten „grauen (Nerven-)Zellen“.

Zwar geht man inzwischen davon aus, daß die weit größere weiße Masse der Glial-Zellen (glial = griechisch für Klebstoff) mehr leistet, als man früher annahm, aber für unsere Zwecke brauchen wir uns damit nicht zu befassen. Was in unserem Zusammenhang wichtig ist, ist folgendes: Bis ca. 1930 wußte man, daß Männer und Frauen anders sind. Nicht nur sehen sie anders aus (Körperbau, Muskelmasse, Fettverteilung), sie handeln und denken auch anders.

Einige dieser Unterschiede sind Schwerpunkte dieses Buches; ein Aspekt, über den wir im Buch nicht sprechen, ist ein wunderbares Beispiel für diese Unterschiede: Die Art, wie männliche und weibliche Wesen (inkl. Tiere, von den „hohen“ Primaten bis hin zu Ratten) sich orientieren, ist von dieser Gehirn-Architektur abhängig: Männchen und Männer orientieren sich gemäß einer mentalen Karte im Kopf (deshalb können sie Karten besser lesen als Frauen, vor allem, ohne sie auf den Kopf zu drehen, wenn sie nach Süden reisen wollen). Hören Sie Männern zu, die den Weg zu einem Treffpunkt beschreiben, dann „hören“ Sie die Karte (3 Kilometer nach Süden, dann nach Osten abbiegen, d. h. parallel zum Kanal, nach ca. 1 Kilometer nach Norden . . . ).

Weibchen und Frauen hingegen orientieren sich an sogenannten Orientierungspunkten in der Gegend: „Also, bis zum McDonalds fährst du geradeaus, dann links bis zu der großen Eiche, dort rechts, und an der weißen Mauer mußt du ganz scharf rechts abbiegen . . .“ Merke: Wenn die Gehirn-Architektur in einem bestimmten Punkt (z. B. Orientierung) männlich oder weiblich gepolt wurde, kann das Verhalten mit Hormonen zeitweise „temperiert“ werden, aber ohne Chemie ist das Verhalten nicht mehr zu verändern, d. h. nicht mit Verhaltens-Training, gutem Willen etc.

Babies werden angeschaut . . .


Hier ist das Ergebnis einer spannenden Experimentreihe, in der ganz kleine (einige Tage bis einige Wochen alte) Babies im Bettchen liegen. Wenn sie aufgewacht sind und sich neugierig der Welt zuwenden, werden sie von Erwachsenen angeschaut.Frage: Reagieren diese kleinen Jungen und Mädchen identisch oder unterschiedlich? Was glauben Sie?