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Die besten Mitarbeiter finden und halten - Die ABC-Strategie nutzen

Die besten Mitarbeiter finden und halten - Die ABC-Strategie nutzen

von: Jörg Knoblauch

Campus Verlag, 2009

ISBN: 9783593407340, 238 Seiten

2. Auflage

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 30,99 EUR

Ersparnis: 3,91 EUR

Mehr zum Inhalt

Die besten Mitarbeiter finden und halten - Die ABC-Strategie nutzen


 

3. Das ABC-Modell hilft gerade auch dem C-Mitarbeiter. (S. 47-48)

Wir kennen Unternehmen, die nach einer Art 5/10-Methode handeln. Die 5 Prozent »besten Mitarbeiter« werden befördert. Den 10 Prozent »schlechtesten Mitarbeitern« wird gekündigt. Was die Kündigung anbetrifft, empfehlen wir erst einmal ein anderes Vorgehen: erkennen. Falls Sie nicht die Zeit und Kraft haben, kann das ein Coach übernehmen (siehe hierzu: www.life-coaching365.de). (nicht dürfen). nicht wollen und nicht können. (Vielleicht ist ja auch der Vorgesetzte das Hindernis, dann wäre das nicht dürfen.)

Der zuletzt genannte Rat erscheint uns so wichtig, dass wir etwas genauer auf ihn eingehen möchten: Prüfen Sie genau, ob der Mitarbeiter keine besseren Ergebnisse bringen kann oder seine Leistungsschwäche damit zu tun hat, dass er nicht besser werden will. Erst dann, wenn Sie einem C-Mitarbeiter eine Weiterbildung anbieten und er dazu Nein sagt, oder wenn Sie ihm eine andere Stelle innerhalb der Firma anbieten, an der er möglicherweise zu besseren Ergebnissen kommen kann und er wiederum Nein sagt, bleibt Ihnen kein anderer Weg, als sich von ihm zu trennen.

Es gibt ein klassisches Beispiel, das den Unterschied zwischen nicht wollen und nicht können verdeutlicht. Ein Mitarbeiter der IBM hatte ein Projekt in den Sand gesetzt. 600000 Dollar waren zerstört. Es dauerte nur Stunden, und der oberste Chef, Thomas J. Watson, rief an und sagte: »Morgen um 11 Uhr will ich Sie in meinem Büro sehen.« Der Mitarbeiter war total geschockt, rief seine Frau an und sagte: »Frau, schau dich schon einmal nach einem Job um. Ich bin in den nächsten Wochen zu nichts in der Lage. Ich habe hier wirklich die Kiste gegen die Wand gefahren.« Am nächsten Morgen um 11 Uhr kam der besagte Mitarbeiter zum Chef. Der fragte, wie es ihm und der Familie und überhaupt geht. Der Mitarbeiter unterbrach und sagte: »Mr. Watson, ich weiß, warum ich hier bin. Machen Sie es kurz und schmerzlos. Geben Sie mir meine Papiere, und Sie sind mich los.«

Darauf antwortete der völlig entsetzte Chef: »Was? Ich habe gerade 600000 Dollar in Ihre Weiterbildung investiert, und jetzt wollen Sie die Firma verlassen?« Sind Sie wegen dieser Reaktion überrascht? Nein, diese Reaktion ist genau der Unterschied, von dem wir hier reden. Im vorliegenden Beispiel handelte es sich um nicht können. Der Mitarbeiter wollte gut handeln, konnte aber nicht. Nun hat er Erfahrungen gesammelt, und er wird es beim nächsten Mal besser machen.

In diesem Zusammenhang lohnt sich auch der Blick auf ein Gleichnis, von dem das Lukasevangelium in Kapitel 13 ab Vers 6 berichtet. Dort heißt es: »Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberg, und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine. Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang gekommen und habe Frucht gesucht an diesem Feigenbaum und finde keine. So hau ihn ab! Was nimmt er dem Boden die Kraft? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, lass ihn noch dies Jahr, bis ich um ihn grabe und ihn dünge, vielleicht bringt er doch noch Frucht, wenn aber nicht, so hau ihn ab.«