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Organisation integrierter Dienstleistungsinnovationssysteme - Ein rollenbasiertes Rahmenkonzept

Organisation integrierter Dienstleistungsinnovationssysteme - Ein rollenbasiertes Rahmenkonzept

von: Marc Opitz

Gabler Verlag, 2009

ISBN: 9783834983220, 308 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 52,99 EUR

Ersparnis: 6,96 EUR

Mehr zum Inhalt

Organisation integrierter Dienstleistungsinnovationssysteme - Ein rollenbasiertes Rahmenkonzept


 

1. Einleitung (S. 1)

"A service organization has two choices in today`s combative business environment: Succeed at developing new service products, or fail as a company."

1.1 Problemstellung und Zielformulierung

Die Kernaussage, die als Ausgangspunkt für die vorliegende Arbeit dient, lautet: Trotz der hohen Bedeutung organisatorischer Maßnahmen im Dienstleistungsnnovationsmanagement liegen in der Dienstleistungsforschung nur rudimentäre Erkenntnisse und in der Praxis Umsetzungsdefizite vor. Der erste Teil der Aussage betrifft die hohe Bedeutung organisatorischer Maßnahmen im Dienstleistungsinnovationsmanagement.

Diese Feststellung lässt sich durch die folgende Argumentationskette ableiten:

• Die Bedeutung von Dienstleistungen in modernen Volkswirtschaften nimmt zu.

• Eine hohe Innovationskompetenz ist für das Bestehen im Wettbewerb erfolgskritisch.

JOHNSON et al. stellen fest:

•... ongoing development of new products and services is critical for competitive survival.

• Eine Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung eines Dienstleistungsinnovationsmanagements ist die wirksame organisatorische Verankerung. Erfolgsfaktoren sind u. a. die funktionsübergreifende Teamarbeit in Entwicklungsprojekten, ein formaler Entwicklungsprozess, Qualifizierung der Projektbeteiligten, ein wirksames internes Marketing sowie die Unterstützung durch das Top Management.

Der zweite Teil der Aussage behandelt das Erkenntnis- und Umsetzungsdefizit. Diese stellen sich wie folgt dar:

• In der Dienstleistungsinnovationsforschung wurde bisher überwiegend der Fokus auf das Innovationsobjekt "Dienstleistung" und den Einfluss der Besonderheiten von Dienstleistungen auf die Gestaltung behandelt. Dabei wurden intensiv Entwicklungsmethoden wie Service Blueprinting oder Einflüsse auf den Marketing- Mix diskutiert.

Die Erfolgsfaktorenforschung lieferte relativ abstrakte Erkenntnisse, aber keine umfassenden Gestaltungsempfehlungen. SCHNEIDER weist darauf hin, dass in den von ihm betrachteten Studien nur "isolierte Elemente der Ablauf- oder Aufbauorganisalion von Innovalionsprozessen untersucht" wurden.

Bezüglich der Organisation von Dienstleistungsinnovationsvorhaben sind am Weitesten ablauforganisatorische Fragestellungen ausgereift. Zahlreiche Vorgehensmodelle wurden diskutiert. Insgesamt lässt sich feststellen, dass außer der Behandlung von Vorgehensmodellen dem Organisalionsaspekt bei der Dienstleistungsinnovation relativ wenig Beachtung geschenkt wurde. Repräsentativ für die Feststellung dieses Erkenntnisdefizits in der Dienstleistungsinnovationsforschung ist SUNDBO`s Aussage:

"The way in which the innovation process is organised and managed in service firms is a new topic in innovation theory":

• In der Dienstleistungspraxis öffnen sich Unternehmen erst allmählich der Vorstellung, dass Innovationen systematisch hervor gebracht werden sollten. Ad hoc Aktivitäten - angeregt durch Kundenwünsche oder den Druck des Wettbewerbs sind die Regel.

Der Aufbau eines aktiven Innovationsmanagements, vergleichbar der Einführung einer Prozessorganisation oder eines Qualitätsmanagementsystems, ist nur in Ausnahmefällen zu beobachten. PREISSL stellt fest: ,Implementation and realization of innovations often go beyond the management skills of service providers.

Ziel dieser Arbeit ist es, ein Rahmenkonzept für die organisatorische Gestaltung von Dienstleistungsinnovationssystemen zu entwickeln. Dabei lässt sich in Vorwegnahme späterer Analysen feststellen, dass bestehende Erkenntnisse zur organisatorischen Gestaltung von Dienstleistungsinnovationssystemen nur fragmentarisch sind und Grundlagen zu diesem Thema erst erarbeitet werden müssen. Positiv wirkt sich aber auf die Konzeptarbeit aus, dass bereits zahlreiche, z. T. ausgereifte Ansätze aus verwandten Disziplinen wie Innovationsmanagement. Organisation oder Dienstleistungsmanagement vorliegen, die für die definierte Fragestellung nutzbar gemacht werden können. Die Herausforderung besteht darin, die unterschiedlichen Erkenntnisse zu systematisieren, neue Schlüsse zu ziehen und in einem einheitlichen Gesamtkonzept zusammenzubringen.