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Friaul, Venetien mit Gardasee

Friaul, Venetien mit Gardasee

von: Friedrich Köthe, Daniela Schetar

Reise Know-How Verlag, 2004

ISBN: 9783831712359, 482 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 16,90 EUR

Ersparnis: 3,00 EUR

  • Elfenkind
    Herbst - Läuterung
    Den Himmel gibt´s echt
    Herbst - Zerfall
    Der Bankräuber
    Bleib cool, Papa
    Du gibst das Leben
    Mein Herz kennt die Antwort
  • Kopfschuss
    Die Zehn Gebote
    Das Feenorakel
    Zeit der Vergebung
    Alphavampir
    Der Geschmack des Wassers
    Succubus Shadows
    Hurentaten
 

Mehr zum Inhalt

Friaul, Venetien mit Gardasee


 

Praktische Reisetipps von A bis Z (S. 34-35)

Einkaufen

Die Preise in Italien sind mit der Einführung des Euro endgültig auf mitteleuropäisches Niveau gestiegen und scheuen sich auch nicht, dieses zu überholen. Schnäppchen wird man nicht mehr machen, es sei denn, man ersteht die Accessoires begüterter Bürger bei einem der zahllosen Straßenverkäufer afrikanischer Herkunft, die ihre Waren an allen Ecken und Plätzen anpreisen – und kauft damit mehr Schein als Sein mehr oder weniger guter Kopien.

Im Allgemeinen gilt, dass seriöse Fachgeschäfte die Wahl sein sollten. Doch auch in Venedig wird man auf Preise stoßen, die einem das Wasser in die Augen treiben. Glaswaren aus Murano bekommt man zu Hause nicht unwesentlich teurer. Doch wer den Glasbläsern bei der Kreation wunderschöner Artefakte zugesehen hat, wird vielleicht begeistert das eine oder andere Stück einkaufen.

Wer sich für Mode interessiert, besucht eines der vielen Outlet-Center in der Peripherie der Städte und in den Gewerbezentren an den großen Verbindungsstraßen. Auch wird man mal ein Schnäppchen in Läden mit Ausverkauf oder mit einem der ewigen Sonderverkäufe machen können. Wer gern trinkt und isst, kommt allemal auf seine Kosten. Käsespezialitäten, luftgetrockneter Schinken, Grappa, Weine und Selbstproduziertes der Bauernhöfe wie Honig, Nudeln oder Marmeladen fordern nachgerade dazu auf, den Wagen voll zu packen.

Elektrizität

Das Stromnetz hat 220 V Wechselstrom wie zu Hause. Italienische Steckdosen haben jedoch die Erdung auf einem Zapfen in der Mitte zwischen den zwei Löchern liegen. Die flachen Eurostecker passen überall, wer Geräte mit Erdung benutzen will, benötigt aber einen Adapter (in Deutschland in Kaufhäusern und Ausrüstungsläden erhältlich). In abgelegeneren Gebieten, aber auch in Touristenzentren kann es passieren, dass zum Beispiel bei Unwettern oder wegen Überlastung der Strom einige Zeit wegbleibt. Taschenlampen oder Kerzen und Geduld sind dann hilfreich.

Essen und Trinken

Die Küche des Veneto ist geprägt von den landwirtschaftlichen Produkten der Ebenen. Mais und Reis werden am Po angebaut und bilden die Grundlagen fast aller Mahlzeiten. Risi Bisi (Reis mit Erbsen) und Polenta (Maisbrei mehr oder weniger fester Konsistenz, warm und fast flüssig oder kalt genossen – dann schnittfest) sind hier zu Hause. Dazu gibt es Huhn, Rind, Schwein oder allerlei aus dem Meer und dem Fluss. Aal ist eine der Spezialitäten des Po-Deltas, gegrillt oder im Topf mit Gewürzen gedämpft. Man erinnere sich immer daran, dass Venedig als Handelsmacht des Mittelmeers Europa mit den Gewürzen und Kräutern des Orients versorgte.

Wertvoll wie Gold waren die Spezereien aus den fernen Ländern. Wo das Meer nicht weit ist, finden auch dessen Bewohner den Weg auf den Tisch. Muscheln, Garnelen und Fisch werden auf mannigfaltigste Arten zubereitet, als Suppe, vom Rost oder gekocht. Sauer eingelegte Sardinen sind eine typische Vorspeise und der Radicchio-Salat erfordert schon einen wissenschaftlichen Zugang. Unterschiedlichste Formen und Geschmacksnuancen sind auf den Märkten und die Bauern der wichtigsten Anbaugegenden haben sich zu Konsortien zusammengeschlossen und wachen eifersüchtig über die Vermarktung ihres Namens. Treviso, Castelfranco, Chioggia und Verona haben Größen, Farben und Formen festgelegt und kontrollieren die Höfe, auf denen der Salat wächst.

Nur bei Gorizia gedeiht der Zwerg-Radicchio. Doch nicht nur als Salat kommt das Gewächs auf den Tisch, Radicchio ist eine veritable Küchenzutat und wird zum Beispiel mit Krabben zu gnocchi alla granseola e radicchio verarbeitet. Schinken vom Schwein ist ebenfalls eine Spezialität der Region. In Friaul hat San Daniele Weltruhm für seinen luftgetrockneten Schinken erlangt. Weniger bekannt, doch nicht minder gut ist der prosciutto dolce aus Montagnana. Hartkäse kommt in den verschiedensten Reifegraden auf die Märkte. Der Grana Padano läuft dem Parmesan gerade den Rang ab, aus Asiago stammt ein Hartkäse, den man als mezzano (sechs Monate Reifung und noch weich), vecchio (zwölf Monate) und stravecchio (achtzehn Monate Lagerung) kauft. In Monselice wachsen zwischen den mittelalterlichen Gemäuern Kapernbüsche, doch nur selten wird man ein Gläschen in den Läden ergattern können. Meist finden die würzigen Knospen den Weg direkt in die Küchen der Einheimischen.