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KulturSchock Cuba

KulturSchock Cuba

von: Jens Sobisch

Reise Know-How Verlag, 2004

ISBN: 9783831712700, 288 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 12,70 EUR

Ersparnis: 2,20 EUR

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KulturSchock Cuba


 

CUBA – PERLE DER ANTILLEN (S. 12-13)
 
Geographischer Steckbrief und ein wenig Statistik

Der sozialistische Staat República de Cuba (Republik Cuba) ist mit einer Fläche von knapp 111.000 qkm ungefähr so groß wie die ehemalige DDR und hat etwas mehr als elf Millionen Einwohner. Amtssprache ist Spanisch.

Cubas Ausdehnung von Ost nach West beträgt 1250 km. An ihrer breitesten Stelle misst die Insel 193 km, an der schmalsten 31 km. Genau südlich des nördlichen Wendekreises liegt sie an der Öffnung des Golfs von Mexiko zum Atlantik und wirkt dabei wie eine Zigarre zwischen den Riesenfingern Florida und Yucatán (Mexiko). Ihre ungewöhnlichen Konturen inspirierten den cubanischen Dichter Nicolás Guillén, sein Heimatland mit den Spitznamen „lachendes Krokodil" (cocodrilo) und „bärtiger Alligator" (caimán barbudo) zu bedenken.

Die Entfernung zu Key West (Florida) beträgt 140 km. 210 km sind es nach Mexiko, 149 km nach Jamaika und 67 km nach Haiti, das man an sehr klaren Tagen von den Erhebungen Ostcubas aus mit bloßem Auge sehen kann.

Cuba trennt als bevölkerungsreichste, größte und am weitesten westlich gelegene Insel der Großen Antillen, zu denen noch Puerto Rico, Jamaika und Hispaniola (mit den Staaten Haiti und Dominikanische Republik) gehören, das Karibische Meer vom Atlantischen Ozean. Der geologische Untergrund wird von einer aus Kalksteinfelsen bestehenden Verlängerung der mexikanischen Yucatánplatte gebildet. Poröse Teile dieser Kalksteindecke begünstigten die Entstehung zahlreicher Höhlen (cuevas), die heute riesigen Fledermausschwärmen als Schlafplätze dienen. Touristisch gut erschlossen ist die Cueva de Bellamar bei Matanzas. Mit 100 Einwohnern/qkm ist Cuba weit weniger dicht besiedelt als die meisten anderen Karibikinseln. Eine Ausnahme stellen die Ballungsräume La Habana (2600 Einwohner/qkm) und Santiago de Cuba dar. Das Territorium gliedert sich administrativ in 14 Provinzen (provincias) mit 168 Gemeindebezirken (municipios).

Bei Guantánamo im Südosten befindet sich ein von Cuba seit langem zurückgeforderter, 112 qkm großer Marinestützpunkt der USA. Die Nordamerikaner nutzen diesen seit 1903 als Ergänzung ihres Hafens auf Key West und seit 2002 als Gefangenenlager für einige Hundert Taliban- Kämpfer aus Afghanistan. Die Hauptinsel besteht aus weiten Tiefebenen, die von drei Gebirgen (cordilleras) durchzogen werden. Das größte ist die Sierra Maestra an der Südostküste mit Cubas höchstem Gipfel, dem Pico Turquino (1974 m). Geologisch gesehen, stellt die Sierra Maestra eine besonders steile Erhebung aus dem 7600 Meter tiefen Caymangraben dar und ist mit Santiago de Cuba der Teil der Insel, in dem es gelegentlich zu Erdstößen kommt.

Die etwas niedrigere Zentralbergkette Sierra del Escambray zieht sich östlich von Cienfuegos quer über die Insel und unterbricht dabei die Monotonie der fruchtbaren Zuckerrohrebenen. Die Sierra de Los Organos (Orgelgebirge) erhielt ihren Namen von den steilen, mogotes genannten, zylindrischen Felsen, die aus dem roten Boden ragen und verläuft nordwestlich hinter La Habana über den Westteil des Landes.