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JQuery - Das neue JavaScript-Framework für interaktives Design

JQuery - Das neue JavaScript-Framework für interaktives Design

von: Ralph Steyer

Addison-Wesley Verlag, 2009

ISBN: 9783827328878, 386 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 34,80 EUR

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JQuery - Das neue JavaScript-Framework für interaktives Design


 

7. Ereignisbehandlung (S. 199-200)

In diesem Kapitel befassen wir uns mit der Ereignisbehandlung mit jQuery im weitesten Sinn. Es geht also darum, unter welchen Umständen bestimmte Aktionen im Rahmen der Webseite ausgelöst werden. Das ist sicher eines der wichtigsten Anwendungsgebiete von einem Framework wie jQuery, denn die Reaktion auf Ereignisse im Rahmen einer Webseite ist mit JavaScript- Bordmitteln – vielleicht wider Erwarten – ganz und gar nicht trivial. Und die alternative Reaktion mit HTML-Eventhandler wird zwar – bis auf Ausnahmen – recht gut unterstützt, ist jedoch wenig leistungsfähig. Mit jQuery haben Sie ein sehr leistungsfähiges Instrument zur Verfügung, um diese komplexe Gebiet erfolgreich und sicher zu beackern.

7.1 Grundlagen zu Ereignissen, Eventhandlern, Triggern und Datenbindung

Es ist klar, dass in JavaScript Anweisungen und damit auch Funktionsaufrufe einfach durch das Laden der Seite ausgeführt werden, wenn diese Anweisungen direkt in einen Skriptcontainer notiert werden. Sobald die betreffende Skriptzeile durch den Browser geladen wird, wird die entsprechende Anweisung ausgeführt. Das ist die primitivste Konstellation, in der ein JavaScript ausgeführt wird. Aber es gibt selbstverständlich mehr Situationen als das reine Laden der Webseite, in denen eine Funktion oder Anweisung aufgerufen werden sollte.

Hier kommt der Begriff Ereignis bzw. engl. Event ins Spiel. Unter einem Ereignis können Sie alles verstehen, was während der Lebenszeit einer Webseite in einem Browser auftreten kann. Das kann das Laden der Seite in den Browser oder das Entfernen der Seite aus dem Browser sein. Es umfasst aber auch Aktionen, die ein Anwender ausführt, etwa der Klick auf eine Schalt. äche, das Abschicken von Formulardaten oder das Überstreichen eines Teils der Webseite mit dem Mauszeiger. Und solche Ereignisse bieten sich auf Basis für Aufrufe von Anweisungen ideal an.

7.1.1 Allgemeines zu Eventhandlern

Wir brauchen also einen Mechanismus, der auf solche Ereignisse reagiert und gegebenenfalls eine Anweisung, Funktion oder eine Objektmethode auslöst. Dieser Mechanismus wird Eventhandler (Ereignisbehandler) genannt. Mittels der unterschiedlichen Eventhandler reagiert man auf verschiedenartige Ereignisse, die der Eventhandler-Mechanismus über festgelegte Namen identi. ziert. Eventhandler stehen sowohl in reinem HTML als auch in JavaScript zur Verfügung. Sie existieren also in beiden Welten und sind das wichtigste Bindeglied zwischen (X)HTML und JavaScript2. Wesentlich ist ferner, dass die auslösenden Ereignisse sowohl in HTML (ab Version 4) als auch JavaScript vorhanden und funktional identisch sind. Es gibt nur ganz wenige Eventhandler im Umfeld von JavaScript, die kein direktes Gegenstück in HTML haben.

HTML-Eventhandler

In HTML stellen Eventhandler einfach Attribute eines Tags dar. Bei den meisten Tags können Sie solche Eventhandler notieren. Das W3-Konsortium hat die Eventhandler of. ziell in den (X)HTML-Sprachstandard aufgenommen. Dies ist besonders deshalb wichtig, weil damit Groß- und Kleinschreibung bei der Notation keine Rolle spielen, wenn Eventhandler als HTML-Attribute notiert werden. Sowohl in JavaScript als auch XHTML hingegen müssen Eventhandler immer vollständig klein geschrieben werden. Der Name eines Eventhandler beginnt gemeinhin mit der Silbe on, gefolgt von einer sprechenden Beschreibung des Ereignisses.